Das ist unser Haus! Gegen den Polizeiangriff auf das AZ Köln

Freitag, 13.05.22 | 18 Uhr (pünktlich) | Autonomes Zentrum Köln, Luxemburger Straße 93

Letzten Freitag (06.05.) sind Ordnungsamt und Polizei unter dem Vorwand der Ruhestörung mit einer Hundertschaft, Polizeihunden und unter Anwendung von Gewalt in das Autonome Zentrum Köln eingedrungen, haben Technik beschlagnahmt und Besucher*innen des zuvor beendeten Soli-Konzerts für Repressionsbetroffene der Klimagerechtigkeitsbewegung aus den Räumlichkeiten geprügelt. 
Kölns neuer Polizeipräsident Falk Schnabel hat uns demonstriert, wie er mit linken, selbstorganisierten Strukturen umgeht. 
Wir werden ihm demonstrieren, wie wir uns dem entgegenstellen: gemeinsam, entschlossen, konsequent. 

Denn: Das ist unser Haus! Kein Tag ohne!

Polizeieinsatz im Autonomen Zentrum

Gestern Nacht, am Freitag den 06. Mai, kam es am Autonomen Zentrum Köln bei einem Soli-Konzert für Repressionskosten zu einem provokanten und äußerst aggressiven Polizeieinsatz. Der angebliche Grund: Ruhestörung.

Die Bullen standen unmittelbar mit einer Hundertschaft vor dem AZ, drohten die Soundtechnik mitzunehmen und die Veranstaltung komplett zu räumen. Auf deeskalierende Kooperationsversuche Seitens der Veranstaltungsorganisation wurde kaum eingegangen. Jegliche Lösungsvorschläge zur Entspannung der Situation wurden vom ebenfalls anwesenden Ordnungsamt abgelehnt. Zeitgleich versuchte die Polizei, mittlerweile mit Schilden, Sturmhauben und kleffenden Polizeihunden, Personen im AZ und solidarische Passant*innen auf dem Gehsteig einzuschüchtern, ein sicherer und barrierefreier Fluchtweg war zu keiner Zeit gegeben. Anschließend eskalierte die Polizei die Situation: Als Gäste die Veranstaltung verlassen wollten, brachen die Bullen durch das Haupttor und drängten die Personen zurück ins AZ. Sämtliche noch anwesenden Besucher*innen wurden eingekesselt und unter Anwendung extremer Gewalt aus dem AZ geprügelt. Hierbei wurden mehrere Personen verletzt. Anschließend verweigerte die Polizei, sich bei der Beschlagnahme der Musikanlage von Personen der Veranstaltungsorga begleiten zu lassen. Der diensthabende Einsatzleiter verwies mehrmals darauf, dass die Maßnahme im Auftrag der Stadt Köln bzw. des Ordnungsamtes umgesetzt wurde.

Der Vorwurf der Ruhestörung diente gestern als vorgeschobener Grund für eine völlig unverhältnismäßige und aggressive Polizeimaßnahme. Offensichtlich vesucht Kölns neuer Polizeipräsident Falk Schnabel direkt zu Beginn seiner Amtszeit klar zu machen, mit welcher Aggressivität und Gewalt er gegen selbstorganisierte Kunst, Kultur und linke Politik vorgeht.  Einen solchen Angriff auf unsere Strukturen, unsere Gäste und unser Haus werden wir nicht unbeantwortet lassen. 

Finger weg vom Autonomen Zentrum!

ACAB

Antifa ConnAct: NIKA & Was tun mit Wahlplakaten?

jeden zweiten Donnerstag im Monat

Ihr wollt antifaschistisch aktiv werden und sucht dafür Verbündete? Ihr möchtet euch mit anderen Antifaschist*innen austauschen, connecten und aktiv werden?
Dann kommt am Donnerstag, den 14.04.22 ab 18 Uhr zur Antifa ConnAct ins Autonomen Zentrum Köln. Wir wünschen uns einen Ort, an dem ihr euch untereinander vernetzen, Verbündete suchen und finden könnt.

Da im Mai die Landtagswahlen in NRW stattfinden werden, möchten wir uns in diesem Monat mit der Mitmachkampagne Nationalismus ist keine Alternative (NikA) beschäftigen. Die Kampagne hat sich 2016 als Reaktion auf das Erstarken der noAfD gegründet und beschreibt den Aufstieg der Partei als Resultat eines gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks. NIKA kämpft also nicht bloß gegen die noAfD, sondern nimmt das politische Spektrum von der sogenannten gesellschaftlichen Mitte bis nach Rechtsaußen in den Blick. Was können wir von dieser Perspektive lernen und wo liegen Stärken und Schwächen dieser Betrachtung? Darüber möchten wir mit euch diskutieren.

