PM: Bundesverwaltungsgericht bestätigt Kritik des Autonomen Zentrums an der Stadt Köln

Pressemitteilung
Köln, 11. April 2018

„Wir fordern die Überprüfung der gesamten Projektplanung und der Bebauungspläne von „Parkstadt Süd“ sowie einen kooperativen Umgang mit allen zu Beteiligenden. Das Urteil aus Leipzig bedeutet auch, dass eine neue Planung erforderlich ist. Die Überprüfung falscher Entscheidungen aufgrund unzureichender Planung oder falscher Daten und Fakten ist unumgänglich,“ so Uli Rothfuß, Pressesprecher Autonomes Zentrum Köln.

„Während uns die Stadt erklären will, Beschlüsse seien in Stein gemeißelt und ließen sich nicht überdenken, muss höchstrichterlich in das Verfahren „Parkstadt Süd“ eingegriffen werden um die Betroffenen zu schützen. „Parkstadt Süd“ wurde in der Öffentlichkeit immer als Vorzeigeprojekt guter Planung und vorbildlicher Bürger_innenbeteiligung präsentiert. Dass daran etwas faul ist, zeigte schon der lautstark artikulierte Unmut der vielen Teilnehmenden auf den Veranstaltungen der Stadt und auch die Resolution aus den Beteiligungswerkstätten aus dem Juli 2017. Darin wird gefordert, dass sich die Stadt ernsthaft mit den Vorschlägen zur Integration des Autonomen Zentrums auseinandersetzt. Köln braucht Freiräume. Wir stellen die soziale Frage. Wem gehört die Stadt?“, fragt Uli Rothfuß weiter.

Siehe auch:
https://www.ksta.de/thema/koeln/parkstadt-sued
Pressemitteilung Nr. 19/2018 | Bundesverwaltungsgericht

Mehrere Gebäude sind am Eifelwall von der Projektplanung betroffen und werden mit zweierlei Maß behandelt: Das Justizparkhaus (vorne rechts) darf bestehen bleiben, das Chor- und Orchesteratelier (vorne links) und das AZ (grün im Hintergrund) sollen weichen. Dagegen stehen die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens.

8 Jahre Autonomes Zentrum Köln – Tag der offenen Tür und Geburtstagssause

Seit bereits 8 Jahren besteht das Autonome Zentrum Köln als ein Freiraum für Kultur, Kunst, Sport, linke Politik, Austausch und vieles mehr. Dies soll am 14.04. mit einem Tag der offenen Tür und einer großen Geburtstagsparty gefeiert werden. Fühlt euch herzlichst eingeladen und kommt vorbei, um mal in alle Angebote und Strukturen reinzuschnuppern oder um einfach einen entspannten Tag in einzigartiger Umgebung zu verbringen.

Denn unter Umständen wird dies der letzte Geburtstag sein, den das AZ an diesem Standort feiert. Die Pläne der Stadt Köln sehen unverändert vor, das Gebäude Ende 2018 abzureißen und durch Rollrasen zu ersetzen. Alternative Standorte stehen bisher nicht zur Verfügung. Ein Abriss würde bedeuten, dass all die Projekte, Veranstaltungen, Initiativen und Hilfeleistungen kaum mehr realisierbar wären – Lassen wir es nicht dazu kommen!

 Ein sozialer Raum wie das AZ, der sich in allen Strukturen selbstverwaltet, emanzipatorisch, hierarchiefrei und ohne kommerzielle Profitorientierung organisiert, ist für den Stadtraum Köln von hoher Bedeutung. Hier haben Menschen die Gelegenheit, die Utopie einer freieren und gleichberechtigteren Gesellschaft im Kleinen aufzubauen und zu (er)leben.

Daher soll es im Rahmen des AZ-Geburtstags um 17 Uhr bei einer offenen Vollversammlung auch um die Zukunft des AZ, den Stand der Gespräche mit der Stadt und geplante Aktionen gehen.

