PM: Wir fordern etwas Besseres als Parkstadt Süd

... etwas Besseres als Parkstadt Süd Parkstadt Süd geht los. Doch wer dachte, die Stadt pflanzt nun den ersten symbolischen Baum wird eines besseren belehrt. Es entsteht ein Block aus Beton, Stahl und Glas. Ganze 12.000 Quadratmeter werden von Immobilienfirmen erschlossen. 4500 Büros und 3500 Wohnungen sind angedacht, unter anderem durch die Aktiengesellschaft GAG. Sie baut auch 63 Sozialwohnungen.

„Wer glaubt, durch den GAG-Bau entstünde mehr sozialer Wohnraum, irrt. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Nullsummenspiel, da die Stadt bereits existierende günstige Mehrfamilienhäuser – ebenfalls 63 an der Zahl – hierfür platt macht werden. Parkstadt Süd vertreibt Menschen aus ihren Wohnungen,“ so Uli Rothfuß vom Autonomen Zentrum. „Wir erkennen nichts Soziales daran, neue Sozialwohnungen zu den heutigen, viel höheren Mieten zu bauen. Das ist purer Neoliberalismus und reiner sozialer Etikettenschwindel.

Spätestens jetzt fällt der Vorhang, dass Parkstadt Süd nichts Soziales und nichts Grünes ist. Die Stadt stiehlt sich aus der sozialen Verantwortung und macht darüber hinaus die existierende soziale Struktur in der Stadt mit Parkstadt Süd nachhaltig kaputt. Der Umgang mit dem Autonomen Zentrum steht ebenfalls symbolisch für die unsoziale Politik in Köln. Anhand völlig an den Haaren herbei gezogenen Forderungen versucht die Stadtverwaltung, auch uns zu vertreiben. Wir fordern etwas Besseres als Parkstadt Süd als eine wirklich ökologisch und sozial nachhaltige Stadtentwicklung. Der Park ist und bleibt ein vorgeschobener Grund, um teure Apartments auf den Markt zu spülen und die ohnehin überteuerten Quadratmeterpreise weiter in die Höhe zu treiben,“ so Uli Rothfuß für das Autonome Zentrum Köln.

Zur Diskreditierung des legitimen und notwendigen Protests durch Teile der Stadtverwaltung

Köln, den 02.02.19

Stadtdirektor Stephan Keller und Pressesprecherin Inge Schürmann kriminalisieren Unterstützer*innen der Wagenplätze und des Autonomen Zentrums und offenbaren ein fragwürdiges Verständnis von freier Berichterstattung durch die Presse.

#laptopgate
Der angeblich aus seinem Büro entwendete Laptop von Baudezernent Markus Greitemann tauchte am Freitag „plötzlich“ wieder auf. Anderthalb Tage hielt die Pressestelle der Stadt Köln die Behauptung aufrecht, Aktivist*innen hätten diesen gestohlen. Tatsächlich hatte jedoch ein Angestellter des Baudezernats den Laptop vorübergehend in seine Obhut genommen.
Sabrina Purple, die an der Protestaktion im Foyer des Stadthauses teilnahm, erklärte dazu:
Wir fragen uns, weshalb Stadtdirektor Keller die Behauptung eines Diebstahls so lange im Raum stehen ließ und ob es ein Interesse seitens der Verwaltung gab, die Öffentlichkeit im Unklaren zu lassen. Wir gehen davon aus, dass die Ansichnahme des Laptops durch einen Verwaltungsangestellten bereits Donnerstagmittag in der Verwaltung bekannt war und die Information über den Aufenthalt des Geräts mit Kalkül zurückgehalten wurde. Herr Keller hat dadurch gezielt einen faktisch nicht stattgefundenen, schweren Rechtsverstoß geschaffen, um das Zentrum für Kriminalprävention einschalten zu können. Ohne diese Falschbehauptung hätte es keine Rechtsgrundlage gegeben, über 60 Personen festzuhalten, ihre Personalien aufzunehmen, sie zu videografieren und zu durchsuchen. Hier zeigt sich deutlich, mit welch faulen Tricks Herr Keller glaubt kämpfen zu können.

