Bundesweiter Aufruf zum wütenden Räumungsauftakt

Am 01. August in Berlin gemeinsam und entschlossen auf die Straße

ALLE Räumungen verhindern:
Liebig34, OMZ, AZ Köln, Syndikat44, Rigaer94 und alle Ungenannten – Wir bleiben Alle! Sabotieren wir die herrschenden Verhältnisse! Für die Stadt von Unten!

„Bundesweiter Aufruf zum wütenden Räumungsauftakt // Räumungen – Abschiebungen – Faschisierung – Raus aus der Defensive – Demonstration am 01.08.2020 – 20 Uhr – Berlin-Herrfurthplatz

Nicht erst seit Corona sind die Zeiten rau. Die Faschisierung der Gesellschaft schreitet voran. Damit einhergehend wird gebetsmühlenartig die Gefahr des Sozialismus und der Hass auf alles Linke heraufbeschworen. Die Hufeisentheorie erfreut sich größter Beliebtheit. Unter dem Deckmantel totalitärer Theorien und fernab jeglicher Fakten wird eine stetige Gleichsetzung zweier angeblich gleicher Extreme gegen einer herbeihalluzinierten bürgerlichen „Mitte“ betrieben. Diese liberal-bürgerliche Gleichsetzung von Sozialismus und Faschismus hat gewisserweise Tradition in Deutschland, ebenso die Kollaboration dieser bürgerlichen „Mitte“ mit dem Faschismus, um mit ihm gegen den Sozialismus, oder gegen all das, was sie als sozialistische Gefahr begreifen, vorzugehen. So auch in ihrem Antifeminismus, einer weiteren Schnittstelle zwischen „bürgerlich-konservativen Mitte“ und Faschisten, welcher darauf abzielt, in der Aufrechterhaltung der binären Geschlechterordnung die konservativen Vorstellungen ihrer Herrschaftsordnung zu erhalten und dazu versucht Errungenschaften feministischer Bewegungen zurückzudrehen.

Faschistische Terroranschläge in Hanau und Halle, Rechte Netzwerke die sich organisieren & bewaffnen, bewaffnete Faschisten im Staatsapparat die sich auf einen Bürgerkrieg vorbereiten, Geheimdienstliche und staatliche Verstrickungen in den NSU die unter Verschluss gehalten werden. Diese Liste ließe sich ohne Weiteres verlängern. Die faschistische Gefahr ist real.

Dazu gesellt sich eine EU-Außenpolitik die auf Abschottung setzt -nachdem der Deal mit dem Erdogan Regime die Drecksarbeit die letzten Jahre in die Türkei oder nach Libyien ausgelagert hat- sehen sich Geflüchtete nun an Europas Außengrenzen erneut bewaffneten Milizen von Grenzpolizei, Frontex und faschistischen Gehilfen ausgeliefert. Nicht nur im Namen der EU auf den griechischen Mittelmeerinseln, sondern auch mit dem deutschen Lagersystem setzt Deutschland auf das Mittel des Terrors durch Isolation, psychische/ physische Gewalt und Abschiebung. Die vergeblichen Appelle die Menschenrechte zu achten, wie es Unteilbar tut, werden belächelt.

Ob bei den Wahlen und damit verbunden dem sogenannten „Dammbruch“ in Thüringen oder den harschen Reaktionen der Immobilien Lobby, der liberal-konservativen Politischen Klasse und den Springer Schmierblättern auf den Berliner Mietendeckel haben einmal mehr gezeigt. Die herrschende Klasse der BRD fürchtet alles Linke mehr als den Faschismus. Weil wir eben das Privateigentum an Produktionsmitteln und die Profitinteressen der herrschenden Klasse abschaffen wollen, sprich an den Grundfesten dieser bürgerlichen Ordnung rütteln möchten. Denn die herrschende Ordnung ist nicht der Status quo, dem es gegen all diese Gefahren zu verteidigen gelte, sondern ist den drohenden Katastrophen als Bedingung voraus.

Wir leben in Krisenzeiten, die sich durch die globale Pandemie weiter zuspitzt. Während sich auf der einen Seite ein unglaublicher Reichtum angehäuft hat, rutschen immer mehr Menschen in prekäre Lebensverhältnisse ab. Die Stagnation von Reallöhnen und die Verschlechterung von Arbeitsverhältnissen sorgten schon vor Corona für eine soziale Ungleichheit wie vor zuletzt 100 Jahren. Der Kapitalismus lässt die Corona-Krise für viele von uns zu einer existenzbedrohenden Angst werden. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten werden sichtbarer denn je. Während Millionen von Arbeiter*innen sich in Kurzarbeit befinden und auf einen großen Teil ihres Lohns verzichten müssen, werden Milliarden für die Rettung von großen Konzernen verpulvert. Hinzu kommt der kapitalistisch verfasste Mietenwahnsinn, dieser Profitmaschine der Eigentümer*innen unserer Wohn- und Lebensräume. Während die Eigentümer*innen von Immobilien massive Gewinne einfahren hat ein großer Teil der Bevölkerung auch mittels drastisch steigender Mieten mit einer Verschlechterung der Lebensverhältnisse zu kämpfen. Zu allem Übel sollen auch während der Pandemie die Mieten und somit auch die Gewinne für die Eigentümer*innen weiter fließen, während für uns ein großer Teil der Einkommen wegbrechen. Die Folgen: Verdrängung, in letzter Konsequenz durch Polizeiknüppel per Zwangsräumung. Die Neoliberalisierung der Wirtschaft, die Privatisierung staatlicher Dienstleistungen sowie der sukzessive Abbau von Sozialleistungen bescheinigen eine Erfolgsgeschichte eines Klassenkampfes von oben, eine permanente Enteignung unserer Lebensgrundlagen. Diese wird sich im Zuge der Krise weiter verschärfen, es stehen Angriffe auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht bekannten Ausmaßes bevor, wenn es darum gehen wird, die Kosten für die Rettung des kapitalistischen Wirtschaftssystems auf uns abzuwälzen.