Wir lassen uns diesen Raum nicht nehmen! Für ein AZ in Köln! Für noch 1000 weitere Geburtstage! Wir bleiben!

Hier das Geburtstags-Programm:

Los gehts ab 14 Uhr mit Kaffee und Geburtstagskuchen vom Cafe-Kollektiv Fatsch.
Den ganzen Nachmittag über wird es ein Kinderprogramm geben u.a. mit Zirkus, Jonglage und einem Zauberer.

14:00 Uhr How to Siebdruck?
In der Siebdruckwerkstatt drucken wir verschiedene Motive auf Patches und Tshirts. Zum Reinschnuppern könnt ihr euch gerne euer eigenes AZ, Hambi oder ACAT Tshirt drucken, oder eure eigenen Motive erstellen. Kommt gerne vorbei, wir haben Tshirts hier, freuen uns aber auch wenn ihr eure eigenen Sachen zum bedrucken mitbringt.

14 Uhr: Hula Hoop – Offener Jam

15 Uhr Infoladen:
Eröffnung der neuen Veranstaltungsreihe „Buch des Monats“sowie ein Umsonst-Büchertisch im Hof. Und natürlich Infoladen mit Bibliothek/Archiv geöffnet

15 Uhr: Contact Impro
Contact Improvisation ist eine Tanz- und Interaktionsform ohne Ziel, die durch physischen Kontakt und gemeinsame freie (ziellose) Bewegung gekennzeichnet ist. Ein spiel mit Balance, Gewicht, Momentum, Schwerkraft um letztlich dem Unbekannten zu begegnen und damit zu improvisieren.

15:30 Uhr Videos aus acht Jahren Automes Zentrum Köln
Beginnend bei der Kampagne pyranha und bis zum Zusatandekommen des Vertrags für die Lux93 werden die Aktivitäten beleuchtet, die das Entstehen und den Erhalt des AZ bisher möglich gemacht haben.

17 Uhr: Öffentliche Vollversammlung
Großes Plenum für alle Interessierte zur Zukunft des AZ und zur Kampagne zum Erhalt der Lux93 mit Infos zum aktuellen Stand der Verhandlungen mit der Stadt und geplanten Aktionen und zum Mitmachen in der Kampagne.

19 Uhr: VolxKüche
Die Vokü-AG kredenzt dieses Jahr feinstes Crispy Duck aus Seitan mit Gewürzreis, knackigem Gemüse und süß-saurer Sauce. Wie immer alles vegan!

19 Uhr: Krav Maga
Krav Maga (hebr. קרב מגע „Kontaktkampf“) ist ein israelisches, modernes, eklektisches Selbstverteidigungssystem, das Schlag- und Tritttechniken präferiert, aber auch Grapplingelemente wie Hebel und Bodenkampf beinhaltet. Das Training ist für alle offen. Ihr braucht keine Vorerfahrung!

19:30 Transpis malen im Atelier
Für kommende Aktionen und Demos wird Material erstellt.

20:00 Uhr: Elektric Jam Session
zum Anschauen, zuhören, mitmachen.

20 Uhr: Muay Thai
Alle die immer schon einmal in reinschuppern wollten in diesen Kampfsport können am AZ Geburtstag nach Herzenslust unter Anleitung in die Pratzen treten.

20:30 Uhr: Konzert
– Placid Joy (Emo, Post-HC): https://placidjoy.bandcamp.com/
– Notions (Punk, Post-HC): https://notionspunk.bandcamp.com/
– Guts Pie Earshot (TechPunk, HC, Drum´n`Bass): https://gutspieearshot.bandcamp.com/
– Die Heftigen Joes
Danach: Party mit DJ iPhone

23 Uhr: Party mit Ästhetik & Zerstörung

Weitere Programmpunkte:
– Ausstellung und offenes Atelier mit Workshop/Mitmachangebot
– Second Bandshirt
An unserem Stand habt ihr die Möglichkeit gebrauchte Bandsirts für einen guten Zweck zu erwerben und nicht mehr benötigte Shirts direkt an uns zu spenden. Darüber hinaus informieren wir über das Projekt Second Bandshirt und die bisher unterstützen Projekte. Wir freuen uns auf euren Besuch!

