PM: Reclaim the streets! Kein Tag ohne!

* AZ kündigt Reclaim-the-streets-Aktion für Samstag an.
* Öffentliches Programm aus dem AZ in der Innenstadt
* AZ fordert mehr als Parkstadt Süd.

„Auf die Plätze, fertig los, für ein Autonomes Zentrum!“ – Unter diesem Motto treffen sich Unterstützer*innen des Autonomen Zentrums Köln am Samstag den 21. April um 15 Uhr in die Innenstadt oder anderswo, um ein buntes Programm in die Öffentlichkeit zu tragen.

„Aus den Mauern des Autonomen Zentrums kommen wir auf die Straßen Kölns. Es soll getanzt, jongliert, gemalt und Musik gemacht werden. Jede Person ist mit ihren Ideen eingeladen. Das Ziel ist zu zeigen, dass selbstverwaltete, emanzipatorische Kultur und Politik Raum braucht, Raum den wir uns inmitten der kommerziellen, profitorientierten Innenstadt Kölns nehmen, wenn er uns nicht gegeben wird,“

sagt Uli Rothfuß aus dem Presseteam des Autonomen Zentrums.

Das Autonome Zentrum ist in seinem Bestand konkret bedroht. Die Pläne der Stadt Köln sehen unverändert vor, das Gebäude Ende 2018 abzureißen und durch Rollrasen zu ersetzen.

„Nach drei Jahren Dialog und Verhandlungen mauert die Stadt weiter. Es ist keine Lösung in Sicht. Wir fordern einen Park, der mehr ist als Parkstadt Süd. Wir fordern ein Projekt mit echtem ökologischen Mehrwert. Wir fordern einen Raum für Diskussionen, unkommerzielle Kultur,  den bedingungslosen Erhalt der Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstätten und soziale Angebote wie die Obdachlosen- und Bedürftigenverpflegung. Parkstadt Süd wird dem nicht im Ansatz gerecht, Parkstadt Süd ist ein Projekt der sozialen und kulturellen Verdrängung und ökologischer Irrsinn,“

erläutert Uli Rothfuß.

Durch den geplanten Abriss würden die Projekte, Veranstaltungen, Initiativen und Hilfeleistungen kaum mehr realisierbar sein, die das Autonome Zentrum bietet. Ein sozialer Raum wie das AZ, der sich in allen Strukturen selbstverwaltet, emanzipatorisch, hierarchiefrei und ohne kommerzielle Profitorientierung organisiert, ist für den Stadtraum Köln von hoher Bedeutung. Hier haben Menschen die Gelegenheit, die Utopie einer freieren und gleichberechtigteren Gesellschaft im Kleinen aufzubauen und zu (er)leben.

 

PM: Tag der offenen Tür im Autonomen Zentrum Köln

Pressemitteilung
Köln, 12.04.2018

* Tag der offenen Tür im Autonomen Zentrum
* Buntes & vielfältiges Programm für den Tag veröffentlicht, Konzert mit Guts Pie Earshot uvm.
* Demonstration gegen Rechts am Heumarkt unterstützen

„Es gibt etwas zu feiern. Seit 8 Jahren besteht das Autonome Zentrum Köln (AZ) als einzigartiger Freiraum für Kultur, Kunst, Sport, außerparlamentarische und linke Politik, Austausch und vieles mehr. Dies soll am 14.04. mit einer großen Geburstagsparty im Rahmen des Tages der offenen Tür gefeiert werden,“, so Uli Rothfuß, Presseteam vom AZ. „Den ganzen Nachmittag über wird es ein Kinderprogramm geben, u.a. mit Zirkus, Jonglage und einem Zauberer. Alle Gruppierungen und Strukturen des AZs stellen ihre Arbeit vor und laden zu diversen Mitmach-Aktivitäten ein. Außerdem gibt es um 17:30 Uhr die Gelegenheit, an einer Vollversammlung des Autonomen Zentrums teilzunehmen und zu erfahren, wie ein Autonomes Zentrum in seinen Entscheidungsstrukturen funktioniert.