#pressebehinderung
Inge Schürmann vom Presseamt der Stadt verhindert, dass sich ein*e Sprecher*in der Aktionsgruppe vor der Presse erklären kann:
Frau Schürmann hat unsere*n Pressesprecher*in vor die Tür gesetzt. Damit hat sie nicht nur den Aktivist*innen ihr Recht genommen, vor der Presse ihre Forderung nach einem konstruktiven Dialog auf Augenhöhe zwischen Stadtverwaltung und Wagenplätzen zu äußern, sondern hat auch eine ausgewogene Berichterstattung zahlreicher Pressevertreter*innen billigend verunmöglicht. Dass Frau Schürmann, nachdem Pressevertreter*innen sich vor das Gebäude begaben um dort unserem Pressekontakt Fragen zu stellen, diesen durch die Polizei festsetzen ließ, offenbart letztendlich das Motiv ihrer Handlung: Sie will verhindern, dass die Wut der Wagenplatzbewohner*innen um die Vernichtung des unkommerziellen Wohn- und Freiraumes eine breitere Öffentlichkeit erfährt.“
stellte Purple fest.

#ansonsten
Der Aktionsgruppe liegt Videomaterial vor, das einzelne Mitarbeiter der Stadt zeigt, die äußerst aggressiv gegen Aktivist*innen vorgehen und diese, mit im Nationalsozialismus geprägten Begriffen, belegen. Diese Ausfälle verwundern, haben doch die meisten Angestellten gleichgültig bis positiv auf die Protestaktion reagiert.

gez. Aktionsgruppe 31.01.19 Stadthaus Köln

PM: AZ fordert Dialog und kritisiert Opposition

„Wir betonen, dass wir uns in einem ergebnis- und lösungsorientierten Dialog mit der Stadtverwaltung und dem Büro der Oberbürgermeisterin über die Zukunft des Autonomen Zentrums befinden. Diesen Prozess werten wir positiv und wollen ihn fortsetzen,“ erklärt Kim Wolnosc für die Verhandlungsgruppe des AZ.

Die Aktion im Stadthaus am 31.01.2019 von Sympathisant_innen der Wagenplätze „Wem gehört die Welt“ und „Osterinsel“, sowie Sympathisant_innen des Autonomen Zentrums (AZ) hat für großen Wirbel gesorgt. Die Projekte verbindet die Sorge um ihre Existenz. Viele Menschen sind in Köln aufgeschreckt, weil sie erkennen, dass nach dem Willen der Stadtplanung kein Platz mehr für unkommerzielle Orte oder für günstigen Wohnraum auf Bauwagenplätzen bleiben soll. Sie werden ohne Alternativstandorte oder konkrete Lösungsangebote verdrängt.

Wir vom AZ stehen seit geraumer Zeit im Gespräch mit der Stadt Köln und sind zuversichtlich, dass der Dialog zu einer Befriedung der Situation führt. Wir meinen auch, dass der Standort an der Luxemburger Straße 93 optimal für das AZ ist – es sei denn wir finden gemeinsam eine bessere Lösung. Viele Sympathisant_innen gehen jedoch davon aus, dass eine Räumung des AZ nach Ablauf des Nutzungsvertrags am 31.12.2019 geplant wird. Der Fortbestand des AZ und auch anderer bedrohter Projekte muss daher geklärt werden, um für eine Beruhigung der Situation zu sorgen. Ein parteiübergreifendes Bündnis kann dies erreichen. „Wir appellieren in diesem Zusammenhang auch noch einmal ganz besonders die Kölner Sozialdemokratie, einen klaren Standpunkt einzunehmen. Bekennt sich die Kölner SPD zu sozialen, kulturellen und unkommerziellen Projekten oder sind ihr diese politisch egal?“ fragt Kim Wolnosc.