PM: Menschenrechtsveranstaltung diskutiert AZ-Verbleib

„Ein Plan, der nicht geändert werden kann, ist schlecht,“ sagte einst
der römische Autor Publilius Syrus. Das Thema Gentrifizierung und Recht
auf Stadt wird von der linken Szene in Köln in den Mittelpunkt gerückt.
Am kommenden Freitag, 9.3. ab 18 Uhr, organisiert das Pangea Kollektiv ein
Symposium im Autonomen Zentrum Köln, Luxemburger Straße 93. Vorgestellt
werden Strategien zum Erhalt linker Orte, Viertel und Kultur sowie
Diskussionen zu Fragen bürgerlicher Mitbestimmung und partizipativer
Stadt-Teil-Gestaltung. Hierzu kommen Gruppen aus Hamburg, die bereits
Erfahrungen mit unzureichenden Stadtplanungen gemacht haben.

Das Autonome Zentrum Köln ist nach mehreren Umzügen in eine Brachfläche
erfolgreich integriert worden. Die Stadt Köln weigert sich jedoch, den
Grüngürtel zu schaffen und das AZ zu erhalten. In diesem Zuge erfuhr das
AZ bereits mehrere Diffamierungskampagnen von Parteien und
Stadtverwaltung. „Das Projekt „Parkstadt Süd“ wird mitlerweile nicht
nur durch das AZ von Protesten und öffentlicher Kritik überzogen. Was
nützt ein Prestigeprojekt, welches an den Wünschen der Menschen vorbei
zielt?“, fragt Uli Rothfuß vom AZ Köln.

WEITERE INFORMATIONEN.

Allerweltsparty

Pressemitteilung
AZ Köln, 07.03.2018

PM: Essen ist ein Menschenrecht

Kein Rassismus an der Tafel!
Das AZ Köln fordert eine humane Diskussion und kritisiert den Rassismus bei der Lebensmittelausgabe in Essen und in der öffentlichen Debatte hierzu.

„Wir haben andere Erfahrungen als die Essener Tafel gemacht mit den Menschen, die sich bei der Lebensmittelausgabe versorgen müssen,“ kommentiert Ulli Rothfuß die aufgeladene Diskussion um die Lebensmittelausgabe in Essen, welche zur Diskriminierung hungernder Menschen führte.

„Wöchentlich nutzen bei uns hunderte hungernde Menschen das Angebot im Autonomen Zentrum Köln, um sich gespendete Lebensmittel abzuholen und mit dem Nötigsten zu versorgen. Die wertschätzende und respektvolle Ausgabe wird von freiwilligen Helfenden organisiert. Ein Los-Verfahren und für alle leicht zu merkende Regeln sorgen dafür, dass sich die Menschen diszipliniert verhalten und miteinander solidarisch und respektvoll umgehen. Die Lose werden zu einer bestimmten Uhrzeit gezogen, wenn alle da sind. Es kann passieren, dass das zu erst gezogene Los eine hohe Zahl enthält, was einen Platz hinten in der Schlange bedeutet. Wer zu spät kommt, bekommt kein Los mehr und muss grundsätzlich hinten anstehen. Menschen, die Hunger haben, sind ungeduldig. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dafür zu sorgen, dass hierdurch keine Benachteiligungen für andere Menschen entstehen oder Neid und Missgunst befördert werden. Wir sind stolz auf unser gelungenes Konzept, das unsere Freiwilligen entwickelt haben und wonach Lose nach dem Zufallsprinzip ausgeteilt werden, so dass niemand benachteiligt oder bevorzugt wird,“ sagt Ulli Rothfuß vom Autonomen Zentrum Köln.

Die Ausgabe findet jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 20 Uhr statt.