Das ständige Geschwafel von einem linken Extremismus und linker Gewalt täuscht dabei über diese immanente und kontinuierliche Gewalt der herrschenden Verhältnisse hinweg. Gerade deshalb dürfen wir uns nicht aus vorauseilendem Gehorsam von der bundesweiten Medienlandschaft und den politischen Entscheidungsträgern die Mittel unseres Kampfes vorschreiben lassen.
Der Staat, in Form seiner Polizei, hat es nahezu perfektioniert Demonstrationen repressiv zu kontrollieren. Da wir uns als Teil einer politischen Bewegung begreifen, die den bürgerlich-kapitalistischen Staat überwinden möchte, dürfen uns die Angriffe der Institutionen, die dazu da sind, um uns zu bekämpfen nicht wundern, jedoch muss es uns endlich gelingen dieser entstandenen Ohnmacht etwas entgegen zu setzen.

Denn:
In diesen rauen Zeiten, in denen die radikale Linke marginalisiert und schwach, ja fast schon ohnmächtig um Anschluss kämpft, sehen wir ganz akut eine ganze Reihe an emanzipatorischen selbstverwalteten Räumen und Projekten in Gefahr. Es steht nicht weniger auf dem Spiel, als eine ganze Reihe an Orte linksradikaler Vernetzung, Organisierung und Zusammenkommens gegen diese Gesamtscheiße.
All diese Projekte sind ein Bild aus der Zukunft, einer Zukunft ohne Ellenbogen und Verwertungsdruck, ohne „Survival of the fittest“ oder Ausschluss der Schwächsten. All diese Projekte waren und sind Orte eines solidarischen, unkommerziellen, widerständigen und selbstverwalteten Miteinanders. Und nun droht vielen dieser Orte in kürzester Zeit das Aus.

Nicht nur das Syndikat ist akut bedroht, in allen Ecken Berlins stehen Hausprojekte, Jugendzentren, alternative Lebensformen und andere Kollektivkneipen vor dem Aus. Täglich werden Mieter*innen aus ihren Wohnungen zwangsgeräumt oder werden anderweitig gezwungen um- oder gleich wegzuziehen.
Das anarcha-feministische Hausprojekt Liebig34, samt Veranstaltungsraum und Infoladen droht nach fast 30 Jahren zu verschwinden. Das selbstverwaltete Jugendzentrum Potse hält seine Räumlichkeiten seit Beginn des letzten Jahres besetzt und erwartet seine Räumung. Hier sollen fast 40 Jahre selbstorganisierte und unkommerzielle Jugendarbeit in die Ungewissheit verschwinden. Die Kollektivkneipe Meuterei, ein wichtiger Anlaufpunkt im immer aufgewerterteren Reiche-Kiez in Kreuzberg soll nach über 10 Jahren raus. Das Wohnprojekt Rigaer94 befindet sich im Dauerfeuer seitens seiner dubiosen Eigentümer und des Staates.

Solange wir in einer Gesellschaft leben, die der Logik der Kapitalverwertung folgt und Wohnraum als Waren gehandelt werden, um Profit zu erwirtschaften, wird sich die Verdrängungsspirale in der Stadt weiterdrehen. Aufwertung, Verdrängung und Zwangsräumungen verwandeln unsere Kieze mit lebendiger Kiezkultur in tote, entfremdete und lebensfeindliche Orte der Verwertung. Ein Bild aus der zu verhindernden Zukunft der Stadt der Reichen lässt sich schon heute am Potsdamer Platz begutachten. Unser gemeinsamer Kampf muss daher auch einer gegen die bestehenden Eigentumsverhältnisse und für die Vergesellschaftung von Wohnraum und Produktionsmitteln sein, damit unsere existenziellen Grundbedürfnisse wie das nach sicherem und bezahlbarem Wohnraum, kein Spielball eines Verwertungsinteresses mehr ist.

Die Zeit wird knapp, die Mittel scheinen begrenzt. Die Räumung des Syndikats soll den Auftakt einer ganzen Reihe von Räumungen in Berlin bilden. Daher rufen wir alle, die sich nicht mit den herrschenden Verhältnissen abfinden wollen dazu auf, am Samstag vor der angepeilten Räumung des Syndikats, am 01.08.2020 um 20 Uhr zu einer wütenden und entschlossenen Demo zu versammeln. Kommt von überall organisiert und vorbereitet zur Demonstration, bildet Bezugsgruppen, bringt Transparente mit, achtet auf Ankündigungen. Die Demo wird, was wir gemeinsam daraus machen. Den Masterplan dazu gibt es nicht, aber es ist Zeit neues auszuprobieren bzw. auf früher Bewährtes zurück zu greifen. Denn es lässt sich sagen, dass eine weitere Demo mit der Ohnmachtserfahrung Wanderkessel für uns keine Option sein kann.