Die Pläne der Stadt Köln sehen unverändert vor, unsere sozialen, kulturellen und politischen Räume abzureißen und durch Rollrasen zu ersetzen. Die Notwendigkeit für Autonome Zentren steigt, wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht, soziale und kulturelle Teilhabe zum Luxus wird und Menschen verdrängt werden. In unserem AZ ist der Zugang zu Sport, Kultur, Diskussion kostenfrei. Wir möchten den Tag der offenen Tür dazu nutzen, der Öffentlichkeit zu zeigen, welchen Wert ein Autonomes Zentrum für das Zusammenleben der Stadt hat, auch wenn dies in keiner Leistungsbilanz für Jungend- und Kulturarbeit, für ökologische Nachhaltigkeit oder politische Mitbestimmung auftaucht. Unsere Projekte, Veranstaltungen, Initiativen und Hilfeleistungen sind nur am Eifelwall realisierbar und nicht im Luftschloss oder am äußersten Stadtrand. Ein sozialer Raum wie das AZ, der sich in allen Strukturen selbstverwaltet, emanzipatorisch, hierarchiefrei und ohne kommerzielle Profitorientierung organisiert, ist für den Stadtraum Köln von hoher Bedeutung. Hier haben Menschen die Gelegenheit, die Utopie einer freieren und gleichberechtigteren Gesellschaft im Kleinen aufzubauen und zu (er)leben,“ so Rothfuß weiter.

Der Tag der offenen Tür beginnt um 14 Uhr. Das Autonome Zentrum Köln ruft dazu auf, vorher die Demonstration für Meinungsfreiheit von Köln gegen Rechts am Heumarkt zu unterstützen.

PROGRAMM:
https://www.facebook.com/events/2047018682212142/

14 Uhr
Kaffee und Geburtstagskuchen vom Cafe-Kollektiv Fatsch
Eröffnung der Ausstellung im Atelier sowie offenes Atelier mit Workshop/Mitmachangebot

Druck dir was! Oder: How to Siebdruck?
In der Siebdruckwerkstatt können verschiedene Motive auf Aufnäher oder T-Shirs gedruckt werden. Dazu gibt es die Möglichkeit, das AZ-Logo, das Logo der Hambacher-Forst-Aktivist_innen oder ein ACAT-Motiv auszuwählen, oder eigenen Motive zu erstellen.

Hula Hoop – Offener Jam
Bei schlechtem Wetter in der 3erGarage, bei gutem Wetter auf dem Hof.

Second Bandshirt
Am Stand von Second Bandshirt können gebrauchte Bandshirts für einen guten Zweck erworben werden oder nicht mehr benötigte Shirts abgegeben werden als Spende.

15 Uhr
Öffnung der Bike-Kitchen
Die Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt öffnet, dort könnt ihr eure Fahrräder flicken, reparieren oder neue Fahrräder aus gebrauchten Teilen zusammenbauen.

Öffnung des Infoladens
Eröffnung der neuen Veranstaltungsreihe „Buch des Monats“ sowie ein Umsonst-Büchertisch im Hof.

Contact Impro im Sportraum
Die Contact-Improvisation ist eine Tanz- und Interaktionsform ohne Ziel. Durch physischen Kontakt und gemeinsame freie (ziellose) Bewegung wird sie gekennzeichnet und stellt ein Spiel mit Balance, Gewicht, Momentum und Schwerkraft dar, um letztlich dem Unbekannten zu begegnen und damit zu improvisieren.

15:30 Uhr

Filmvorführung Acht Jahre Autonomes Zentrum Köln
Beginnend bei der Kampagne pyranha und bis zum Zustandekommen des Vertrags für die Lux93 werden die Aktivitäten beleuchtet, die das Entstehen und den Erhalt des AZ bisher möglich gemacht haben.

17 Uhr

Öffentliche Vollversammlung
Wir organisieren ein großes Plenum für alle Interessierten zur Zukunft des AZ und zur Kampagne zum Erhalt der Lux93 mit Informationen zum aktuellen Stand der Verhandlungen mit der Stadt und geplanten Aktionen zum Mitmachen in der Kampagne.

19 Uhr

Die Volksküche
Die Vokü-AG kredenzt dieses Jahr feinstes Crispy Duck aus Seitan mit Gewürzreis, knackigem Gemüse und süß-saurer Sauce. Wie immer alles vegan und frisch!