Die berechtigten Sorgen der Menschen müssen endlich ernst genommen werden. Wenn Ratspolitik und Verwaltung weiterhin auf Zeit spielen, entsteht nur noch mehr Frust. Unkommerzielle Räume müssen geschützt werden, statt sie zu bedrohen und zu schließen.

PM: Stadthaus Deutz besetzt

Die Stimmung war gut: Aktivist*innen dekorierten die Eingangshalle des Stadthauses mit Transparenten.

Am Donnerstag um 13 Uhr besetzten Sympathisant*innen des Wagenplatzes und des Autonomen Zentrums das Stadthaus Deutz. Mit Sofas, Teppichen, Schlafsäcken und Zelten sowie einer mobilen Suppenküche und Soundanlage ließen sich 120 Personen in der Eingangshalle nieder. Kletteraktivist*innen seilten sich an der Gebäudefront ab und entrollten ein zehn Meter langes Transparent mit der Aufschrift „Wagenplätze und AZ bleiben“. Dazu hängten mehrere Menschen auf der Dachterrasse weitere Transparente auf und ließen bunten Rauch aufsteigen. Im Büro von Detlef Fritz, dem Leiter des Liegenschaftsamtes, und Markus Greitemann, dem Baudezernenten der Stadt Köln, verteilten Aktivist*innen Konfetti, Luftschlangen und Flyer.

Eine davon ist Luisa Richter vom Wagenplatz „Wem gehört die Welt“. Sie erklärt: „Wir haben das Gebäude besetzt, weil wir es satthaben, nicht zu wissen, wie es mit unserem Wagenplatz weiter geht. Wenn wir dort vertrieben werden, haben wir kein Zuhause mehr. Wir werden uns aber nicht einfach in Luft auflösen. Damit die Stadt das endlich begreift, schlagen wir unsere Zelte hier auf – wir sind gekommen, um zu bleiben.“

Derweil spielten die Anwesenden in der Eingangshalle friedlich Tischtennis und Gesellschaftsspiele, hielten Ansprachen über Megaphon. Sie erklärten sich solidarisch mit den Aktivist*innen in den Büros, an der Fassade und auf dem Dach. Sabrina Purple, eine Nutzerin des Autonomen Zentrums, macht deutlich: „Wir fordern, dass alle Kölner Wagenplätze und das Autonome Zentrum genau da bleiben, wo sie sind. Das Autonome Zentrum soll durch Rollrasen ersetzt werden, die Wagenplätze sind von Bebauung bedroht – das sind für uns zwei Seiten derselben Medaille. Hier sollen soziokulturelle Freiräume zugunsten wirtschaftlicher Interessen aus Köln verdrängt werden.“ Die Stadt habe sich lange genug aus der Verantwortung gezogen. Heute würden die Aktivist*innen bleiben, bis sie ihre Forderungen erfüllt sehen.

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses rabAZ

Köln, 31.01.2019

PM: 5 vor 12 – AZ bleibt am Standort 2019

Das Autonome Zentrum Köln (AZ) und die Stadt Köln haben sich über die weitere Nutzung des AZ-Gebäudes an der Luxemburger Straße 93 im nächsten Jahr geeinigt. Der Vertrag wurde von Vertreter_innen der Stadt und des AZ am heutigen Donnerstag notariell beurkundet.

„Es war 5 vor 12. Mit der Verlängerung sendet die Stadt nun ein positives Signal. Unsere Leute wird das eine Jahr möglicherweise nicht beruhigen. Der Kampf geht weiter, weil die Stadt nach wie vor den Abriss unseres Gebäudes möchte,“ sagt Uli Rothfuß vom AZ. „Die Verlängerung werten wir dennoch als politischen Erfolg, wonach soziale Verbesserungen durch linken Protest von unten erzielt werden können.