Sabotiert die herrschenden Verhältnisse! Für die Stadt von Unten! Wir bleiben Alle!“

Quelle: https://de.indymedia.org/node/91172?fbclid=IwAR3ggff9LfjlSPzghGYEBXsL-Mr8iAoQljZtNTdGszo5NL6Cib7XxBtKRjs

Live Acts gegen Rassismus / Irkçılığa karşı canlı gösteriler

Herkesin Meydani – Platz für Alle
Sonntag, 12. Juli 2020, 13 Uhr
Ecke Keupstraße/Schanzenstraße, Köln-Mülheim
Gastgeberin: Herkesin Meydanı – Platz für Alle

Öffentliche Lesung und Musik
mit Esther Dischereit, Dogan Akhanli und Mehmet Akbas

„An der Ecke Keupstraße/Schanzenstraße soll ein Mahnmal als Ort der Begegnung auf dem bislang unbebauten Areal des ehemaligen Güterbahnhofs entstehen. […]
Wir warten nicht, bis das Vorhaben an dem Ort, der von Nazi-Terroristen angegriffen wurde, realisiert wird. Wir schaffen dort schon jetzt einen Platz für Alle, der Rassismus anklagt und Solidarität ermöglicht.“

Türkische Übersetzung & weitere Infos siehe Facebook Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/3728590030491187/

#wirhabenplatz #leavenoonebehind

*Gemeinsamer bundesweiter Aktionstag am 5. April zur Evakuierung der griechischen Lager*

In den Lagern auf den griechischen Inseln müssen weiterhin über 40.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen ausharren. Die deutsche Regierung muss jetzt handeln, sie muss jetzt evakuieren! Und sie kann es: Weltweit wurden Zehntausende deutsche Tourist*innen mit Flugzeugen zurückgeholt. Wir fordern eine Evakuierung von den griechischen Inseln, denn mehr als 140 aufnahmebereite Sichere Häfen sagen: #WirhabenPlatz!
Und auch der Rat der Stadt Köln hat Köln zu einem sicheren Hafen erklärt. Diesen Worten müssen endlich Taten folgen. Deswegen werden wir auch in Köln Spuren hinterlassen. Und wir sagen schon jetzt: Wir kommen und wir kommen wieder – bis die Inseln evakuiert sind. Wir lassen niemanden zurück!

Sommer, Sonne, Antifa

Hallo liebe Azzen and Friends!

In weniger als einem Monat ist es so weit: Das Antifa-Camp für NRW und RLP findet vom 3.-6. August im Rheinland statt. Am 22.7. gibt’s eine schöne Solisause dafür hier im AZ, bei der wir uns über euren Besuch freuen. Das Campprogramm ist nun auch online und Tickets könnt ihr z.B. im Café Fatsch und dem SSK Salierring kaufen.

„In Zeiten des stetigen gesellschaftlichen Rechtsrucks ist eine antifaschistische Bewegung nötiger denn je. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem diese zusammenkommen kann und laden euch deshalb zum Antifa-Camp im Rheinland ein.

Wir, das sind Antifaschist_innen aus Gruppen in diversen Klein- und Großstädten in NRW und Rheinland-Pfalz. Abseits des Alltags wollen wir uns gemeinsam mit euch Zeit nehmen für Debatten und eine Vernetzung untereinander.

Über vier Tage (Donnerstag bis Sonntag) bieten wir euch Vorträge, Workshops, Diskussionen, Vernetzung, Kultur und natürlich viel Zeit zum Austauschen und einander Kennenlernen. Wir richten uns sowohl an unorganisierte Interessierte ohne Vorerfahrung als auch an Menschen, die schon seit Jahren antifaschistisch aktiv und organisiert sind. Die Vermittlung von Grundkenntnissen (Antifa-Basics) werden ebenso Teil des Programms sein wie Angebote zur inhaltlichen Vertiefung, Diskussionen zu aktuellen Themen und Aktionstrainings für den Widerstand auf der Straße.“

Alle weiteren Infos zum Camp findet ihr auf: www.antifa.camp

Ein Kessel Buntes – Soliparty & -Konzert

Für den guten Zweck laden unsere Freund_innen der AG [cgn] zu einem grandiosen Konzert- und Partyabend ein. Auf 2 Floors gibt es Elektro-Party bis Punk-Konzert, nebenbei erwarten euch ganz viel Sekt, Mate und andere kühle Köstlichkeiten! [AZ-Kalender| FB Event]

BLACK BLOCK GOES KESSEL:
Hintergrund und Zweck der Soliveranstaltung sind Repressionen seitens der Staatsgewalt und Justiz gegen Genoss_innen, die im Rahmen der Proteste gegen die Nazidemos am 1. Mai 2016 in Bochum und am 4. Juni 2016 in Dortmund aktiv waren. Zeigen wir uns gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Unterstützer_innen solidarisch!