Im Praxisteil beschäftigen wir uns diesem Monat mit Wahlplakaten und wie wir die Straßen von Rechter Propaganda freihalten können. Rechte Hetze lässt sich – egal wie hoch die Nazis sie hängen mögen – entfernen. Bringt also Lust auf Aktion mit!

Außerdem könnt ihr an der Theke Tickets für das Antifa Festival vom 28. bis zum 31.07. erwerben.

Die autonome KüfA (Küche für Alle) muss diesen Monat leider ausfallen.

Ihr habt Fragen, Ideen, einen theoretischen oder praktischen Themenvorschlag für die nächste ConnAct oder möchtet ein bisschen mit anpacken? Dann schreibt gerne vorab eine Mail an cologne-ag@riseup.net oder sprecht uns vor Ort an.

Die Corona Pandemie ist nicht vorbei und daher bitte wir euch geimpft (geboostert) zu kommen und wahlweise vorab einen Schnelltest zu machen, oder einen Selbsttest vor Ort durchzuführen. Wir haben Tests vorrätig.

Auf Ableismus, Antisemitismus, Rassismus, Rumgemackere, Sexismus, Transfeindlichkeit und anderem Scheisz haben wir keine Lust.

Gegen 19 Uhr starten Vortrag & anschließend der Workshop

Kommt vorbei und bildet Banden!

Gegen die Mitte der Gesellschaft und die noAfD!

Antifaschistische Gruppe [CGN] & Friendz*

Räumungsversuch – heute vor 11 Jahren

Wir erinnern uns.
Heute vor 11 Jahren kam es fast zur Räumung des Autonomen Zentrums durch die Bullen. Damals war das AZ noch in Köln-Kalk, und nach einem Jahr erfolgreicher Besetzung rückten Hundertschaften aus ganz NRW an, um uns gewaltsam zu räumen. Es kam fast zur Eskalation, der Wasserwerfer tropfte schon. Doch der damalige Polizeipräsident ließ die Räumung platzen, weil er befürchtete, es käme sonst zu wilden Straßenschlachten und zu neuen Besetzungen. 

Aus der kurzen Geschichte des AZs in Köln lässt sich bereits viel lernen: Besetzen lohnt sich. Denn von der Stadtpolitik kriegen wir unsere selbstverwalteten Räume nicht geschenkt. Und damals wie heute gilt: Wir werden für unser AZ kämpfen.
Wir lassen uns nicht ohne Widerstand wegplanen, verdrängen und auch nicht räumen.
Wir bleiben!

KEIN TAG OHNE!

Alle Jahre wieder – 12 Jahre AZ Köln

Ein paar Umzüge, einige ausgelaufene und verlängerte Verträge später und das Autonome Zentrum ist immer noch in Köln. Seit 12 Jahren besteht das AZ Köln nun schon und war von Anfang an ein wichtiger Freiraum für Kunst, Kultur und linke Vernetzung – und daran hat sich bis heute nichts geändert! Leider sind wir immer noch von Verdrängung bedroht: Unser aktueller Vertrag läuft Ende des Jahres aus und außerdem hat die Corona-Pandemie unsere finanzielle Lage stark verschlechtert.Die 12 Jahre wollen wir trotzdem umso lauter feiern und laden herzlich zum Geburstagswochenende ein.

Vom 22.4. – 24.4.2022 öffnet das AZ an der Luxemburger Str. 93 die Türen.

Das Geburtstagswochenende wird gefüllt durch ein abwechslungsreiches Programm aus Konzerten, Workshops, Vorträgen, Infoständen und vielem mehr. Damit keine Mägen leer bleiben müssen, stehen Kuchen und Kaffee, Getränke und Küfa (Küche für alle) bereit. Und damit auch die Kids nicht zu kurz kommen, gibts ne Kinderbetreuung. Das genaue Programm wird derzeit noch ausgearbeitet, wird hier aber nach und nach ergänzt.

Auch wenn wir für den Moment 12 Jahre AZ Köln feiern wollen, wir kämpfen weiter für den Erhalt des Autonomen Zentrums. Wir werden auch im nächsten und in allen darauffolgenden Jahren AZ Geburtstag feiern!

Kein Tag ohne! AZ bleibt!

Damit das Wochenende coronamäßig für alle möglichst sicher ist, werden wir die 2G++ Regelung einhalten.