Pressemitteilung
Köln, 27.02.2018

Zum Teilen via Facebook: https://www.facebook.com/Autonomes.Zentrum.Koeln/posts/1733944353331675

PM: Vorwurf „Lenkradspiel“ – Unlauteres „Spiel“ der Polizei Köln gegen Demonstration

Die Polizei Köln versucht das Autonome Zentrum und seine Unterstützenden zu schröpfen. Am 16. Februar steht die Halterin eines Musiktransporters vor Gericht, der auf der Tanzdemonstration „Das Problem heißt Verdrängung“ (17.06.2017) eingesetzt werden sollte. Der Vorwurf lautet Fahrlässigkeit, ein vermeintlich nicht fahrtüchtiges Fahrzeug verliehen zu haben. Gegen den Fahrer wurde bereits wegen „Lenkradspiels“ ermittelt und auf einen Verstoß in der Straßenverkehrsordnung abgezielt.

„Das Fahrzeug ist nie im Straßenverkehr gewesen und der ganze Vorgang wirkt konstruiert. Die Polizei zwang zunächst den Fahrer dazu, das Fahrzeug vom Privatgelände auf die bereits gesperrte Demonstrationsstrecke zwecks technischer Abnahme zu rollen, um dann Vorwürfe daraus zu stricken,“ kommentiert Uli Rothfuß vom Autonomen Zentrum. „Was fahrlässig daran gewesen sein soll, das Fahrzeug zur Kontrolle vorzufahren, weiß wohl nur die Polizei Köln.“

„Die Demonstration sollte laut, bunt und tanzbar sein und auf das Problem einer tatenlosen Stadtpolitik gegen Gentrifizierung und Verdrängung aufmerksam machen. Die Repression durch die Polizei ist ein Angriff auf unsere Demonstration und ihr Erscheinungsbild gewesen. Das Fahrzeug wurde ohne stichhaltige Begründung für nicht-verkehrstauglich erklärt.“

Der Musiktransporter wurde vom Pangea Kollektiv gestellt, die in Köln elektronische Parties machen und dadurch Spenden für Menschenrechtsarbeit in Köln sammeln.


Claudia Breuer vom Pangea Kollektiv erklärt: „Wir rufen alle dazu auf, die betroffene Person zu unterstützen und auch ein Zeichen gegen die Kölner Polizeiwillkür zu setzen und am 16. Februar zum Amtsgericht Köln zu kommen. Wir rufen auf zur Solidarität mit den von Verdrängung betroffenen Menschen und Projekten in unserer Stadt. Das Thema geht uns alle an! Ob das Autonome Zentrum, der Bauwagenplatz ‚Wem gehört die Welt‘ oder das Allerweltshaus, eine tatenlose Stadtpolitik lässt Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste und steigende Mieten zu. Gleichzeitig ist es eine bittere Notwendigkeit, den Kampf gegen Rassismus, Illegalisierung und Stigmatisierung von Menschen in der Stadtöffentlichkeit sichtbar zu machen. Ein vielfältiges Stadtbild muss erhalten bleiben und auch Menschen mit kleinem Geldbeutel haben ein Recht auf ihre Stadt.“

Der Gerichtstermin findet am Freitag (16.02., 09.30 Uhr) im Amtsgericht Köln, Luxemburger Straße 101, Saal 21.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
14.02.2018

PM: Autonome cornern am Zülpicher Platz

Sympathisant_innen des Autonomen Zentrums machen den Zülpicher Platz zu ihrer Partylocation.
 
Samstagabend um 20 Uhr versammelten sich mehr als 200 Unterstützer_innen des Autonomen Zentrums (AZ) spontan am Zülpicher Platz, um gemeinsam auf den gefährdeten Bestand des AZ an der Luxemburger Straße aufmerksam zu machen. Die mitgebrachten Sitzgelegenheiten, mobilen Soundsysteme, Transparente und Getränke verwandelten den Zülpicher Platz in eine lebhafte Party Location. Im Anschluss zogen etwa 150 Personen in Form einer Spontandemonstration lautstark über die Zülpicher Straße in Richtung AZ.
 
