PM: Stadt Köln geht mit Lügen gegen AZ vor – Video widerlegt Behauptungen

 

Zu vehementen Versuchen der Stadt Köln, das Autonome Zentrum Köln (AZ) um jeden Preis zu schleifen, erklärt Uli Rothfuß, Pressesprecher des AZ:
„Die Stadt und ihre Verwaltung verbreiten bewusst Unwahrheiten, um das AZ loszuwerden. Ziel ist es, das AZ zugunsten des Stadtentwicklungsprojektes „Parkstadt Süd“ abzureißen. Die Belange von uns und weiteren betroffenen Initiativen werden dafür übergangen.

Wir waren am 8. Juli der Einladung zu einer Veranstaltung in der Stolzestraße (Neustadt-Süd) gefolgt, die der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern am Planungsprozess dienen sollte. Am Ende der Diskussion um die Entwürfe der Landschaftsarchitekturbüros einigten sich die 183 Teilnehmenden auf eine Resolution – sie spricht sich für eine friedliche und einvernehmliche Lösung für das AZ aus, für das Atelier am Eifelwall und für die Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Werkstattverfahren, die mit Anwohner_innen bereits vor fünf Jahren erarbeitet worden waren.
Der anwesende Projektleiter der Parkstadt Süd am Eifelwall, Dr. Joachim Bauer, brachte daraufhin selbst einen Planungsstopp ins Spiel. Damit ist eine basisdemokratische Entscheidung zustande gekommen. An diesem Ergebnis halten wir fest!

Doch offensichtlich will die Stadt das Ergebnis nicht akzeptieren, weil es ihr nicht passt: Die Veranstaltung sei „informeller“ Natur gewesen und habe Bürger_innenbeteiligungv nicht zum Ziel gehabt, hieß es jüngst im Hauptausschuss. Auch von einem Planungsstopp sei angeblich nicht die Rede gewesen. Höhepunkt der Schummelei: Die Veranstaltung hätte wegen „Störungen“ abgebrochen werden müssen. Aber auch diese Behauptung – die unter anderem im Hauptausschuss der Stadt wiederholt wurde – ist unwahr.
Sie wird widerlegt durch eine Videoaufzeichnung, die das AZ nunmehr veröffentlicht:

Anders, als von der Stadt behauptet, erkennen wir bis heute keine Bemühungen, mit uns in einen ernsthaften Dialog zu treten. Vielmehr werden wir und andere Betroffene seit Jahren hingehalten. Die Erklärung ist einfach: Es sollen Luxusimmobilien mit horrenden Mieten im Grüngürtelumfeld ermöglicht werden. Dafür sollen unkommerzielle Kultur- und Sozialprojekte sowie die Menschen, die sie nutzen und in der Umgebung wohnen, verdrängt werden.
Wir fordern die Stadt nunmehr auf, die Ergebnisse der Veranstaltung vom 8. Juli zu akzeptieren, zu den Tatsachen zurückzukehren und in einen vernünftigen Dialog mit uns zu treten.

Was wir brauchen, ist eine Bestandsgarantie vor Ort.

Unsere Geduld neigt sich dem Ende.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
Köln, 10. November 2017

Resolutionstext vom 8.7.: https://az-koeln.org/resolution-buergerbeteiligungs-veranstaltung-stolzestrasse-8-7-2017/

Pressemitteilung vom 8.7.: https://az-koeln.org/presse-news/pm-az-demokratisiert-beteiligungsverfahren-projektleiter-verkuendet-planungsstopp-am-eifelwall/

Pressespiegel AZ Köln: https://az-koeln.org/pressespiegel/

 

PM: Autonomes Zentrum Köln verlangt Richtigstellung von Kölner Boulevardblatt

  • Autonomes Zentrum Köln verlangt Richtigstellung vom Kölner Express: Ein Angriff auf den Kölner Dom war nie geplant.
  • Die Redaktion hat dem Autonomen Zentrum Köln keine Stellungnahme ermöglicht.
  • AZ Köln fordert Ende der bundesweiten Kampagne gegen linke Projekte und den Schutz aller Menschen, die von rechter Hetze, Nazi-Terror und Polizeigewalt bedroht sind.
  • AZ kritisiert auch Grünen-Bezirksbürgermeister Andreas Hupke.

Mitten in den Bestrebungen des Autonomen Zentrums Köln (AZ), für die geplante Grüngürtelerweiterung berücksichtigt zu werden, veröffentlichte das Kölner Boulevardblatt Express am 12. August 2017 eine Titelgeschichte, die den guten Ruf der Autonomen in Köln stark beschädigt. Das Autonome Zentrum fordert deswegen vom Kölner Express eine Richtigstellung. Damit wehrt sich das AZ gegen die vielen Behauptungen, u.a. es stünden Aktionen gegen den Kölner Dom bevor. Das AZ hat bisher keine Gelegenheit erhalten, Stellung zu diesen Vorwürfen des Express zu nehmen.