Darüber hinaus soll mit den Einnahmen die Arbeit der Roten Hilfe unterstützt werden, sie ist u.a. mit den Nachwirkungen des Polizeikessels am Kölner Neumarkt vom 7. Januar 2017 beschäftigt und stellt zum AfD Bundesparteitag Anwält_innen zur Verfügung, damit dem gesetzeswidrigen Verhalten der Polizei in Köln größtmögliche Schranken gesetzt werden können.
BLACK BLOCK GOES BUNT:
Am 11. März öffnen wiri für diese unterstützenswerte Veranstaltung unsere Pforten (ab 19 Uhr). Neben fünf Bands (von Indie, Punk, Hardcore und Rap) bieten wir auch eine solide Aftershowparty mit Fokus auf poppige & elektronische Klänge. Der Sekt ist schonmal kaltgestellt!
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Doors: 19 Uhr
Beginn: 20 UhrLINEUP:Bands:
Allein der Tag
Ravaged
Circlesquaretriangle
Los Bitchos Bartos
Dave & MightyAn den Decks:

El Mariachi
DJane Miau
Rémi Gallego
Aesthetik & Zerstoerung

PS: Hier geht es zur Facebook-Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/629769870552473/
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Sagt euren Freund_innen bescheid und schaut vorbei, wir freuen uns auf euch!

Infos zu den anstehenden Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag findet ihr hier:
Convergence Center des Autonomen Zentrums
https://noafd-koeln.org/
https://nationalismusistkeinealternative.net/nrw/

 

Rettet den Bauwagenplatz „Wem gehört die Welt“ in Köln! Noch 7 Tage!

An alle Kölner: Please sign & share!

Es fehlen noch ein paar Unterschriften aus Köln für den Erhalt des
Bauwagenplatzes „Wem gehört die Welt“ und es wäre doch schade, die erforderliche Anzahl an Stimmen knapp zu verfehlen. Wer sich also noch nicht eingetragen hat, kann es gerne machen.

https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-bauwagenplatz-wem-gehoert-die-welt-in-koeln-alternatives-wohnen-und-unkommerzielle-kultu

Rettet den Bauwagenplatz „Wem gehört die Welt“ in Köln!

Im Zuge der Innenstadtverdichtung soll der Bauwagenplatz an der
Krefelder Strasse verschwinden. Während wir erst aus der Zeitung von dieser Entwicklung erfahren haben, steht der ASB (Arbeiter Samariter Bund) bereits als Investor in den Startlöchern.

Die nächsten Ratssitzungen sollen über unsere Existenz entscheiden.

Dabei interessieren sich immer mehr Menschen für „alternative
Lebensformen“ und suchen nach Ausflüchten aus dem anonymen
Großstadtdschungel. Was die Stadt daher braucht um für viele Menschen
lebenswert zu bleiben sind mehr, und nicht weniger Freiräume.

Begründung:

Die Stadt Köln möchte das Gelände Krefelderstr. 0, auf dem sich der
Bauwagenplatz befindet verkaufen. Damit würden wir, die BewohnerInnen des Bauwagenplatzes, unseren über 27 Jahre gewachsenen alternativen Wohnraum verlieren.

Auf unserem Platz finden zahlreiche unkommerzielle Veranstaltungen statt. Dazu gehören Konzerte sämtlicher Musikrichtungen, Lesungen, Ausstellungen, Partys, Kneipenabende, Filmabende, Möglichkeiten für Bands zu proben, oder sich anders künstlerisch zu betätigen. Über die Jahre haben zahlreiche Menschen aus allen Bevölkerungsschichten in akuten Notsituationen bei uns Unterkunft und Hilfe gefunden. Nicht zuletzt haben wir einen Beitrag zur Flüchtlingshilfe geleistet, zu einem Zeitpunkt zu dem dies noch nicht auf der täglichen Agenda stand. Kinder sind auf unserem Platz geboren worden und wachsen hier glücklich auf.

Im Alltag und im Zuge von Veranstaltungen engagieren wir uns gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus, Homo- und Transphobie sowie gegen Antisemitismus. Regelmäßig interessieren sich Studierende verschiedener Fachrichtungen, von Architektur über Fotografie bis hin zur Psychologie, für die Strukturen auf dem Platz, die Wagen, und unsere Gemeinschaft.

In all den Jahren ist der Bauwagenplatz an dieser Stelle zu einer
Institution geworden, der das soziokulturelle Angebot der Stadt
erweitert und Angebote ermöglicht, die es in dieser Form sonst nicht
geben würde.

Jede Stadt und alle Menschen brauchen Freiräume, sie sind für die
Entwicklung unserer Gesellschaft unabdingbar. Darüber hinaus ist dies unser Zuhause.

Wir fordern daher mit Nachdruck die Stadt Köln und den ASB auf, den Bauwagenplatz an der Krefelder Strasse erhalten! Dafür brauchen und wir eure Unterstützung!

MER BLIEVE IN UNSREM VEEDEL!!

http:/www.wemgehoertdiewelt.blogsport.de/

Oranjehof – Besichtigungsaktion beendet

Soliaktion der SSM (sozialistischen Selbsthilfe Köln-Mülheim)

Wir waren heute wie angekündigt an dem Gelände Neusser Landstraße, um Besuchern und Gästen zu zeigen, daß dieses leerstehende städtische Gelände als Alternative für das „Autonome Zentrum“ taugt.

Als wir schon vor dem Gelände waren, erhielten wir einen vertraulichen Anruf, indem uns mitgeteilt wurde, daß die Stadt Köln dieses Gelände vor einigen Tagen, nämlich am 08. Juli an einen Waldkindergarten für 250.000€ verkauft hat.