Dies sollte deutlich machen: „Wenn die Stadt uns unsere Räume nimmt, nehmen wir uns die Plätze und Räume der Stadt.“, wie beteiligte Personen erklärten. Auch die stetige Erhöhung der Polizeipräsenz hielt die ausgelassenen AZ-Supporter_innen nicht davon ab, genau dies zu tun und zu zeigen, dass sich das AZ nicht einfach wegplanen lässt.
 
Im Dezember 2018 läuft der Nutzungsvertrag für das als AZ genutzte Gebäude an der Luxemburger Straße aus. Auf dem Gelände soll die Verlängerung des Grüngürtels fortgeführt werden. Während das neue Stadtarchiv, das Parkhaus des Justizzentrums und das Tierheim Zollstock in die Planungen zur „Parkstadt Süd“ aufgenommen wurden, soll das AZ erneut Grünanlagen weichen.
 
Der Samstagabend hat auf jeden Fall gezeigt: So einfach werden wir uns nicht vertreiben lassen.
 
Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!
 
Autonomes Zentrum
Pressemitteilung
14.01.2018

PM: „Henriette Reker“ benennt KVB-Haltestelle in „Autonomes Zentrum“ um

„Eine starke, autonome Subkultur. Dafür stehe ich mit meinem Namen,“

sagt ‚Henriette Reker‘ im Rahmen der feierlichen Zeremonie zur Umbenennung
der Haltestelle „Eifelwall“.

Neben der Universität, dem Amtsgericht und dem neuen Stadtarchiv
befindet sich auch das Autonome Zentrum seit einem Jahr in der Nähe der
Haltestelle. Als Teil der Neustrukturierung des Stadtteils, die im
Rahmen des Konzepts „Parkstadt Süd“ stattfindet, wurde die Bahnstation
umbenannt, um den festen Standort des AZ deutlich zu machen.

‚Gerd Bachner‘ (Dompropst) konnte als Pate gewonnen werden und fügt
hinzu:

Den herbeigeschriebenen Konflikt mit der katholischen Kirche wird es nie geben. Wir stellen den Dom gerne zur Verfügung, falls sich die Pappnasen von der Stadt tatsächlich dazu entscheiden, das Gelände hier räumen zu lassen.

Seit 2010 existiert in Köln das Autonome Zentrum als unkommerzieller und
selbstverwalteter Raum. Noch vor einigen Jahren wurde die ehemalige KHD
Kantine in Kalk genutzt, 2014 jedoch für Schulcontainer abgerissen. So
musste das AZ erst für ein Jahr in den Eifelwall umziehen und zuletzt in
das Gebäude in der Luxemburger Straße 93.

Nach Jahren voller Ungewissheit hat Henriette Reker, die parteilose
Bürgermeisterin der Stadt Köln, im Einvernehmen mit den Verantwortlichen
der KVB beschlossen, das Autonome Zentrum an diesem Standpunkt zu
belassen und dies durch die Haltestellenumbenennung zu manifestieren.
Zusammen mit dem Dompropst und der Kölner Prominenz wurden bei Sekt und
netten Gesprächen die Schilder der Haltestelle aktualisiert.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
Köln, 28.11.2017

PM: Stadt lügt gegen das AZ – Weiterer Videobeweis

Pressemitteilung

Mit einem weiteren Video untermauert das Autonome Zentrum Köln (AZ) seine scharfe Kritik an der Stadtverwaltung Köln vom 10. November. Diese hat gegenüber zwei Hauptausschüssen im Stadtrat [siehe Anlage 1 + 2] behauptet, den Bürger_innen der Beteiligungsveranstaltung keinen Planungsstopp versprochen zu haben. Das Autonome Zentrum Köln veröffentlicht einen Videobeweis: https://www.facebook.com/Autonomes.Zentrum.Koeln/videos/1634241573301954 ergänzend zu der von der Stadt veröffentlichen Resolution.