Einführung in Krav Maga im Sportraum
Krav Maga (hebr. קרב מגע „Kontaktkampf“) ist ein israelisches, modernes, eklektisches Selbstverteidigungssystem, das Schlag- und Tritttechniken präferiert, aber auch Grapplingelemente wie Hebel und Bodenkampf beinhaltet. Das Training ist für alle offen. Ihr braucht keine Vorerfahrung, Sportklamotten sind von Vorteil!

19:30 Uhr

Transparente malen im Atelier
Nachdem auf der Vollversammlung über kommende Aktionen diskutiert worden ist, wird im Atelier die Demo-Ausrüstung erstellt. Helft mit, Banner zu malen oder designt eigene Entwürfe.

20 Uhr

Elektric Jam Session in der Jam-Session-Garage
ankommen, anschauen, zuhören, mitmachen.

Muay Thai im Sportraum
Alle, die immer schon einmal in diesen Kampfsport reinschuppern wollten, können am AZ Geburtstag nach Herzenslust unter Anleitung in die Pratzen treten. Sportklamotten sind von Vorteil.

20:30 Uhr:

Konzert im Konzertraum
– Placid Joy (Emo, Post-HC)
– Notions (Punk, Post-HC)
– Guts Pie Earshot (TechPunk, HC, Drum´n`Bass)
– Die Heftigen Joes (Cover-Wahnsinn)
Danach: Party mit DJ iPhone

23 Uhr:

Party mit Ästhetik & Zerstörung

Hinweis:
Fotografieren im AZ ist nicht erlaubt.

PM: Bundesverwaltungsgericht bestätigt Kritik des Autonomen Zentrums an der Stadt Köln

Pressemitteilung
Köln, 11. April 2018

„Wir fordern die Überprüfung der gesamten Projektplanung und der Bebauungspläne von „Parkstadt Süd“ sowie einen kooperativen Umgang mit allen zu Beteiligenden. Das Urteil aus Leipzig bedeutet auch, dass eine neue Planung erforderlich ist. Die Überprüfung falscher Entscheidungen aufgrund unzureichender Planung oder falscher Daten und Fakten ist unumgänglich,“ so Uli Rothfuß, Pressesprecher Autonomes Zentrum Köln.

„Während uns die Stadt erklären will, Beschlüsse seien in Stein gemeißelt und ließen sich nicht überdenken, muss höchstrichterlich in das Verfahren „Parkstadt Süd“ eingegriffen werden um die Betroffenen zu schützen. „Parkstadt Süd“ wurde in der Öffentlichkeit immer als Vorzeigeprojekt guter Planung und vorbildlicher Bürger_innenbeteiligung präsentiert. Dass daran etwas faul ist, zeigte schon der lautstark artikulierte Unmut der vielen Teilnehmenden auf den Veranstaltungen der Stadt und auch die Resolution aus den Beteiligungswerkstätten aus dem Juli 2017. Darin wird gefordert, dass sich die Stadt ernsthaft mit den Vorschlägen zur Integration des Autonomen Zentrums auseinandersetzt. Köln braucht Freiräume. Wir stellen die soziale Frage. Wem gehört die Stadt?“, fragt Uli Rothfuß weiter.

Siehe auch:
https://www.ksta.de/thema/koeln/parkstadt-sued
Pressemitteilung Nr. 19/2018 | Bundesverwaltungsgericht

Mehrere Gebäude sind am Eifelwall von der Projektplanung betroffen und werden mit zweierlei Maß behandelt: Das Justizparkhaus (vorne rechts) darf bestehen bleiben, das Chor- und Orchesteratelier (vorne links) und das AZ (grün im Hintergrund) sollen weichen. Dagegen stehen die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens.

8 Jahre Autonomes Zentrum Köln – Tag der offenen Tür und Geburtstagssause

Seit bereits 8 Jahren besteht das Autonome Zentrum Köln als ein Freiraum für Kultur, Kunst, Sport, linke Politik, Austausch und vieles mehr. Dies soll am 14.04. mit einem Tag der offenen Tür und einer großen Geburtstagsparty gefeiert werden. Fühlt euch herzlichst eingeladen und kommt vorbei, um mal in alle Angebote und Strukturen reinzuschnuppern oder um einfach einen entspannten Tag in einzigartiger Umgebung zu verbringen.