Als die Wohnungsversorgungsbetriebe (WVB) der Stadt Köln vor drei Jahren in der Neusser Landstraße obdachlose Punker unterbringen wollten, erklärte die CDU, daß dies nicht in Frage käme. Die Grünen in einer Koalition mit den Christdemokraten gehorchten und lehnten die Unterbringung einer „weiteren“ Problemgruppe in Chorweiler ab.

Damals wurde als Alternative ein Kindergarten ins Spiel gebracht. Nachdem die WVB auf die Unterbringung der Punker in Chorweiler verzichtet hatten, hörte man von dem Kindergarten nichts mehr.

Jetzt, wo auch andere die Neusser Landstraße als Ausweichquatier für das AZ ins Gespräch gebracht haben, hat der Bezirk Chorweiler endlich ernst gemacht, und den jahrzehntelangen Leerstand beendet.

Wir freuen uns für den Waldkindergarten und hoffen, daß er ganz normalen Kindern aus Chorweiler offenstehen wird und nicht nur den neuen Mittelschichten.

Eine Lehre haben wir deshalb aus unserer Aktion heute gezogen: Wir kennen noch weitere städtische Gelände, die leerstehen. Wenn wir auch auf diese aufmerksam machen, dann wird das Schreckgespenst AZ die Stadt wohl dazu bewegen, auch für diese Gelände endlich eine sinnvolle Nutzung zu finden.

Erschreckend aber ist für uns der Wille zur Konfrontation und Eskalation innerhalb der Stadt, der jede einvernehmliche Lösung mit dem AZ verhindert. Wir fragen: Wissen diese Politikerinnen und Politiker eigentlich, was sie tun?

Wir fordern weiter eine Verhandlungslösung und den Verzicht auf eine gewaltsame Räumung.


Ansprechpartner und v.i.s.d.P.: Rainer Kippe, SSM, mobil 0160-97949220,
www.ssm-koeln.org, Düsseldorfer Str. 74, 51063 Köln, den 26.07.2013

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Zur Vervollständigung ist hier unsere erste Infomation nachzulesen.

SSM-Information vom Freitag, den 16.07.2018 um 13:30 Uhr

Kultur statt Leerstand

Seit über einem Jahr schwelt in unserer Stadt ein Konflikt, der droht, zu explodieren und für die Menschen und das Gemeinwesen einen Schaden anzurichten, der schwer abzuschätzen ist. Wir meinen den Konflikt um die Ersatzlösung für das sogenannte “Autonome Zentrum“ in Kalk, das AZ. Dieser Konflikt droht sich gewaltsam zu entladen und ein wichtiges Gut zu beschädigen: Das friedliche Zusammenleben der Menschen in Köln. Viele Bürger, von den Parteien bis zu den Kirchen, versuchen diesen Konflikt friedlich beizulegen. Sie wollen erreichen, dass die Stadt den jungen Leuten ein Ausweichgrundstück anbietet, auf dem sie ihre Kulturarbeit fortsetzten können.

Andere, und das sind vor allem die Verantwortungsträ-ger, sehen sich seit über einem Jahr angeblich außerstande, ein solches Grundstück zu finden.

Wir fürchten, dass hier – unter dem Deckmantel der angeblichen Ratlosigkeit – Kräfte am Werk sind, die gar keine Lösung wollen, sondern auf Eskalation setzen. Um sich als Ordnungshüter aufspielen zu können oder auf andere Weise ihr politisches Süppchen zu kochen. Auf dem Rücken auch der Polizei, die auch ohne die Räumung von Hausbesetzungen in Köln genug zu tun hat und kaum Wert darauf legt, wiedermal als Büttel für eine verfehlte Politik herhalten zu müssen. Denn jeder, der mit offenen Augen durch die Stadt geht oder mit anderen Menschen spricht, weiß, dass es in Köln immer noch genügend geeignete Gelände und Gebäude gibt, die leerstehen.

Eines davon ist das Hausgrundstück Neusser Landstraße 42. Es gehört der Stadt Köln und steht seit Jahren leer. Es hat keine unmittelbare Nachbarschaft und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Es liegt landschaftlich reizvoll in der Nähe des Fühlinger Sees und ist mit seinen Anbauten groß genug, um ein Kulturzentrum betreiben zu können. Die in der Nähe gelegene „Kantine“ beweist, dass man auch in dieser Ecke Kölns erfolgreich Kultur machen kann.

Wir laden für heute Freitag, den 26.Juli, und für den morgigen Samstag zur Besichtigung des Geländes ein, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, dass es in Köln zur gewaltsamen Räumung des AZ durchaus friedliche Alternativen gibt – man muss sie nur wollen.

Wir sind überzeugt, dass nach der Besichtigung andere sich genauso fragen werden wie wir, warum die Stadt Köln dem AZ dieses Gelände nicht anbietet.

Denn Gewalt ist keine Lösung.

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Ansprechpartner und v.i.s.d.P.: Rainer Kippe, SSM, mobil 0160-97949220,
www.ssm-koeln.org, Düsseldorfer Str. 74, 51063 Köln, den 26.07.2013

Solidarität mit dem AZ Köln

Liebesgrüße aus dem Bergischen… Das Wuppertaler AZ grüßt das AZ Köln!

Autonome Zentren sind etwas wunderbares, spannendes, wildes, anstrengendes, manchmal zur Verzweiflung treibendes, nettes, freundliches, kreatives, chaotisches, lebendiges, fröhliches, solidarisches und vor allen Dingen notwendiges!