Uli Rothfuß hierzu: „Die komplette Titelsotry ist eine Konstruktion aus Falschdarstellungen, ungeprüften Behauptungen, Fiktion und fiesester Stimmungsmache. Das ist eine neue Quaität der Desinformation. Der Express möchte offensichtlich mitsingen im Chor derjenigen, welche ihre Mitmenschen am liebsten entsorgt sehen wollen und Autonome Zentren bundesweit verdrängen möchten. Wir fordern ein Ende der bundesweiten Kampagne gegen soziale und kulturelle Projekte. Ehrenamtlich engagierte Menschen in der Stadt müssen vor rechter Hetze geschützt werden und verdienen Respekt hierfür.“

Deshalb halten wir es für den richtigen Weg, die Verleumdung des Express zurückzuweisen und stellen die nachfolgenden Hintergrundinformationen zur Verfügung:

Das AZ plant keine Aktionen gegen den Dom.
Das AZ steht für Basisdemokratie und eine gewaltfreie Gesellschaft.
Das AZ wurde vom Express nicht befragt.
Das AZ hat sich bisher an alle Verträge und Zusagen gehalten.

  1. Plant das AZ Aktionen gegen den Dom?
    Nein! Auf der Titelseite der Boulevardzeitung Express wird zwar behauptet, Autonome des AZ würde mit Angriffen auf den Dom drohen, doch diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage. Das AZ hat den Dom auch nicht im Visier, wie es im Innenteil auf Seite 30 weiter heißt. Als „Beweis“ hierfür soll ausgerechnet ein satirisches Transparent an der Frontseite des Gebäudes herhalten. Darauf ist zu lesen: „Nehmt ihr uns das AZ nehmen wir uns …“ Das Banner ist hinterlegt mit dem Dom als Kölner Wahrzeichen.
  2. Steht das AZ dem Historischen Archiv im Weg?
    Nein, das ist grundfalsch. Unser Gebäude steht 120 Meter neben dem bereits im Bau befindlichen neuen Standort. Das hätte den vier Redakteuren auffallen müssen, wären sie tatsächlich bei uns und vor Ort gewesen. Tatsächlich möchte die Stadt Köln eine Wiese anlegen. Das AZ bemüht sich um ein Konzept, um in den erweiterten Grüngürtel integriert werden zu können.
    Der Lageplan kann hier eingesehen werden: https://az-koeln.org/presse-news/fakt-or-fake-die-argumentationshilfe-fuer-unser-az-im-park/
  3. Steht das AZ für Gewalt oder bauten Autonome des AZ Kalk in der Vergangenheit Sprengfallen?
    Nein. Diese Vorwürfe nehmen wir sehr ernst und verweisen hier auf unserer Stellungnahme zu diesem Thema aus Januar 2017 ( https://az-koeln.org/presse-news/fakt-or-fake-die-argumentationshilfe-fuer-unser-az-im-park/ ).
    Die Express-Redakteure behaupten wider besseren Wissens, dass vor der Räumung in Kalk „linke Chaoten (…) Fallen installiert hätten, an denen sich die Einsatzkräfte hätten verletzen können“ Das stimmt nachweislich nicht und ist auch von offiziellen Stellen bereits widerlegt worden. Der Kölner Stadtanzeiger, mit dem sich der Express den Newsdesk teilt, hatte darüber auch ausführlich berichtet.
    Übrigens hatte selbst die Polizei Köln dem AZ erst kürzlich ein gutes Zeugnis ausgestellt und dies dem Rat der Stadt Köln auch so berichtet, auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im April 2017. In dem Ratsbericht heißt es, es gibt keine Hinweise auf Straftaten durch oder im Umfeld des AZ Köln. Bereits 2013 kritisierte die Kölner Polizei beispielsweise die Stadt Köln für ihren Umgang mit dem AZ in Kalk. ( http://www.ksta.de/az-kalk-polizei-kritisiert-raeumungsabsicht-12464146 ).
  4. Hat das AZ die Express-Aussagen für den Artikel kommentiert?
    Nein! Dem AZ wurde vom Express keine Gelegenheit eingeräumt, die Vorwürfe und Verdächtigungen zu entkräften oder richtig zu stellen. Es gab nicht einmal eine Presseanfrage an das AZ und folglich hat kein AZ-Sprechender ein Statement abgeben können. Die Redakteure Baumanns, Jocham und Pusch schreiben auf Seite 30, ein Autonomer habe orakelhaft „Belege“ für den unterstellten Angriff auf den Dom geliefert.  Es würde uns nicht wundern, wenn sich dies als eine freie Erfindung herausstellt. In keinen Fall ist dies eine AZ-Stellungnahme des hierfür zuständigen Pressebüros gewesen.
  5. Was ist dran an den Hintergrundinformationen des Bezirksbürgermeisters Hupke?
    Nichts! Die Express-Redakteure haben in ihrer „Beweisführung“ den grünen Bezirksbürgermeister Andreas Hupke aus einem anderen Stadtbezirk (Innenstadt) interviewt. Er lässt durch seine Aussagen das AZ als unseriös und unzuverlässig dastehen und bezichtigt uns des Vertragsbruchs.
    Das Autonome Zentrum Köln hat den Vertrag mit der Stadt Köln und alle Zusagen bisher eingehalten. Die guten Erfahrungen mit uns sind außerhalb der Express-Räume und des Büros des sich vergallopierenden Herrn Hupke stadtweit bekannt. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete zum Beispiel mit der Überschrift „Stadt hält Autonome für zuverlässig“ über unsere basisdemokratische Arbeit ( http://www.ksta.de/koeln/kalk/-kalk-autonomes-zentrum-stadt-haelt-autonome-fuer-zuverlaessig-909958 ). Erst im Februar überzeugte sich Helmut Frangenberg aus der Stadtanzeiger-Redaktion. Seine Erfahrungen mit dem AZ Köln hätte der Express hier nachlesen können: https://az-koeln.org/presse-news/medienecho-zur-kampagne-azbleibt.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
Köln, 01. September 2017

PM: AZ demokratisiert Beteiligungsverfahren. Projektleiter verkündet Planungsstopp am Eifelwall.