Denn unter Umständen wird dies der letzte Geburtstag sein, den das AZ an diesem Standort feiert. Die Pläne der Stadt Köln sehen unverändert vor, das Gebäude Ende 2018 abzureißen und durch Rollrasen zu ersetzen. Alternative Standorte stehen bisher nicht zur Verfügung. Ein Abriss würde bedeuten, dass all die Projekte, Veranstaltungen, Initiativen und Hilfeleistungen kaum mehr realisierbar wären – Lassen wir es nicht dazu kommen!

 Ein sozialer Raum wie das AZ, der sich in allen Strukturen selbstverwaltet, emanzipatorisch, hierarchiefrei und ohne kommerzielle Profitorientierung organisiert, ist für den Stadtraum Köln von hoher Bedeutung. Hier haben Menschen die Gelegenheit, die Utopie einer freieren und gleichberechtigteren Gesellschaft im Kleinen aufzubauen und zu (er)leben.

Daher soll es im Rahmen des AZ-Geburtstags um 17 Uhr bei einer offenen Vollversammlung auch um die Zukunft des AZ, den Stand der Gespräche mit der Stadt und geplante Aktionen gehen.

Wir lassen uns diesen Raum nicht nehmen! Für ein AZ in Köln! Für noch 1000 weitere Geburtstage! Wir bleiben!

Hier das Geburtstags-Programm:

Los gehts ab 14 Uhr mit Kaffee und Geburtstagskuchen vom Cafe-Kollektiv Fatsch.
Den ganzen Nachmittag über wird es ein Kinderprogramm geben u.a. mit Zirkus, Jonglage und einem Zauberer.

14:00 Uhr How to Siebdruck?
In der Siebdruckwerkstatt drucken wir verschiedene Motive auf Patches und Tshirts. Zum Reinschnuppern könnt ihr euch gerne euer eigenes AZ, Hambi oder ACAT Tshirt drucken, oder eure eigenen Motive erstellen. Kommt gerne vorbei, wir haben Tshirts hier, freuen uns aber auch wenn ihr eure eigenen Sachen zum bedrucken mitbringt.

14 Uhr: Hula Hoop – Offener Jam

15 Uhr Infoladen:
Eröffnung der neuen Veranstaltungsreihe „Buch des Monats“sowie ein Umsonst-Büchertisch im Hof. Und natürlich Infoladen mit Bibliothek/Archiv geöffnet

15 Uhr: Contact Impro
Contact Improvisation ist eine Tanz- und Interaktionsform ohne Ziel, die durch physischen Kontakt und gemeinsame freie (ziellose) Bewegung gekennzeichnet ist. Ein spiel mit Balance, Gewicht, Momentum, Schwerkraft um letztlich dem Unbekannten zu begegnen und damit zu improvisieren.

15:30 Uhr Videos aus acht Jahren Automes Zentrum Köln
Beginnend bei der Kampagne pyranha und bis zum Zusatandekommen des Vertrags für die Lux93 werden die Aktivitäten beleuchtet, die das Entstehen und den Erhalt des AZ bisher möglich gemacht haben.

17 Uhr: Öffentliche Vollversammlung
Großes Plenum für alle Interessierte zur Zukunft des AZ und zur Kampagne zum Erhalt der Lux93 mit Infos zum aktuellen Stand der Verhandlungen mit der Stadt und geplanten Aktionen und zum Mitmachen in der Kampagne.

19 Uhr: VolxKüche
Die Vokü-AG kredenzt dieses Jahr feinstes Crispy Duck aus Seitan mit Gewürzreis, knackigem Gemüse und süß-saurer Sauce. Wie immer alles vegan!

19 Uhr: Krav Maga
Krav Maga (hebr. קרב מגע „Kontaktkampf“) ist ein israelisches, modernes, eklektisches Selbstverteidigungssystem, das Schlag- und Tritttechniken präferiert, aber auch Grapplingelemente wie Hebel und Bodenkampf beinhaltet. Das Training ist für alle offen. Ihr braucht keine Vorerfahrung!