Wo sonst sollen wir versuchen unseren Träumen, von einer anderen Welt, von einem anderen Leben im hier und jetzt, ein Stück näher zu kommen? Wo sonst kann sich soviel frei entwickeln, ohne das es um direkte Verwertbarkeit geht? Wo sonst können wir versuchen zu lernen im Alltag besser und solidarischer miteinander umzugehen? Bei allem Kampf und Krampf im Politalltag, den wir aus unseren Zentren kennen, stecken in der Idee autonomer Zentren wahnsinnige Möglichkeiten und wenn wir die Möglichkeiten eines Tages nutzen, können wir die Welt mit aus den Angeln heben.

Das führt natürlich dazu, dass die etablierte Politik versucht unser Leben in und um unsere Zentren zu stören oder am liebsten durch Räumungen zu unterbinden.

Auch, dass die Kölner SPD kein AZ in einem Stadtteil haben möchte, der für sie als „Problemstadtteil“ gilt, ist folglich logisch. Die Veränderungen, die euer großes, breit aufgestelltes, vor Leben, Kunst und Chaos sprühendes Zentrum in Köln, in einem Stadtteil wie Kalk bringen kann, sind eben nicht Aufwertung und damit Verteuerung von Mietraum und die ganze Scheisse, sondern können im Gegenteil die Widerständigkeit vor Ort vergrößern und ihr einen Ort geben.

Dass eure SPD-Politkader jetzt jammern, weil einige direkte Aktionen gegen sie laufen, freut uns auch in Wuppertal sehr. Aber den Aufriss und die Vergleiche, die sie dabei bringen, finden wir erschreckend und zynisch. Wir fragen uns: Haben die soviel Angst vor dem schönen Leben?

Und wir fragen sie: Wer hat die Kriege gegen Jugoslawien und Afghanistan geführt? Wer ist verantwortlich für Hartz IV und die unmenschliche und mörderische Behandlung von Flüchtlingen? Wer zeichnet sich in vielen Städten durch eine Wohnungspolitik aus, die dafür sorgt das Menschen aus ihren Vierteln gedrängt werden und das – nicht nur beim AZ – der_die Gerichtsvollzieher_in vorbei schaut? Und, und, und… die Liste würde sehr lang werden.

Diese Politik, dieser Kapitalismus, diese ganze Scheisse kotzt uns nur noch an, und wir halten unsere Träume dagegen. Und wir haben noch lange nicht ausgeträumt.

Ihr könnt euch drauf verlassen: Gemeinsam werden wir am Tag X viele sein. Wir werden viele sein, die hinter euch stehen – und nicht nur hinter euch, sondern auch neben und vor euch, wenn es nötig ist.

Kein Tag ohne!

Lets make some trouble:
Freiräume erkämpfen und verteidigen – überall!

Geschichtsunterricht für Ott!

Liebe, Kraft, Kreativität, Wut und Solidarität aus Wuppertal nach Köln…

Lehrende und Studierende der HfMT fordern sofortigen Verzicht auf bevorstehende Räumung

Pressemitteilung

Erst kürzlich hatten sich Lehrende und Studierende der HfMT Köln in einem
offenen Brief an den Rat der Stadt Köln gewandt und den Erhalt des Autonomen
Zentrums als kulturell wertvollen Freiraum gefordert.
(http://az-koeln.org/offener-brief-von-lehrenden-und-studierenden-der-hfmt-koln-an-den-ob-und-den-rat/)

Die Empörung unter den jungen Kulturschaffenden darüber, daß die
Politik ihre Appelle ungehört läßt, ist groß. Neben der
renommierten Hochschule für Musik und Tanz hatten sich eine Vielzahl weiterer
kultureller und sozialer Institutionen mit dem Autonomen Zentrum solidarisiert.

Die Erklärung der Lehrenden und Studierenden der HfMT im Wortlaut:

Autonomes Zentrum: Lehrende und Studierende der HfMT Köln fordern sofortigen
Verzicht auf bevorstehende Räumung

Öffentliche Erklärung von Lehrenden und Studierenden der Hochschule
für Musik und Tanz, Köln, den 20. Juli 2013

Am 11. Juli 2013 haben sich Lehrende und Studierende der Hochschule für Musik
und Tanz Köln in einem offenen Brief an den Rat der Stadt Köln und an den
Oberbürgermeister gewandt und den Erhalt des Autonomen Zentrums in Köln
Kalk gefordert.

(http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19240)

Mit Erstaunen stellen wir fest, daß die Verantwortlichen im Stadtrat,
insbesondere die SPD-Fraktion, trotz massiver Proteste verschiedenster kultureller
und sozialer Institutionen an ihrem Vorhaben, einen für das kulturelle Leben
wertvollen Ort durch einen Grünstreifen (!) zu ersetzen, unbeirrt festhält
und eine demokratische, öffentliche Auseinandersetzung mit den Sachargumenten
verweigert. Wir halten dieses Vorgehen in einer Demokratie für inakzeptabel.
Wir sind über die Vorgehensweise der Verantwortlichen im Stadtrat empört.