Pressemitteilung

Köln, den 08.07.2017

  • Autonomes Zentrum soll bestehen bleiben
  • 183 Bürger_innen und Autonome protestieren entschieden gegen Pläne am Eifelwall zum AZ-Abriss
  • Bürger_innenschaft votiert mit überwältigender Mehrheit gegen bisheriges Beteiligungsverfahren und den daraus resultierenden Siegesentwürfen
  • Der Proektleiter für Parkstadt Süd am Eifelwall Dr. Joachim Bauer verkündet sofortigen Stopp des geplanten Verfahrens bis zur Lösungsfindung

Am heutigen Samstag wollte die Stadt Köln den Siegesentwurf für die geplante Grünanlage am Eifelwall der Öffentlichkeit vorstellen und dadurch den Abriss des Autonomen Zentrums Köln bekannt geben. Dies wurde von kreativem Protest und empörten Besucher_innen der städtischen Beteiligungsveranstaltung verhindert. Statt dessen wurde basisdemokratisch über den weiteren Verlauf der Veranstaltung entschieden und die Tagesordnung geändert. Es wurde einstimmig beschlossen, eine Resolution zu verabschieden und der Politik und Verwaltung diese aufzuerlegen (im Wortlaut hier nachzuelsen). Der verantwortliche Teilprojektleiter am Eifelwall Dr. Joachim Bauer verpflichtete sich dazu, das Planungsverfahren mit sofortiger Wirkung zu stoppen und den Resolutionsentwurf an alle zuständigen Stellen weiterzuleiten. Die Resolution wurde mit 183 Ja-Stimmen angenommen. Es gab 5 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen.

Dem Autonomen Zentrum wird in der Resolution die Aufnahme von Verhandlungen innerhalb der nächsten zwei Monate zugesichert. Dem AZ soll zudem eine vertragliche Perspektive mit Bestandsgarantie gegeben werden. Der derzeitige Standort an der Luxemburger Straße kann weiterhin genutzt werden, es sei denn, die Beteiligten einigen sich auf eine geeignete Alternative. Seitens der Politik wurde hierfür die volle Unterstützung zugesagt: Jörg Detjen (Die Linke) und Wilfried Becker (Sachkundiger Bürger der SPD im Umweltausschuss, kam in Vertretung von Raphael Struwe).

Uli Rothfuß kommentiert dies: „Wir feiern den basisdemokratischen Erfolg, dies ist ein wichtiger Meilenstein für das AZ und für mehr politische Partizipation in der Stadt. Wir werden den weiteren Verlauf dennoch kritisch beobachten, ob und wie das eindeutige Votum der Beteiligungsveranstaltung von Politik und Verwaltung respektiert und umgesetzt wird.

Für die Zukunft kündigen Sympathisant_innen des AZ weitere vielfältige Protestaktionen an. Nach der Bürger_innenveranstaltung fand eine spontane Demonstration von der Stolzestraße bis zum AZ statt, Autonome zündeten bunte Rauchtöpfe und skandierten „Kein Tag ohne Autonomes Zentrum“. Die Polizei blieb im Auto sitzen.

Offenes AZ Treffen am 12.07.

Termin im August: 16.8.

Du stehst öfter an der Haltestelle Eifelwall und fragst dich, was das für ein buntes Gebäude ist?
Oder bist du vielleicht schon einmal dran vorbeigelaufen und hast einen Blick in den Hof geworfen?
Warst du eventuell schon mal auf einer Party in diesem Bauwerk am Eifelwall 93?

Die Menschen, die dir dort begegnet sind, sind dir positiv in Erinnerung geblieben?
Und dir ist aufgefallen, dass die Partys dort meistens viel entspannter ablaufen als in den Clubs, in denen du dich sonst so rum treibst?

Du würdest gerne mal sehen wie der Laden funktioniert, was dort sonst so geht und wer die Menschen sind, die dort aktiv sind?

Du bist herzlich eingeladen!
Zum 2. offenen AZ Treffen im Rahmen eines Cafes bei entspannter Atmorsphäre in der frisch renovierten Nantoka-Bar im Autonomen Zentrum.

Wir freuen uns darauf mit dir (und natürlich auch mit deinen Freund*innen 😉 ) ins Gespräch zu kommen und euch etwas über das AZ zu erzählen und eure Fragen zu beantworten.

Kommt vorbei und lernt die zahlreichen Projekte und Angebote kennen von Sport über Kultur hin zum Handwerk oder auch Politik.

Es gibt bereits eine Fülle an Möglichkeiten in den Räumlichkeiten des AZs. Solltet ihr jedoch etwas vermissen oder habt ihr selbst eine gute Idee könnt ihr uns auch das gerne mitteilen und wir werden gemeinsam schauen was nicht alles noch möglich wäre und wie sich das AZ noch ein klein bisschen besser und vielfältiger gestalten lässt.

Wir erzählen euch auch gerne etwas über uns oder die anderen Aktiven und natürlich auch wie ihr euch einbringen und mitgestalten könnt. Jeder ist willkommen und dazu eingeladen sich über jede Form von Teilhabe, Unterstützung und dem aktivem Miteinander im AZ auszutauschen.