Unser Angebot an die Stadt gilt, die zusätzlichen Wochen 2019 dafür zu nutzen, endlich einen soliden Lösungsweg zu erarbeiten. Unsere Forderung ist der Bestandsschutz des Autonomen Zentrums. Ein ‚Umzug nach Nirgendwo‘ ist mit uns jedenfalls nicht verhandelbar. Außerdem hat das Beteiligungsverfahren ergeben, dass die Integration des AZ-Areals von Politik und Verwaltung als Option nicht kategorisch ausgeschlossen werden darf,“ so Uli Rothfuß vom AZ.

Neben dem Autonomen Zentrum Köln sind auch die Wagenplätze Wem Gehört die Welt und Osterinsel ohne Not und Sinn von der Räumung bedroht.

Pressemitteilung
Köln, 13.12.2018

„Es war 5 vor 12. Doch #AZbleibt! Wir haben am Donnerstag, den 13.12., eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt für 2019…

Gepostet von Autonomes Zentrum Köln am Donnerstag, 13. Dezember 2018

Rauswurf! Stadt bricht Dialog mit Bürger_innen ab – bevor er überhaupt begonnen hat

… mussten draußen diskutieren. Die Stadt Köln bietet keinen Raum für Kritik an eigener Arbeit.

Die Stadt setzt Bürger_innen vor die Tür. Der Versuch der Stadt, den Bürger_innen einen (hinter verschlossenen Türen auserkorenen) „Siegesentwurf“ für die Parkstadt Süd unterzujubeln, ist erneut gescheitert. Unmittelbar nach der Begrüßung stellten anwesende Sympathisant_innen des Autonomen Zentrums Köln Form und Inhalt der Veranstaltung in Frage. Der Vorschlag des AZ war, mit einer offenen Diskussion an die Ergebnisse der letzten Bürger_innenbeteiligung und die dort beschlossene Resolution anzuknüpfen. 

„Wir wollten alle zu Wort kommen lassen, auch unsere Gegner_innen. Doch darauf ließen sich die Verantwortlichen der Stadtverwaltung nicht ein und beendeten den Bürger_innendialog abrupt.
Bereits in vorangegangenen Veranstaltungen wurde massive Kritik an den bisherigen Plänen geäußert, insbesondere wurde der Erhalt der von der aktuellen Bauplanung betroffenen Ateliers und des Autonomen Zentrums gefordert. Doch in den Plänen, die vorgestellt und somit von den Bürger_innen zur Kenntnis genommen werden sollten, finden diese weiterhin keinen Platz.
Der Stadt Köln geht es offensichtlich nur darum, bereits vor über einem Jahr von einer kleinen Preisjury ausgewählte Siegesentwürfe vorzustellen. Das Verfahren der Bürger_innenbeteiligung ist somit reine Farce. Wer weiterhin solche Showveranstaltungen inszeniert, muss sich nicht wundern, dass sich so gut wie keine_r der Betroffenen mehr darauf einlassen will.“ so Sabrina Purple vom Autonomen Zentrum Köln.
Pressemitteilung
Köln, 01.12.2018

PM: RabAZ statt Weihnachten!

Am Donnerstag Abend um 20 Uhr besezten 70 Unterstützer*innen der Wagenplätze in Köln und des Autonomen Zentrums (AZ) die Bühne des Weihnachtsmarkts am Dom und sorgten 30 Minuten lang mit einem Chor und Redebeiträgen für ein alternatives Bühnenprogramm. Die Aktivist*innen wollten mit der Aktion ein Zeichen für den Erhalt autonomer, emanzipatorischer Räume setzten.

Die Security sowie die Polizei versuchte auf aggressive Art und Weise, die Aktion zu beenden. Die Aktivist*innen ließen sich davon jedoch nicht beirren und sangen weiter umgedichtete Weihnachtslieder.