„Dahinter steckt der Versuch, das Gebäude des Autonomen Zentrums um jeden Preis zu verdrängen,“ erklärt Uli Rothfuß, Pressesprecher des AZ.
„„Die Stadt und ihre Verwaltung verbreiten bewusst Unwahrheiten, um das AZ loszuwerden. Ziel ist es, das AZ zugunsten des Stadtentwicklungsprojekt „Parkstadt Süd“ abzureißen. Die Belange von uns und weiteren Betroffenen werden dafür übergangen.“

 

Köln, 19.11.2017

Anlagen:

[1] Hauptausschuss Juli 2017 (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0040.asp?__ksinr=16719)
[2] Hauptausschuss Oktober 2017 (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0040.asp?__ksinr=16721)
[3]Unsere Pressemitteilung vom 10. November:

PM: Stadt Köln geht mit Lügen gegen AZ vor – Video widerlegt Behauptungen


[4]
Hintergrundinfos: https://www.facebook.com/pg/Autonomes.Zentrum.Koeln/notes/

PM: Stadt Köln geht mit Lügen gegen AZ vor – Video widerlegt Behauptungen

 

Zu vehementen Versuchen der Stadt Köln, das Autonome Zentrum Köln (AZ) um jeden Preis zu schleifen, erklärt Uli Rothfuß, Pressesprecher des AZ:
„Die Stadt und ihre Verwaltung verbreiten bewusst Unwahrheiten, um das AZ loszuwerden. Ziel ist es, das AZ zugunsten des Stadtentwicklungsprojektes „Parkstadt Süd“ abzureißen. Die Belange von uns und weiteren betroffenen Initiativen werden dafür übergangen.

Wir waren am 8. Juli der Einladung zu einer Veranstaltung in der Stolzestraße (Neustadt-Süd) gefolgt, die der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern am Planungsprozess dienen sollte. Am Ende der Diskussion um die Entwürfe der Landschaftsarchitekturbüros einigten sich die 183 Teilnehmenden auf eine Resolution – sie spricht sich für eine friedliche und einvernehmliche Lösung für das AZ aus, für das Atelier am Eifelwall und für die Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Werkstattverfahren, die mit Anwohner_innen bereits vor fünf Jahren erarbeitet worden waren.
Der anwesende Projektleiter der Parkstadt Süd am Eifelwall, Dr. Joachim Bauer, brachte daraufhin selbst einen Planungsstopp ins Spiel. Damit ist eine basisdemokratische Entscheidung zustande gekommen. An diesem Ergebnis halten wir fest!

Doch offensichtlich will die Stadt das Ergebnis nicht akzeptieren, weil es ihr nicht passt: Die Veranstaltung sei „informeller“ Natur gewesen und habe Bürger_innenbeteiligungv nicht zum Ziel gehabt, hieß es jüngst im Hauptausschuss. Auch von einem Planungsstopp sei angeblich nicht die Rede gewesen. Höhepunkt der Schummelei: Die Veranstaltung hätte wegen „Störungen“ abgebrochen werden müssen. Aber auch diese Behauptung – die unter anderem im Hauptausschuss der Stadt wiederholt wurde – ist unwahr.
Sie wird widerlegt durch eine Videoaufzeichnung, die das AZ nunmehr veröffentlicht:

Anders, als von der Stadt behauptet, erkennen wir bis heute keine Bemühungen, mit uns in einen ernsthaften Dialog zu treten. Vielmehr werden wir und andere Betroffene seit Jahren hingehalten. Die Erklärung ist einfach: Es sollen Luxusimmobilien mit horrenden Mieten im Grüngürtelumfeld ermöglicht werden. Dafür sollen unkommerzielle Kultur- und Sozialprojekte sowie die Menschen, die sie nutzen und in der Umgebung wohnen, verdrängt werden.
Wir fordern die Stadt nunmehr auf, die Ergebnisse der Veranstaltung vom 8. Juli zu akzeptieren, zu den Tatsachen zurückzukehren und in einen vernünftigen Dialog mit uns zu treten.

Was wir brauchen, ist eine Bestandsgarantie vor Ort.