Nicht zuletzt weil sich zurzeit Entscheidungsträger_innen der Stadt überlegen, wie sie die Erweiterung des Grüngürtels in den Süden umsetzen. Dort wo das AZ momentan steht, ist auf den bisher vorliegenden Plänen eine Rasenfläche vorgesehen. Diese Pläne wären also mit dem Abriss des Gebäudes und dem Rauswurf der AZ-Nutzer_innen verbunden. Das AZ hat aktuell einen Nutzungsvertrag bis 2018 und die Stadt hat noch keine alternativen Vorschläge vorgelegt.

Aber wir wollen bleiben!

Das AZ ist also akut bedroht und es bedarf einer breiten Unterstützung und lautstarken Protests um eine Räumung zu verhindern. Auch ihr könnt dabei helfen und dafür sorgen dass das AZ als Ort der Teilhabe für jede*n unabhängig von Aussehen, sexueller Orientierung, Herkunft oder Portemonnaie und als Ort der politischen und gesellschaftlichen Alternativen in Köln erhalten bleibt.

Wer sich diesen Ort also gerne mal anschauen möchte, sich engagieren und dabei das AZ und die Menschen dort kennenlernen möchte oder einfach nur mal Lust hat sich das Ganze von innen anzusehen und dabei eine Tasse leckeren Kaffee oder Tee zu trinken ist herzlich eingeladen am 12.07. ab 19:00 Uhr bei uns vorbeizukommen. Wir freuen uns auf euch!

Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!

PM: Tanz-Demonstration gegen Verdrängung am Samstag vereint breites stadtpolitisches Spektrum (12.06.2017)

Köln, 12.06.2017

* Tanz-Demo kritisiert Kölner Stadtpolitik
* 35 Organisationen schließen sich Demonstration an
* Route der Demonstration führt über den Rudolfplatz
* Demonstrierende des Friedensmarsches gegen Terror können im Anschluss für Freiräume und gegen Rassismus tanzen

Köln ist im Umbruch – und das Problem heißt Verdrängung. Mieter_innen werden zwangsgeräumt. Soziale und ökologische Projekte sind bedroht (Allerweltshaus, Pflanzstelle Kalk) oder ihr Abriß ist bereits fest eingeplant (Autonmes Zentrum, Bauwagenplatz an der Krefelderstr). Geflüchtete müssen immer noch in Massenunterkünften leben und sind von Abschiedung bedroht. Ursachen sind Profitstreben und Rassismus, aber auch eine unachtsame Verwaltung. Gleichzeitig stehen überall Wohn- und Büroflächen leer. Dabei zeigt sich, dass für neue prestigeträchtige Projekte immer noch Raum da ist, für soziale, ökologische und kulturelle Projekte aber nicht. Auch beim Bereitstellen günstiger Wohnungen tut sich die Stadt schwer. Das ausgerechnet der Wagenplatz wegen angeblich günstiger Wohnungen verschwinden soll und das AZ für eine Wiese ist an Zynismus kaum zu überbieten. Um sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen, haben sich über 35 Organisationen verschiedenster Spektren
zusammengetan.

Die Demonstration startet am Samstag, 17.6. um 16 Uhr an der Krefelder Straße/ Innere Kanalstraße vor dem Bauwagenplatz: „Wem Gehört Die Welt“. Von dort aus geht es über den Hansaring zum Gerling-Quartier. Dort wird es gegen cirka 17/17:30 Uhr eine Zwischenkundgebung, mit einer Rede von Kalle Gerigk (Alle für Kalle) geben. Danach zieht die Demo weiter die Ringe hinunter über den Rudolfsplatz (cirka 18/18:30 Uhr) bis zum SSK Salierring (19:30 Uhr). Anschließend biegt die Demonstration auf die Luxemburger Straße ein, zur Abschlusskundgebung vor dem Autonomen Zentrum Köln (20:30 Uhr). Aktuelle Informationen zum Stand der Demo werden über den Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Hashtag #Koeln1706 kommuniziert.

Zeitlich versetzt (13 Uhr) findet die Demonstration gegen Gewalt und
Terror am Heumarkt statt. Daniel Bündnis von der Stadtpolitischen
Vernetzung sagt: „Wir laden alle Menschen, die am Samstag in der Stadt
unterwegs sind, dazu ein, sich unserer Demo anzuschließen. Eine
solidarische Gesellschaft ist unser Anliegen und wir freuen uns über
breite Unterstützung.“

Am Mittwoch lädt der Wagenplatz „Wem gehört die Welt“ zum Basteltag ein,
um Schilder und Transparente zu basteln und den Wagenplatz
kennezulernen. Die Bastel-Aktion beginnt um 18 Uhr.