„Vorallem am Beispiel der Weihnachtsmärkte wird deutlich, wie viel Raum die Stadt für durchkommerziallisierte „Kultur-“ und Konsum- Veranstaltungen einräumt. Alternativen dazu, die sich für Selbstorganisation einsetzen, dürfen nicht hinten runterfallen und Gentrifizierungs-Projekten zum Opfer fallen“, betont Sabrina Purple, eine Nutzerin des AZs.

„Das AZ ist ein Ort, der Raum für selbstorganisierte, unkommerzielle Kultur, linke Politik und vielfältige soziale Projekte bietet. Das alles steht momentan auf dem Spiel. Unser kurzes Programm auf der Bühne sollte darauf aufmerksam machen und exemplarisch zeigen, für was das AZ steht. Wir brauchen diese Freiräume und sind bereit, sie zu verteidigen.“

Seit knapp 30 Jahren gibt es den Bauwagenplatz „Wem gehört die Welt“ an der Krefelder Straße. Dort wohnen 35 Menschen in Bauwagen und LKWs, veranstalten Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Partys und Filmabende“, erklärt eine Sprecherin des Wagenplatzes.“Die Stadt Köln will ihren ältesten Wagenplatz „Wem gehört die Welt“ verkaufen, um ihre Versäumnisse einer miserablen Wohnungs- und Kulturpolitik der letzten Jahre auszugleichen. Wagenplätze sind eine Bereicherung für alle Menschen und die Stadt!“

„Wir haben heute wieder einmal deutlich gemacht, was passiert, wenn die Stadt konstruktive Verhandlungen verweigert und somit die Situation immer weiter in die Eskalation treibt. Wir lassen uns nicht verdrängen und werden mehr und mehr stören, auch indem wir das bunte kulturelle Programm des Azs und der Wagenplätze in die Stadt und auf die Straße tragen. Die selbstverwalteten, nicht profitorientierten Gruppen und Projekte des AZs sind für die Kulturlandschaft der Stadt von großer Bedeutung und brauchen einen angemessen Ort, der den verschiedenen Anforderungen der vielfältigen Projekte, wie z.B der Fahrradwerkstatt, Sportangeboten und Politgruppen, entsprechen muss.“, so Sabrina Purple weiter.

Hintergründe:

Mit dieser weiteren sogenannten „Reclaim “-Aktion [1] richten sich die Aktivist*innen gegen die geplante Schließung von selbstverwalteten Projekten. Das Gelände des ältesten Bauwagenplatzes Kölns „Wem gehört die Welt?“ an der Krefelder Straße steht vor dem Verkauf. Dabei handelt die Stadt hinter verschlossenen Türen, ohne die Bewohner*innen über Pläne zu informieren oder einzubeziehen. Auch der Nutzungsvertrag zwischen AZ und der Stadt Köln läuft am 31.12.2018 aus. Danach soll das AZ, das an der Luxemburger Straße an den Grüngürtel grenzt, im Rahmen des geplanten Prestigeprojekts Parkstadt Süd durch eine Rasenfläche ersetzt werden. Trotz verschiedener Angebote zur Integration des AZs in den Grüngürtel verliefen die Verhandlungen bisher erfolglos. Auch ein adäquates Alternativangebot von Seiten der Stadt Köln gibt es nicht.

Die Aktion auf dem Weihnachtsmarkt schließt an vorherige „Reclaim-“Aktionen an , die z.B. im Rahmen der Rabaz-Ationstage stattgefunden haben. Die Aktion sollen zeigen, dass die Stadt selbstverwaltete Projekte wie das AZ und den Bauwagenplatz nicht so einfach verdrängen kann, sondern mit kraftvollem Widerstand rechnen muss. „Wir werden immer lauter und entschlossener für den Erhalt unserer Freiräume kämpfen, bis die Stadt uns erst nimmt und auf die Forderungen eingeht. Die Proteste stehen erst an ihrem Anfang“, betonte Purple.