Unsere Geduld neigt sich dem Ende.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
Köln, 10. November 2017

Resolutionstext vom 8.7.: https://az-koeln.org/resolution-buergerbeteiligungs-veranstaltung-stolzestrasse-8-7-2017/

Pressemitteilung vom 8.7.: https://az-koeln.org/presse-news/pm-az-demokratisiert-beteiligungsverfahren-projektleiter-verkuendet-planungsstopp-am-eifelwall/

Pressespiegel AZ Köln: https://az-koeln.org/pressespiegel/

 

PM: Autonomes Zentrum Köln verlangt Richtigstellung von Kölner Boulevardblatt

  • Autonomes Zentrum Köln verlangt Richtigstellung vom Kölner Express: Ein Angriff auf den Kölner Dom war nie geplant.
  • Die Redaktion hat dem Autonomen Zentrum Köln keine Stellungnahme ermöglicht.
  • AZ Köln fordert Ende der bundesweiten Kampagne gegen linke Projekte und den Schutz aller Menschen, die von rechter Hetze, Nazi-Terror und Polizeigewalt bedroht sind.
  • AZ kritisiert auch Grünen-Bezirksbürgermeister Andreas Hupke.

Mitten in den Bestrebungen des Autonomen Zentrums Köln (AZ), für die geplante Grüngürtelerweiterung berücksichtigt zu werden, veröffentlichte das Kölner Boulevardblatt Express am 12. August 2017 eine Titelgeschichte, die den guten Ruf der Autonomen in Köln stark beschädigt. Das Autonome Zentrum fordert deswegen vom Kölner Express eine Richtigstellung. Damit wehrt sich das AZ gegen die vielen Behauptungen, u.a. es stünden Aktionen gegen den Kölner Dom bevor. Das AZ hat bisher keine Gelegenheit erhalten, Stellung zu diesen Vorwürfen des Express zu nehmen.

Uli Rothfuß hierzu: „Die komplette Titelsotry ist eine Konstruktion aus Falschdarstellungen, ungeprüften Behauptungen, Fiktion und fiesester Stimmungsmache. Das ist eine neue Quaität der Desinformation. Der Express möchte offensichtlich mitsingen im Chor derjenigen, welche ihre Mitmenschen am liebsten entsorgt sehen wollen und Autonome Zentren bundesweit verdrängen möchten. Wir fordern ein Ende der bundesweiten Kampagne gegen soziale und kulturelle Projekte. Ehrenamtlich engagierte Menschen in der Stadt müssen vor rechter Hetze geschützt werden und verdienen Respekt hierfür.“

Deshalb halten wir es für den richtigen Weg, die Verleumdung des Express zurückzuweisen und stellen die nachfolgenden Hintergrundinformationen zur Verfügung:

Das AZ plant keine Aktionen gegen den Dom.
Das AZ steht für Basisdemokratie und eine gewaltfreie Gesellschaft.
Das AZ wurde vom Express nicht befragt.
Das AZ hat sich bisher an alle Verträge und Zusagen gehalten.