Am kommenden Samstag geht das Stadtpolitische Netzwerk für das Recht auf
Stadt auf die Straße, mit dabei sind:

  1. Allerweltshaus e.V.
  2. Antifaschistische Koordination Köln und Umland AKKU
  3. Antifaschistische Gruppe CGN
  4. ASN – Anarchosyndikalistisches Netzwerk
  5. AStA der Universität zu Köln
  6. Autonomes Zentrum Köln
  7. Bündnis Köln Nord gegen Rechts
  8. Baustelle Kalk e.V.
  9. Café Kollektiv Fatsch
  10. Feministischer Arbeitskreis Köln
  11. Gold + Beton (Kunstgalerie)
  12. Initiative Güterbahnhof Mülheim
  13. Interventionistische Linke iL
  14. Karthäuserwall ist überall
  15. Kein Mensch ist illegal Köln
  16. KLUBKOMM – Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V.
  17. Köln Alarm! – Aktiv gegen Rechts
  18. Kommunikation und neue Ökologie – KunÖ e.V.
  19. LC 36 (Wohnprojekt und Café)
  20. Lotta (Kneipe)
  21. Pflanzstelle Kalk (Grenzenlos Gärten e.V.)
  22. Recht auf Stadt Köln
  23. Recht auf Stadt Aachen
  24. Schalten & Walten (Kunst- und Projektraum)
  25. Schüler_innen gegen Rechts
  26. Second Bandshirt e.V.
  27. SJZ Siegburg e.V. – Selbstverwaltetetes Jugendzentrum Siegburg
  28. Sommerblut Kulturfestival e.V.
  29. SSK – Sozialistische Selbsthilfe Köln Salierring
  30. Sternhagel Bar
  31. Trash Chic (Kneipe)
  32. Wagenplatz Wem Gehört Die Welt
  33. Wohnen Wagen!
  34. Wohnraum für Alle
  35. Einzelpersonen

PM: Autonomes Zentrum Köln dementiert angeblichen Dialog mit der Stadt

Pressemitteilung
Köln, 06.06.2017

Autonomes Zentrum Köln dementiert angeblichen Dialog mit der Stadt

* Stadtsprecherin Inge Schürmann behauptet, es gäbe Gespräche zwischen der Verwaltung und der AZ-Vertretung.
* Das Autonome Zentrum Köln dementiert, dass Gespräche mit der Stadt Köln stattgefunden haben.

Inge Schürmann leitet die Pressestelle der Stadt Köln und sagte gegenüber der Kölnischen Rundschau (01.06.2017), es „laufen Gespräche zwischen AZ-Vertretern und der Verwaltung“. Uli Rothfuß, Pressesprecher des Autonomen Zentrum Köln hierzu:

„Es ist schon interessant, dass wir das aus der Zeitung erfahren, mit uns würde geredet. Doch das ist schlichtweg gelogen, wenn Verwaltungsmitarbeitende behaupten, mit uns im Austausch oder überhaupt in Kontakt zu stehen.“

Die Aussage der Stadtsprecherin Schürmann reiht sich ein in eine Kette irreführender Behauptungen. Bereits im Februar gab die Verwaltung gegenüber dem Rat der Stadt an, mit dem AZ in Dialog zu stehen. Das AZ stellte damals bereits in einem internen Schreiben an die SPD-Fraktion klar, entgegen dieser Aussage nicht kontaktiert worden zu sein. Das Autonome Zentrum Köln hat in den vergangenen 12 Monaten knapp 100 Gespräche mit Vertreter_innen der Kommunalpolitik geführt. Ein Dialog mit der Stadtverwaltung fand dagegen nicht statt. Der letzte Kontakt mit dem Stadtentwicklungsamt kam unter starkem öffentlichen Druck im Dezember 2016 zu stande. Trotz der Versprechungen, den Dialog danach aufnehmen zu wollen, suchte die Stadt seither nicht mehr das Gespräch.

Quellen:
Kölnische Rundschau, 01.06.2017: http://www.rundschau-online.de/region/koeln/autonomes-zentrum-in-koeln-aktivisten-wollen-standort-in-suelz-behalten-27016102
Anfrage der SPD Fraktion aus Januar 2017:
Antwort auf Vorlage Nr. 0299/2017 vom 9.2.2017 an die SPD-Fraktion
Stellungnahme Autonomes Zentrum Köln vom 13.02.2017 an die SPD Fraktion

PM: Neues Bündnis „Stadtpolitische Vernetzung“ kündigt Demonstration für eine basisdemokratische Stadtplanung an