Kein Tag ohne Bauwagenplätze, kein Tag ohne Autonomes Zentrum!

Autonomes Zentrum

Pressemitteilung, 29.11.2018

PM: Autonomes Zentrum lehnt Fort XI als Alternativstandort ab

Das Fort XI liegt weit außerhalb im Kölner Nord-Osten.

„Das Fort XI als Standort für das Autonome Zentrum Köln (AZ) lehnen wir ab! Dies haben wir der Verwaltung heute mitgeteilt. Es ist vollkommen abwegig, ein AZ im Niemandsland zwischen Holweide und Mülheim zu betreiben. Wir halten unseren Standort an der Luxemburger Straße 93 weiterhin für die beste Lösung,“ erklärt Uli Rothfuß vom AZ.

„Das Ergebnis der Stadtverwaltung nach zwei Jahren Suche ist für die Katz‘! In den Verhandlungsgesprächen mit der Stadt wurde uns das Fort zum einzigen freien Gebäude der Stadt Köln erklärt. Wir waren bereits Ende September dort für eine Besichtung. Daran haben AZ-Aktivist_innen und Verwaltungsmitarbeitende teilgenommen. Der absolut desolate bauliche Zustand und die periphere und unzugängliche Lage des Fort XI war sofort ersichtlich: starke Feuchtigkeitsprobleme, baulicher Verfall und vorprogrammierte Konflikte mit dem Denkmalschutz. Die abgelegene Lage würde zu einem Ende unserer sozialer Angebote führen. Der Umsonstladen, die Essensausgabe oder die Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt würden nicht nutzbar für unsere Nutzer_innen in der Stadt. Auch unkommerzielle Konzerte, Lesungen und Polit-Veranstaltungen würden nur noch von den Wenigsten besucht werden können. Kölns Baudezernent Markus Greitemann (CDU) wird auf der Veranstaltung „Parkstadt Süd geht weiter!“ vom Kölner Stadt-Anzeiger mit den Worten wiedergegeben: „Dann ist das Fort XI natürlich undenkbar.“ (KStA, 21.11.2018)

Die Stadt Köln will ihre Problemimmobilie ans AZ abgeben und zugleich die sozialen und politischen Nutzungen marginalisieren,“ so Uli Rothfuß vom Autonomen Zentrum. „Wir wolen, dass unsere Anforderungen an ein Objekt in die Suche einfließen!“

 

Pressemitteilung
Köln, 25.11.2018

Update 25.11.2018, 12:00 Uhr: Die ursprüngliche Fassung wurde um das Zitat von Markus Greitemann (aus dem Kölner Stadt-Anzeiger) ergänzt.

PM: Runder Tisch zum AZ?

Das Autonome Zentrum hat sich mit dem nachfolgenden Schreiben am 23. November 2018 an die Kölner Bezirksvertretung Innenstadt gewendet:

Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung Innenstadt,

Sie haben beschlossen, zu einem Runden Tisch „Zur Zukunft des Autonomen Zentrums und der Standortfrage“ mit „allen Beteiligten“ einzuladen. Da bisher niemand in der Angelegenheit auf uns zugekommen ist, möchten wir Ihnen grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisieren, wenn es um eine ernstzunehmende und dauerhafte Lösungsfindung geht.

Nach einem Jahr Verhandlung mit der Stadt Köln und zwei Jahren Standortsuche ist das Resultat, dass eine Alternative in Köln möglicherweise nicht existiert. Das Fort XI wurde zum einzigen verfügbaren Gebäude der Stadt erklärt. Jüngst hat selbst Baudezernent Markus Greitemann öffentlich geäußert, dass er das Fort XI vor dem Hintergrund unserer Projekte und Bedürfnisse für ungeeignet halte. Die für uns logische Konsequenz hieraus ist, dass der Verbleib am jetzigen Standort nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen werden kann.