1. Wir fordern eine demokratische, transparente und öffentliche
Auseinandersetzung mit den Argumenten für und wider das Autonome Zentrum in
Köln Kalk. Die Appelle einer Vielzahl kultureller und sozialer Institutionen
müssen gehört werden! Diese schlicht zu ignorieren und mit immer neuen
Beschlüssen zu beantworten entspricht nicht unserem Verständnis von
Demokratie.

2. Wir fordern die SPD auf, die sachlichen Argumente für die Notwendigkeit der
Kündigung des ehemaligen Nutzungsvertrages darzulegen. Die bislang genannten
Gründe (Grünstreifen, Schulerweiterung) sind, wie durch mehrere
Alternativplanungen nachgewiesen werden konnte, mit einem Fortbestehen des AZ
problemlos vereinbar.

Es ist für uns daher nicht nachvollziehbar, weshalb die SPD diese
Kompromissplanungen nicht in Erwägung ziehen möchte. Uns verwundert,
daß stattdessen eine massive gesellschaftliche und soziale Konfrontation in
Kauf genommen wird.

Auch hat die SPD bislang den gesellschaftlichen Nutzen einer Wiese in Kalk nicht so
plausibel erklärt, daß uns im Gegenzug die Zerstörung eines Ortes,
an dem Jugendliche kritisch denken, sich kreativ entfalten und wertvolle soziale
Strukturen schaffen, verhältnismäßig scheint.

3. Wir fordern die SPD auf sachliche, ergebnisoffene Gespräche mit den
Verantwortlichen im AZ aufzunehmen. Wir bitten die SPD hierbei zu erkennen,
daß es sich beim AZ um ein soziales und kulturelles Projekt handelt, das von
vielen Menschen in und um Köln genutzt und geschätzt wird und es hierbei
um die Interessen von weit mehr Menschen geht, als der wenigen, die das AZ
betreiben. Wir als Vertreter_innen der Kultur sind hierbei nur eine Gruppe von
vielen, die ihre Solidarität erklärt haben.
(http://az-koeln.org/keintagohne/solidaritat/) Ihre Belange muß die SPD
endlich zur Kenntnis nehmen und bei den Verhandlungen berücksichtigen!

4. Wir fordern, daß die Gespräche ergebnisoffen und ohne Vorbedingungen
geführt werden. Die Maximalforderung der SPD das Gelände zu räumen,
bevor Gespräche aufgenommen werden, ist absurd, da hier das gewünschte
Ergebnis der Verhandlungen zur Vorbedingung gemacht wird.

5. Wir sehen den Einsatz von Gewalt nicht als legitimes Mittel der
Auseinandersetzung an. Wir fordern daher einen Verzicht auf den Einsatz von Gewalt
von allen Seiten.

Eine gewaltsame polizeiliche Räumung aufgrund von Beschlüssen, die ohne
demokratische, öffentliche Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Argumenten
erfolgt, ist nicht hinnehmbar. Eine Regierungskoalition, die ihre Beschlüsse
nicht mehr politisch, sondern gewaltsam durchsetzt, stellt sich selbst in Frage!

Die Privatsphäre und Integrität von Politiker_innen muß geachtet
werden.

6. Wir fordern die SPD auf die öffentliche, demokratische Auseinandersetzung
mit den Argumenten nicht durch eine Gewaltdebatte zu ersetzen.

Die meisten Nutzer_innnen des AZ sind Jugendliche aus Köln, keine Kriminellen.
Diese Jugendlichen verdienen die Unterstützung und das Gehör der
Verantwortlichen im Stadtrat, da sie ein beachtliches soziales und kulturelles
Angebot selbst ins Leben gerufen haben, wo sonstige Angebote entweder nicht
hinreichend gegeben sind oder von Jugendlichen als nicht ansprechend empfunden
werden.

7. Wir fordern eine klare Positionierung der SPD gegen die Fraktion „Pro
Köln“.

Das AZ ist ein Ort, an dem auch viele gesellschaftliche Minderheiten einen
Schutzraum finden. Es ist von seinem Selbstverständnis her ein Ort, an dem
Rassismus, Sexismus und Homophobie nicht geduldet werden. Vielmehr werden die
Besucher_innen aufgefordert, verletzendes und diskriminierendes Verhalten zu
reflektieren, anzusprechen und die Betroffenen in Schutz zu nehmen. Das AZ
beheimatet zudem mehrere Veranstaltungsreihen, die sich um die Belange von Frauen,
Lesben, Schwulen, Transgender und Intersexuellen drehen, etwa das Café
Queeria oder die FLTI*-Tage.

Wir halten es daher für unbedingt geboten, daß gerade die SPD hier klare
Stellung gegen „Pro Köln“ bezieht. Sie darf sich nicht von jenen
Kräften vor sich hertreiben lassen, welche die erklärte Absicht haben, die
Freiräume für diese Menschen zu beseitigen und zu zerstören.

Unter den lauten und grellen Rufen der Fraktion „Pro Köln“ nach einer
sofortigen Räumung empfinden wir die Positionierung der SPD in diesem Streit
als verstörend.

8. Schließlich fordern wir erneut den sofortigen Verzicht auf eine
Räumung und den Erhalt des Autonomen Zentrums durch eine unbefristete
Verlängerung des Nutzungsvertrages.