  • In Köln haben sich verschiedene soziale, kulturelle und ökologische Gruppen zu einem Bündnis zusammengeschlossen.
  • Unter dem Motto „Das Problem heißt Verdrängung“ demonstriert das Bündnis am 17. Juni in Köln gegen die zunehmende Verdrängung von Menschen und Projekten aus der Stadt.
  • Weitere Bürger_inneninitiativen sind eingeladen, sich einzubringen.
Köln, 28.05.2017
Pressemitteilung
Die „Stadtpolitische Vernetzung“ ist ein Netzwerk aus zur Zeit 19 Kölner Initiativen. Sie setzt sich für bezahlbaren Wohnraum, nichtkommerzielle Freiräume, die Vergesellschaftung von Grund und Boden, eine neue Basisdemokratische Stadtplanung sowie der Erhaltung von öffentlichen Grünflächen, sozialen, kulturellen und politischen Projekten ein. Das Bündnis fordert das Recht auf Stadt für alle Bewohner_innen, unabhängig ihres sozioökonomischen oder rechtlichen Status. Damit kritisiert wird Gentrifizierung, Repression, neoliberale Stadtentwicklung und Rassismus. Am 17. Juni 2017 wird das Anliegen unter dem Motto „DAS PROBLEM HEISST VERDRÄNGUNG“ als Demonstration in die Öffentlichkeit getragen. (Link zum Aufruf)
Kim Wolnośc von der Stadtpolitischen Vernetzung sagt hierzu:
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Stadt soziale, ökologische und kulturelle Anliegen nicht zusammen denkt oder sogar gegeneinander ausspielt. Wir wollen Gemeinsamkeiten dieser Anliegen wieder stärker sichtbar machen und fordern von der Stadt Kooperationsbereitschaft und Lösungsorientierung.“ 
Durch das große Stadtentwicklungsprojekt „Masterplan Köln-Innenstadt“ und „Smart City“ stehen aktuell im gesamten Stadtgebiet unzählige soziale Projekte, Kunst- und Kulturräume, alternative Wohnprojekte und Politikorte auf der Streichliste. Das Autonome Zentrum oder der Wagenplatz „Wem gehört die Welt?“ gehören zu den bekanntesten Beispielen rücksichtsloser Stadtplanung. Der Bauwagenplatz ist eine feste Institution des Kölner Stadtlebens seit über 30 Jahren als alternative Wohn- und Lebensform. Das Autonome Zentrum wird von über 40 Gruppen, Initiativen und Vereinen betrieben und gelobt sowohl für seine Sozialprojekte, mit welchen auch Obdachlose- und Bedürftige angesprochen werden, als auch für die antirassistische und antifaschistische Arbeit sowie basisdemokratische Angebote.
Uli Rothfuß, Pressesprecher des Autonomen Zentrums Köln begründet die Entscheidung, sich in das Bündnis einzubringen:
„Wir wollen als Teil des neuen Bündnisses deutlich machen, dass wir zusammenstehen. Wir sind verwundert, dass die Zukunft des AZ nach wie vor unklar ist. Und dies nach jetzt über 7 Jahren und unzähligen Gesprächen mit der Stadt. Wir werben für den Dialog aber reden gegen eine Betonwand. Der Stadt sagen wir: Hört endlich auf, uns zu verarschen!“ 
Brigitte Setzt von Wohnraum für Alle ergänzt:
„Die Wohnbedingungen vieler Menschen in Köln sind unzumutbar und menschenunwürdig, zugleich verdienen Immobilienkonzerne Unsummen an der Not. Anstatt ihrer Aufgabe gerecht zu werden und für günstigen Wohnraum zu sorgen, heißt die Devise der Stadt immer noch: Markt der Höchstpreise vor Stadt für alle. Wir können dem nicht zusehen und werden auch weiterhin Häuser besetzen, um Wohnen zu können.“ 
Die Stadtpolitische Vernetzung ist ein Bündnis von:

Allerweltshaus e.V.
Antifaschistische Koordination Köln und Umland AKKU
Antifaschistische Gruppe CGN
Autonomes Zentrum Köln
Baustelle Kalk e.V.
Café Kollektiv Fatsch
Feministischer Arbeitskreis Köln
Gold + Beton (Kunstgalerie)
Initiative Güterbahnhof Mülheim
Karthäuserwall ist überall
KLUBKOMM – Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V.
Recht auf Stadt Köln
Recht auf Stadt Aachen
Schalten & Walten (Kunst- und Projektraum)
Sommerblut Kulturfestival e.V.
Trash Chic (Kneipe)
Wagenplatz Wem Gehört Die Welt
Wohnen Wagen!
Wohnraum für Alle
Einzelpersonen

Weitere Bürger_innen-Initiativen sind eingeladen, sich in das Netzwerk einzubringen. Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse netzwerk-k@riseup.net an uns wenden.

7. Jahre Autonomes Zentrum Köln- Das Problem heißt Verdrängung

Vorläufiges Programm:

14:00 Uhr: Tore offen!
– Kaffee & Kuchen
– Digitalisierungs-Workshop

15:30 Uhr: Film zum Thema Wagenplätze und Info zum Wagenplatz „Wem gehört die Welt“

16:00 Uhr: Vortrag zum Thema Intersektionalität mit anschließender Diskussion (Referentin: Maike Hellmig / Antifaschistische Gruppe CGN)

16:00 Uhr ParkAkrobatik Köln Workshop auf der Gauklerwiese (gleich gegenüber vom AZ)

16:30 Uhr: Krav Maga Einführungsworkshop

18:00 Uhr: Muay Thai Einführungsworkshop:
„Thai- Boxen oder Muay Thai ist der thailändische Nationalsport. Bei diesem Kampfsport kommen Fäuste, Ellenbogen, Knie und Beine zum Einsatz. Des weiteren darf im Stand gerungen werden (Muay Thai Clinch). Für alle die hier einmal Hineinschnuppern wollen stehen Euch am AZ Geburtstag zwischen 14:30 und 16:00 Uhr im Bewegungsraum erfahrene Trainer zur Verfügung, um mit Euch gemeinsam die Schlagpolster zu bearbeiten.
Kick it!“

17:00 Uhr: Diskussion: Autonomes Zentrum Köln – Auf dem Weg zu einem Ort solidarischer Gegenmacht?
Antifaschistische Koordination Köln und Umland und Interventionistische Linke Köln
(https://www.facebook.com/events/1837715693218280/)

18:00 Uhr: AZ Zukunft – Strategien und Perspektiven für ein AZ im Park (Antifaschistische Gruppe CGN)

18:30 Uhr: Abendessen
Die Vokü AG hat sich dieses Jahr die spanische/kanarische Küche vorgenommen und kredenzt euch eine gemischte vegane Tapas-Platte.