Unsere Position war von Beginn an, dass ökologische und soziale Interessen nicht in Widerspruch zueinander gesetzt werden sollen. Eine Integration des Autonomen Zentrums Köln in den Parkstreifen am Eifelwall ist problemlos möglich (s. http://freiraeumeparkstadts.fatcow.com/Apps/az_bleibt.html ).

Wir sind bekanntermaßen geografisch nicht Ihrem Bezirk zuzurechnen. Die Luxemburger Straße 93 liegt im Bezirk Lindenthal, Stadtteil Sülz. Vielleicht hat die Bezirksvertretung Vorschläge für alternative Standorte in ihrem Bezirk?

Unsererseits möchten wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen die vielfältigen Angebote des Autonomen Zentrums Köln vorzustellen und dann darzulegen, weshalb hieraus bestimmte Anforderungen für die Standortsuche hervorgehen. Wir freuen uns über kritische Fragen und eine lebehafte Diskussion.

AZ

Pressemitteilung
Köln, 23.11.2018

PM: Baudezernent Greitemann macht weitere Zugeständnisse an das Autonome Zentrum

Illustration der Stadt Köln zu Parkstatd Süd, 19.11.2018, Beteiligungswerkstatt.

Am 31. Dezember läuft der Nutzungsvertrag für das Autonome Zentrum Köln (AZ) aus. „Das AZ wird nicht abgerissen, bis eine geeignete Alternative gefunden worden ist. Dafür setze ich mich ein!“ sagt Baudezernent Greitemann bei der Veranstaltung „Parkstadt Süd geht weiter“ vor der Kölner Bürger_innenschaft in der vollbesetzten Aula des Alfred-Müller-Armack-Berufskollegs in Zollstock am gestrigen Montagabend.
Die Stadt hatte eingeladen, um den aktuellen Planungsstand zu präsentieren und die Bereiche „Mobilität/Verkehr“, „Nutzung/Städtebauliches Erscheinungsbild“, „Freiraum“ und „Grüngürtel“ an entsprechenden Thementischen zu diskutieren. Bereits zu Beginn der Veranstaltung kamen aus dem Publikum kritische Fragen zum Verfahren der sogenannten Bürger_innenbeteiligung sowie zur bisher ungelösten Standortfrage des AZ. Baudezernent Greitemann verließ daraufhin mit einer Gruppe von AZ-Vertreter_innen den Saal, um am runden Tisch gemeinsam zu diskutieren.
„Greitemann geht in seinen Äußerungen einen Schritt weiter als Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Im Juli sagte sie bei ihrem Besuch im AZ, sie würde sich für den Erhalt an einem anderen Standort einsetzen. Der nächste Schritt ist nun zunächst, eine Sicherung für beide Seiten einzubauen. Wir fordern im nächsten Schritt die Anerkennung unserer Gebäudeanforderungen verbunden mit einer ortsunabhängigen Bestandsgarantie,“ sagt Uli Rothfuß vom AZ„Wenn die Stadt nicht in der Lage ist, uns ein adäquates Ersatzobjekt anzubieten, das uns die Weiterführung des vielfältigen und breiten Programmes an sozialen und kulturellen Angeboten ermöglicht, werden wir am bisherigen Standort bleiben!“
Obwohl in vergangenen Veranstaltungen der Bürger_innenbeteiligung die Forderung nach sozial-kulturellen Angeboten im Grüngürtel und der Parkstadt Süd deutlich gemacht wurde, will die Stadt bestehende Projekte überplanen und verdrängen.
„Wir werden es aber nicht zulassen, dass die Stadt uns unter der Farce einer „Beteiligung“ ignoriert. Wir fordern eine echte Beteiligung, die Berücksichtigung unserer Interessen!„, so Uli Rothfuß weiter.
Wir bleiben ungemütlich!
Kein Tag ohne Autonome Zentrum!

 

Pressemitteilung
Köln, den 20.11.2018