Vorläufiges Programm:

Freitag, 22.4.

ab 17:30 Uhr open doors, Infotische, Essen & Trinken

18:00 Uhr Vortrag: „12 Jahre Autonomes Zentrum in Köln. Geschichte – Aktuelles – Perspektiven“

20:00 Uhr Konzerte: Angerboys (Punk aus Recklinghausen), Moral Bombing (Powerviolence aus Dortmund), tba., DJ*anes

Samstag, 23.4.

ab 13 Uhr: Tag der offenen Tür – Kaffee & Kuchen – Kino – Infostände – Workshops – Ausstellung – Kidsbetreuung – Abendessen evm.

14:00 Uhr „Awareness in der Praxis“ (von Tanzranzen)

14:00 Uhr Reading & Discussion: POETRY RIOT

15:00 Uhr Vortrag: „Profite schaden ihrer Gesundheit“ (von K2)

16:00 Uhr Queeres Speeddating (von Quak)

16:00 Uhr Die Neuzugänge in der Bibliothek (vom Infoladen)

16:00 Uhr Selbstverteidigung – FLINTA only (von den FLINTA Fighters)

16:30 Uhr Lesung von Marie Püffel von den Ros*innen

17:15 Uhr Vortrag: „Solidarische Anti-Knastarbeit und Trans* im Knast“ (von Solidarity1803)

17:30 Uhr Theater: „AFD BUNGABUNGA SCHWERIN“ (von Parasites-Ensemble)

18:00 Uhr Ein Blick ins autonome Zeitschriften-Archiv (vom Infoladen)

ab 18:00 Uhr Live-Musik & Konzerte

18:15 Uhr Vortrag: „Geschichte und Aktuelles zu Lützerath“

19:00 Uhr Abendessen (vom Suppen-Kollektiv)

Sonntag 24.4

Downtown-Rallye: Verschönern wir die Stadt!

Start von 13:30 bis 15:00 Uhr am AZ.

Packt Marker, Kreide, Luftballons und was Euch sonst noch zum Verschönern des Öffentlichen Raumen so einfällt ein!

Das AZ Köln braucht dringend Geld! Deshalb brauchen wir deine Spenden!

Das alte Thema ist leider wieder aktuell.

Die Corona-Pandemie hat auch im AZ die öffentlichen Angebote lange nahezu unmöglich gemacht. Zwar werden jetzt wieder kleinere Konzertabende, Infoveranstaltungen und Angebote wie die Lebensmittelrettung organisiert, doch finden diese unter Corona-Bedingungen nur eingeschränkt und in einem viel kleineren Rahmen statt. So wird es für uns immer schieriger, laufende Kosten zu decken.

Deshalb nun der etwas unangenehme, aber nötige Aufruf:

Her mit deiner Kohle, wenn du das AZ erhalten, unterstützen und fördern möchtest und kannst! Egal ob kleine oder große Beträge, jeder Euro zählt, um das AZ weiterhin als linken Freiraum in Köln erhalten zu können. Am liebsten gleich per Dauerauftrag – das verschafft uns etwas Planungssicherheit und viele kleine Daueraufträge können in der Summe Einiges bewirken. Aber auch eine einmalige Spende würde uns in der aktuellen Situation sehr helfen!

Die KEAs e.V. (Kölner Erwerbslose in Aktion) übernehmen netterweise die Spendenabwicklung für uns. Hier die Daten:

Die KEAs e.V. – IBAN: DE66 4306 0967 4031 8056 00 – BIC: GENODEM1GLS

GLS Gemeinschaftsbank – Verwendungszweck „Spende AZ Köln“(wichtig!!!)

Vielen Dank für Deine Unterstützung! Kein Köln mehr ohne AZ!

Sommer, Sonne Antifa – Kultur- & Politikfestival

Das Antifa Festival NRW findet auch diesen Sommer mit frischem Programm und ausgereiftem Hygienekonzept statt: Vom 28. bis 31. Juli 2022 in NRW

Ticket Vorverkauf:
Tickets bekommt ihr hier, bei der nächsten Antifa ConnAct am 14.04. im AZ oder per Mailanfrage an cologne-ag@riseup.net

Für genauere Infos checkt https://www.antifa.nrw/festival/

Tragt euch den Termin in eure Kalender ein, beantragt Urlaub und lasst die Vorfreude beginnen! Wir freuen uns auf eine spannende Zeit mit euch!

Bannerdrop am Stadthaus Köln

AZ Köln bleibt!