19:00 Uhr: Film „Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten“ im Rahmen der Libertären Wochen

ab 19:30 Uhr: Konzerte mit Los Bitchos Bartos, No Weather Talks, Resolutions, Dr. Dosenbier. Ab 23:00 Uhr  Aftershowparty miit Die Heftigen Joes (PunkCoverClassics) & DjIphone (80’s & Hits)

ab 23:00 Uhr Techno mit Aesthetik & Zerstoerung

Ganztägig:
– Kinderbetreung (14 h – 18/19 h)
– Umsonstladen

 

Aufruf:

… und wir hängen nochmal 100 dran! – Das Autonome Zentrum hat Geburtstag!

Sieben Jahre sind seit der Besetzung der ehemaligen KHD-Kantine in Köln-Kalk vergangen und auch noch heute in der Luxemburger Strasse 93 bietet das AZ einen (Frei)Raum für linke emanzipatorische Solidarität und Praxis. Hier werden soziale Projekte, unkommerzielle Kultur und parteiunabhängige Politik vereint. Ob Kneipenabende, Konzerte, Info- und Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen, Sportkurse, Umsonstladen, Foodsharing-Projekt oder Gruppentreffen – das AZ ist ein Ort, an dem zahlreiche Menschen zusammenkommen, um eine solidarische Alternative zu den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen zu entwickeln.

Freiräume aktivieren! Das Problem heißt Verdrängung!

Monatlich gehen tausende Menschen im AZ ein und aus und dennoch wird das AZ im Rahmen des Projekts „Parkstadt Süd“ der Stadt Köln überplant, welches die Erweiterung des Grüngürtels bis zum südlichen Rheinufer vorsieht. Obwohl das AZ leicht in den Grüngürtel integriert werden könnte, soll es nach Meinung der Stadt einfach aus dem Bereich Eifelwall verschwinden. Einen Ersatzort gibt es nicht. Dieser Plan fügt sich nahtlos ein in eine profitorientierte Stadtpolitik, die systematisch Freiräume zerstört und den Ausverkauf der Stadt vorantreibt. So sind auch andere alternative Projekte wie der Bauwagenplatz Wem gehört die Welt stark bedroht.

Sieben Jahre und immer noch kein Ende!

Doch wir lassen uns nicht so einfach verdrängen. Wir werden für unsere Freiräume kämpfen! Also lasst uns die vergangenen sieben und die kommenden 100 Jahre AZ Köln gemeinsam feiern. Kommt am 13.05. ab 14 Uhr vorbei zur großen Geburtstagsparty mit  Kaffee&Kuchen, Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshops, Foto-Ausstellungen, Filmvorführungen, der Eröffnung der AZ-Bibliothek, leckerem Essen sowie einem buntgemischten Konzert-&Partyprogramm! Auch für die kleinen Gäste ist gesorgt!

Wir sehen uns im AZ!

Nach Lokalzeit-Beitrag im WDR: Öffentlicher Druck auf Politik nimmt zu

Jörg  Frank (Die Grünen Köln) hält den Verbleib des Autonomen Zentrums Köln (AZ) für „theoreitisch  möglich“. Seiner Einschätzung nach gebe dies auch der Bebauungsplan für Parkstadt Süd her. Die Aussage entlockte ihm die kritisch nachfragende Interiewerin und Moderatorin Simone Standl  in der Lokalzeit des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Jörg Detjen bezog für Fraktion Die LINKE zuvor bereits klar Stellung und schloss sich unserer  Forderung an, das AZ in den geplanten erweiterten Grüngürtel zu integrieren.
Wenige Tage nachdem der Kölner Stadtanzeiger bereits fünf weitere Jahre für das Autonome Zentrum Köln an der Luxemburger Straße gefordert hatte[1] berichtete nun auch die WDRLokalzeit ausführlich und ausgewogen über unsere Situation.[2] Der Beitrag samt Interview mit Jörg Frank ist in der Mediathek abrufbar (http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-lokalzeit-aus-koeln-1080.html)
Die Argumente für einen Verbleib des AZ am jetzigen Standort wurden sowohl vom Kölner Stadtanzeiger als auch im WDR-Fernsehen deutlich: neben der zentralen Lage, die für viele Nutzer_innen die Erreichbarkeit  gewährleistet, ist die Einbindung in die geplante Parkanlage Süd  niedrigschwellig möglich und stellt aus Sicht der Öffentlichkeit keinen Widerspruch zur geplanten Parkanlage dar.
AZ-Sprecher  Uli Rothfuß zeigte sich mit dem medialen Echo der letzten Wochen mehr  als zufrieden:
Wir haben großen Rückhalt auch in der lokalen  Bevölkerung bekommen und die Befürwortung für ein Autonomes Zentrum, integriert im Park, wächst.
Quellen:
[1] Kölner Stadtanzeiger vom 8. Februar 2017 [lesen]
[2] WDR Fernsehen, Lokalzeit in Köln, 20. Februar 2017 [ansehen]

Lippenbekenntnisse und Luftschlösser für das Autonome Zentrum Köln? Nein danke!