In Zeiten des Massenkonsums und der Dauerunterhaltung sind politisch interessierte
und engagierte Jugendliche, die sich Gedanken über die Formen unseres
Zusammenlebens machen, eine Seltenheit geworden. Die Verantwortlichen in der Politik
müssen sich fragen, welchen Dienst sie der Demokratie leisten, wenn sie gerade
gegen diese Jugendlichen mit den Mitteln der Kriminalisierung und der Polizei
vorgehen.

Mike Hackbarth

Konstantin Pfalz

David Quaas

Sascha Frick

Nicolas Berge

Paul Diemer

Florian Kersten

Stephanie Sonnenschein

Katrin Klingbeil

Yannick Richter

Christoph Stöber

Max Mille

Lisa Schumann

Erik Sohn

David Schwalbach

Charlotte Mohrs

Julia Schmidt

Annika Kruse

Michael Rappe

Jennifer Denzler

Leonie Maier

Wolfgang Ruland

Lilli Berger

Anne Günster

David Schlünkes

Alexandra Kockelmann

Isabel Walter

Simon Schuller

Veronika Skala

Alexander Lüken

Eliane Solbach

Eva Bächli

Johannes Schöllhorn

Kevin Con

Giotto Roussies

Friedemann Dittmar

Ferdinand Graetz

Sarah Breusch

Markus Hechtle

Lisa Richter

Anna Rizzi

Lorenz Rosenthal

Stephan Schönlau

Max Babin

Melanie Pförtner

Tim Düwel

Johannes Meyerhöfer

Michael Göllner

Martin Kirchhübel

Dirk Bechtel

Matthias Lange

Hildegard Windfelder

Julia Zech

Philipp Mitschke

Frank Reinshagen

Rusul Alhyalie

Ole Hübner

Dorothea Baier

Elisabeth Fügemann

Gaby Sonnenberg

Konrad Junghaenel

Robert Reichinek

Lisa-Gwendolin Eichberger

Nora Krahl

Marion Wegscheider

Johannes Klingebiel

Kenn Hartwig

Angela Metzler

Fabian Mohn

Carina Otte

Felix Cornelius

Stefan Schönegg

Roland Höppner

Michael Dölle

Lin Yang

Judith Paletta

Josefine Huff

Anthony Spiri

Ricarda Grewe

Laura Ströder

Simon Fendler

Michelle Schäfer

Florian Felten

Bolle Selke

Benedikt Haastert

Paul-Moritz Baerens

Christine Stöger

Jonas Ort

Daniela Wogawa-Treise

Mariya Shykyrinska

Philipp Lack

Marion Schmitz

Maximilian Bach

Joon Laukamp

Antonia Steiner

Miriam Zeh

Sascha Lukas

Dorothee Neumann

Maximilian Stössel

Henrike Kümmerer
Thomas Rieder (Musikpädagogik, Universität zu Köln)
Sebastian Seidel (Wuppertaler Bühnen)

Moritz Beichl, Österreich
Ditz Christiane, Niederlande

Offener Brief der Professor_innen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt

Sehr geehrter Oberbürgermeister Roters, sehr geehrte Damen und Herren im Rat der Stadt Köln,

wir, die Unterzeichnenden, unterstützen den Erhalt des Autonomen Zentrums in der ehemaligen KHD-Kantine in Köln-Kalk. In einer Großstadt wie Köln muss Platz sein für
unkommerzielle und selbstorganisierte Kunst, Kultur und Politik.

Seit über drei Jahren ist das Autonome Zentrum ein wichtiger Ort der Partizipation, Vielfalt
und Emanzipation. Ateliers, Fahrrad- und Holzwerkstatt, Umsonstladen, Volxküche,
Proberäume, Fotolabor, Kino und viele weiter Räume werden gemeinsam und
selbstverwaltet genutzt. Politische und kulturelle Veranstaltungen schaffen einen Anlaufpunkt für Menschen aus ganz Köln und weit darüber hinaus.

Auch in der Vergangenheit begannen innovative Projekte sich auf ungewohnten
Wegen durchzusetzen, z. B. die heute etablierte Jugendzentrums- Bewegung.
Projekte, wie das AZ Köln als Teil einer europäischen Bewegung verdienen deutlich
mehr gesellschaftliches und wissenschaftliches Interesse. Wir durften an im
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule
Darmstadt bereits einige junge Leute des AZ Köln als Referenten im Rahmen unserer Studienprojektwoche begrüßen.

Uns erschüttert, dass ein so wichtiger Ort, der die Stadt keinen Cent kostet, ohne Not
mutwillig zerstört werden soll. Wir fordern Sie daher auf, den ursprünglichen Nutzungsvertrag mit dem Autonomen Zentrum unbefristet zu verlängern. Polizeiliche Gewaltanwendung in Form einer Räumung des Gebäudes kann und darf kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein.

Köln, im Juli 2013

Mit freundlichen Grüßen

Professor_innen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der
Hochschule Darmstadt

Prof. Dr. Achim Schröder (Jugend- und Kulturarbeit)
Prof. Dr. Susanne Spindler (Jugendarbeit, Migration und Sozialraum)
Prof. Dr. Walter Hanesch (Sozialpolitik)
Prof. Dr. Lisa Niederreiter (Kunst und Kunsttherapie)
Prof. Dr. Yvonne Haffner (Soziologie)
Prof. Dr. Rolf Keim (Soziologie, Gemeinwesenarbeit, stadtteilorientierte Soz.Arb.)
Prof. Dr. Amara R. Eckert (Soziale Arbeit und Psychomotorik)