Supporter*innen des Autonomen Zentrums Köln haben heute ein 40 Quadratmeter großes Banner mit der Aufschrift „AZ Köln bleibt“ vom Parkhaus eines städischen Verwaltungsgebäudes in Köln Deutz entrollt. 
Das Autonome Zentrum Köln kämpft seit der Entstehung vor 12 Jahren um seine Existenz und musste bereits mehrfach umziehen. Aktuell will die Stadt Köln, dass das AZ an der Luxemburger Straße dem Gentrifizierungsprojekt Parkstadt Süd weicht und Platz für Rollrasen macht. 
Seit Jahren verhandelt das Autonome Zentrum mit der Stadtverwaltung um einen dauerhaften Standort des AZs, seit Neuestem im Stadthaus Deutz – bisher ohne nennenswertes Ergebnis.
Auch wenn die Verhandlungen schleppend verlaufen, eins ist klar:

AZ Köln bleibt!
Wir lassen uns nicht vertreiben!
Nehmt ihr uns das AZ, nehmen wir uns die Stadt!

Kein Tag ohne!

Anarchistisches Forum: Antimilitarismus (01.04.)

Beim nächsten offenen Treffen des Anarchistischen Forums Köln
möchten wir aus aktuellem Anlass über das Thema Antimilitarismus diskutieren.

Fr 01.04., 19 Uhr, im Autonomen Zentrum,
Luxemburger Str. 93, U18: Eifelwall/Stadtarchiv
(Hygienekonzept: 2G+Test, sowie AHA+L)

Einige interessante Hintergründe zum anarchistischen Kampf gegen Krieg und Militär:
https://www.anarchismus.at/texte-antimilitarismus

Bekanntmachung des Aufbaus einer autonomen, queerfeministischen Struktur auf dem Kölner Wagenplatz „Wem gehört die Welt“:

Liebe Mitbewohner*innen, Freund*innen, Mitkämpfer*innen, Feminist*innen,

wir freuen uns, euch heute am 8. März bekanntzugeben, dass wir eine autonome queerfeministische Struktur auf unserem Wagenplatz aufbauen. Grund dafür sind die herrschenden patriarchalen Strukturen hier auf dem Platz.
Wir sind verzweifelt, wir sind wütend, kurz gesagt: Uns Mitbewohner*innen auf „Wem gehört die Welt?“ geht es seit geraumer Zeit richtig scheiße. Wir fühlen uns eingeschüchtert, allein gelassen, wir trauen uns nicht mehr, uns auf dem Wagenplatz frei zu bewegen und unsere Meinung zu sagen. Diese Gefühle beruhen auf Erfahrungen mit einigen Mitbewohner*innen des Platzes, die patriarchal-unterdrückendes Verhalten an den Tag legen. Wir wurden bedroht, diskreditiert, uns wurde der „Mitbewohner*innenstatus“ abgesprochen und wir wurden immer wieder durch aggressives Auftreten von Mackern eingeschüchtert.
Wir erleben dieses Verhalten als psychische Gewalt, die wir uns nicht mehr gefallen lassen. Dadurch, dass alle Konflikte zwischen den Mackern und anderen Mitbewohner*innen zur „Privatsache“ erklärt werden, wird ein strukturelles patriarchales Unterdrückungssystem erhalten.
Wer widerspricht, hat Repressionen durch soziale Ausgrenzung zu befürchten. Unbequeme FLINTA* und Allies wurden weniger ernst genommen oder durch Gerüchte, Mobbing und Drohungen mundtot gemacht. Solidarität mit den Betroffenen findet nur im privaten, geschützten Rahmen statt. In Gemeinschaftssituationen und auf dem Plenum wird zu den Angriffen geschwiegen und diese sogar verteidigt.
Klärungsversuche verschiedener Art sind bisher gescheitert: Gespräche wurden verweigert oder dazu genutzt, um verbale Gewalt auf die Betroffenen auszuüben.
All das führt dazu, dass wir uns als Betroffene zurückgezogen haben und immer seltener an Gemeinschaftsaktionen und am Plenum teilnehmen konnten. Denn wir sind daran ausgebrannt; trotzdem immer wieder den Mund aufzumachen, trotzdem das, was uns wichtig ist zu benennen, trotzdem füreinander einzustehen… .
Wir haben keinen Bock mehr, unsere Energie zu verbrauchen, den Repressionen, die folgen, standzuhalten!
Deswegen organisieren wir uns ab jetzt autonom, um unser Zusammenleben aktiv profeministisch zu gestalten.
Wir lassen uns nicht weiter in unseren Kämpfen individualisieren und einschüchtern, sondern holen uns unsere Handlungsfähigkeit zurück.
Indem wir unseren Struggle sichtbar machen, finden wir Solidarität im feministischen Außen.
Wir solidarisieren uns mit allen kämpfenden FLINTA* auf Wagenplätzen, in Hausprojekten, auf den Straßen und überall.
Wir freuen uns, dass wir ab heute eine autonome Struktur haben.