Pressemitteilung 16.02.2017,
Köln

Das Autonome Zentrum (AZ) soll seinen derzeitigen Standtort an der Luxemburger Straße Ende 2018 räumen, damit bleiben Politik und Verwaltung der Stadt Köln weiter bei ihrer bisherigen Linie. Umfangreiche Bemühungen tausender AZ-Nutzer_innen, von Kulturschaffenden, Sozialverbänden wie auch der Stadtgesellschaft und der Nachbarschaft, mit verantwortlichen Politiker_innen und Verwaltungsmitarbeiter_innen persönlich in Kontakt zu treten und für einen Erhalt des AZ am Standort zu werben laufen damit ins Leere. Selbst eine Petition mit überwältigender Resonanz und ein durch und durch positives Medienecho bleiben bisher ungehört.
Lippenbekenntnisse und Luftschlösser? Nein danke!

„Wir bitten Sie darum, mit dem Autonomen Zentrum ins Gespräch zu kommen  und auf dialogisch-demokratische Weise eine Lösung zu erarbeiten, die  für beide Seiten zufriedenstellend ist“,

fordert einer der größten deutschen Jugend- und  Sozialverbände Deutschlands (95.000 Mitglieder) von den Fraktionen SPD, CDU, Die GRÜNEN und Die LINKE im Rat der Stadt Köln in einem internen Schreiben.

Bisher hat sich keine Partei offiziell für das Autonome Zentrum Köln im Park ausgesprochen, sodass der Abriss weiter im Raum steht, obwohl der Stadtdirektor im Rahmen einer Präsentation zum Masterplan Innenstadt bereits im August 2013 informiert hat, dass es keine Ersatzorte gibt. Mit der Veröffentlichung des Wettbewerbstextes für den Bauabschnitt Eifelwall durch die Stadtverwaltung, in dem das AZ nicht einmal erwähnt wird, zeigt sich, dass alle bisherigen Bemühungen tausender Unterstützter_innen ergebnislos blieben.

Vertreter_innen der Verwaltung nehmen die Verantwortung nicht an und sehen die Politik gefordert. Doch bisher blieb auch die Aufforderung an die politischen Entscheidungsträger_innen, auf den Ausschreibungstext Einfluss zu nehmen, damit dort das AZ und dessen Interessen hinterlegt werden, wirkungslos.
So waren mehrere Vertreter_innen der GRÜNEN und der LINKEN mit Fraktionsspitzen einer Einladung zu einer ausgiebigen Ortsbegehung mit anschließendem runden Tisch sehr wohl gefolgt und auch ein SPD-Bezirksvertreter kam vorbei, eine Einflussnahme ist jedoch bislang nicht zu erkennen.

Jörg Frank (Die GRÜNEN):

„Wir haben versichert, uns mit der Planung des AZ intensiv zu befassen und uns absehbar über das weitere Vorgehen – nämlich den über den Verbleib des AZ – intern abzustimmen. Derzeit gilt noch die von den GRÜNEN damals unterstützte Beschlussfassung des Hauptausschusses, wonach die Verwaltung einen geeigneten Ersatzstandort vorzuschlagen hat, sofern das AZ am 31.12.2018  nicht verbleiben kann.“

Jörg Detchen (Die LINKE) sagt:

„Das AZ ist ein wichtiges Zentrum für alternative Kultur, politisches Handeln und soziale Projekte, kurz: Eine Bereicherung für Köln, die erhalten bleiben muss! Wir unterstützen einen Verbleib des Autonomen  Zentrums im Grüngürtel. Politik, Verwaltung, AZ und Anwohner müssen  weiter darüber verhandeln, ob dies in den jetzigen Gebäuden möglich ist, oder in einem ökologischen Neubau innerhalb des Grüngürtels.“

Michael Frenzel (SPD Köln) sagt:

„Anlässlich der Ratssitzung im Dezember hatte ich die Gelegenheit zu einem ausführlichen persönlichen Gedankenaustausch mit AZ-Nutzenden, die mir die AZ-Situation ausführlich dargestellt haben.“

Mit der CDU Köln ist noch ein persönlicher Ortstermin geplant.

Wir fordern politisches Handeln, echten Dialog und von der Verwaltung Lösungsorientierung!
Pressesprecher Uli Rothfuß:

„Wieder wurde von den kommunalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern eine Chance vertan, den Konflikt um den Verbleib des Autonomen Zentrums zu entschärfen. Wir waren und sind weiterhin gesprächsbereit. Überrumpeln lassen wir uns allerdings nicht – weder durch die wahnhaften Abrissträume aus dem Grünflächenamt noch durch Versuche, uns mit bürokratischen Spielchen irgendwelche Mauern in den Weg zu bauen. Wir werden nicht tatenlos daneben stehen und zusehen, wie Stück für Stück vollendete Tatsachen geschaffen werden, die auf einen Abriss unserer Gebäude und der Anlage hinauslaufen. Wir fordern weiterhin von den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern als auch der Verwaltung der Stadt Köln, dass der Verbleib des AZ endlich in die Planungen für die Parkstadt Süd miteinbezogen wird!“

Rothfuß kündigte an, nun selbständig die beauftragen Planungsbüros zu kontaktieren und diese umfassend zu den Überlegungen und Konzepten einer Integration des AZs in die Parkstadt Süd zu informieren. Rothfuß weiter:

„Wenn das alles nicht fruchtet, werden wir mit der Ausarbeitung unserer bereits präsentierten Entwürfen zeigen, dass eine Integration des AZ in die Parkstadt Süd möglich ist.“

gez. Interessengemeinschaft Autonomes Zentrum

Alle Pressemitteilung zur Kampagne #AZbleibt: https://az-koeln.org/presse-news/

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