  1. Plant das AZ Aktionen gegen den Dom?
    Nein! Auf der Titelseite der Boulevardzeitung Express wird zwar behauptet, Autonome des AZ würde mit Angriffen auf den Dom drohen, doch diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage. Das AZ hat den Dom auch nicht im Visier, wie es im Innenteil auf Seite 30 weiter heißt. Als „Beweis“ hierfür soll ausgerechnet ein satirisches Transparent an der Frontseite des Gebäudes herhalten. Darauf ist zu lesen: „Nehmt ihr uns das AZ nehmen wir uns …“ Das Banner ist hinterlegt mit dem Dom als Kölner Wahrzeichen.
  2. Steht das AZ dem Historischen Archiv im Weg?
    Nein, das ist grundfalsch. Unser Gebäude steht 120 Meter neben dem bereits im Bau befindlichen neuen Standort. Das hätte den vier Redakteuren auffallen müssen, wären sie tatsächlich bei uns und vor Ort gewesen. Tatsächlich möchte die Stadt Köln eine Wiese anlegen. Das AZ bemüht sich um ein Konzept, um in den erweiterten Grüngürtel integriert werden zu können.
    Der Lageplan kann hier eingesehen werden: https://az-koeln.org/presse-news/fakt-or-fake-die-argumentationshilfe-fuer-unser-az-im-park/
  3. Steht das AZ für Gewalt oder bauten Autonome des AZ Kalk in der Vergangenheit Sprengfallen?
    Nein. Diese Vorwürfe nehmen wir sehr ernst und verweisen hier auf unserer Stellungnahme zu diesem Thema aus Januar 2017 ( https://az-koeln.org/presse-news/fakt-or-fake-die-argumentationshilfe-fuer-unser-az-im-park/ ).
    Die Express-Redakteure behaupten wider besseren Wissens, dass vor der Räumung in Kalk „linke Chaoten (…) Fallen installiert hätten, an denen sich die Einsatzkräfte hätten verletzen können“ Das stimmt nachweislich nicht und ist auch von offiziellen Stellen bereits widerlegt worden. Der Kölner Stadtanzeiger, mit dem sich der Express den Newsdesk teilt, hatte darüber auch ausführlich berichtet.
    Übrigens hatte selbst die Polizei Köln dem AZ erst kürzlich ein gutes Zeugnis ausgestellt und dies dem Rat der Stadt Köln auch so berichtet, auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im April 2017. In dem Ratsbericht heißt es, es gibt keine Hinweise auf Straftaten durch oder im Umfeld des AZ Köln. Bereits 2013 kritisierte die Kölner Polizei beispielsweise die Stadt Köln für ihren Umgang mit dem AZ in Kalk. ( http://www.ksta.de/az-kalk-polizei-kritisiert-raeumungsabsicht-12464146 ).
  4. Hat das AZ die Express-Aussagen für den Artikel kommentiert?
    Nein! Dem AZ wurde vom Express keine Gelegenheit eingeräumt, die Vorwürfe und Verdächtigungen zu entkräften oder richtig zu stellen. Es gab nicht einmal eine Presseanfrage an das AZ und folglich hat kein AZ-Sprechender ein Statement abgeben können. Die Redakteure Baumanns, Jocham und Pusch schreiben auf Seite 30, ein Autonomer habe orakelhaft „Belege“ für den unterstellten Angriff auf den Dom geliefert.  Es würde uns nicht wundern, wenn sich dies als eine freie Erfindung herausstellt. In keinen Fall ist dies eine AZ-Stellungnahme des hierfür zuständigen Pressebüros gewesen.
  5. Was ist dran an den Hintergrundinformationen des Bezirksbürgermeisters Hupke?
    Nichts! Die Express-Redakteure haben in ihrer „Beweisführung“ den grünen Bezirksbürgermeister Andreas Hupke aus einem anderen Stadtbezirk (Innenstadt) interviewt. Er lässt durch seine Aussagen das AZ als unseriös und unzuverlässig dastehen und bezichtigt uns des Vertragsbruchs.
    Das Autonome Zentrum Köln hat den Vertrag mit der Stadt Köln und alle Zusagen bisher eingehalten. Die guten Erfahrungen mit uns sind außerhalb der Express-Räume und des Büros des sich vergallopierenden Herrn Hupke stadtweit bekannt. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete zum Beispiel mit der Überschrift „Stadt hält Autonome für zuverlässig“ über unsere basisdemokratische Arbeit ( http://www.ksta.de/koeln/kalk/-kalk-autonomes-zentrum-stadt-haelt-autonome-fuer-zuverlaessig-909958 ). Erst im Februar überzeugte sich Helmut Frangenberg aus der Stadtanzeiger-Redaktion. Seine Erfahrungen mit dem AZ Köln hätte der Express hier nachlesen können: https://az-koeln.org/presse-news/medienecho-zur-kampagne-azbleibt.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
Köln, 01. September 2017