19:30 Transpis malen im Atelier
Für kommende Aktionen und Demos wird Material erstellt.

20:00 Uhr: Elektric Jam Session
zum Anschauen, zuhören, mitmachen.

20 Uhr: Muay Thai
Alle die immer schon einmal in reinschuppern wollten in diesen Kampfsport können am AZ Geburtstag nach Herzenslust unter Anleitung in die Pratzen treten.

20:30 Uhr: Konzert
– Placid Joy (Emo, Post-HC): https://placidjoy.bandcamp.com/
– Notions (Punk, Post-HC): https://notionspunk.bandcamp.com/
– Guts Pie Earshot (TechPunk, HC, Drum´n`Bass): https://gutspieearshot.bandcamp.com/
– Die Heftigen Joes
Danach: Party mit DJ iPhone

23 Uhr: Party mit Ästhetik & Zerstörung

Weitere Programmpunkte:
– Ausstellung und offenes Atelier mit Workshop/Mitmachangebot
– Second Bandshirt
An unserem Stand habt ihr die Möglichkeit gebrauchte Bandsirts für einen guten Zweck zu erwerben und nicht mehr benötigte Shirts direkt an uns zu spenden. Darüber hinaus informieren wir über das Projekt Second Bandshirt und die bisher unterstützen Projekte. Wir freuen uns auf euren Besuch!

PM: Menschenrechtsveranstaltung diskutiert AZ-Verbleib

„Ein Plan, der nicht geändert werden kann, ist schlecht,“ sagte einst
der römische Autor Publilius Syrus. Das Thema Gentrifizierung und Recht
auf Stadt wird von der linken Szene in Köln in den Mittelpunkt gerückt.
Am kommenden Freitag, 9.3. ab 18 Uhr, organisiert das Pangea Kollektiv ein
Symposium im Autonomen Zentrum Köln, Luxemburger Straße 93. Vorgestellt
werden Strategien zum Erhalt linker Orte, Viertel und Kultur sowie
Diskussionen zu Fragen bürgerlicher Mitbestimmung und partizipativer
Stadt-Teil-Gestaltung. Hierzu kommen Gruppen aus Hamburg, die bereits
Erfahrungen mit unzureichenden Stadtplanungen gemacht haben.

Das Autonome Zentrum Köln ist nach mehreren Umzügen in eine Brachfläche
erfolgreich integriert worden. Die Stadt Köln weigert sich jedoch, den
Grüngürtel zu schaffen und das AZ zu erhalten. In diesem Zuge erfuhr das
AZ bereits mehrere Diffamierungskampagnen von Parteien und
Stadtverwaltung. „Das Projekt „Parkstadt Süd“ wird mitlerweile nicht
nur durch das AZ von Protesten und öffentlicher Kritik überzogen. Was
nützt ein Prestigeprojekt, welches an den Wünschen der Menschen vorbei
zielt?“, fragt Uli Rothfuß vom AZ Köln.

WEITERE INFORMATIONEN.

Allerweltsparty

Pressemitteilung
AZ Köln, 07.03.2018

PM: Essen ist ein Menschenrecht

Kein Rassismus an der Tafel!
Das AZ Köln fordert eine humane Diskussion und kritisiert den Rassismus bei der Lebensmittelausgabe in Essen und in der öffentlichen Debatte hierzu.

„Wir haben andere Erfahrungen als die Essener Tafel gemacht mit den Menschen, die sich bei der Lebensmittelausgabe versorgen müssen,“ kommentiert Ulli Rothfuß die aufgeladene Diskussion um die Lebensmittelausgabe in Essen, welche zur Diskriminierung hungernder Menschen führte.

„Wöchentlich nutzen bei uns hunderte hungernde Menschen das Angebot im Autonomen Zentrum Köln, um sich gespendete Lebensmittel abzuholen und mit dem Nötigsten zu versorgen. Die wertschätzende und respektvolle Ausgabe wird von freiwilligen Helfenden organisiert. Ein Los-Verfahren und für alle leicht zu merkende Regeln sorgen dafür, dass sich die Menschen diszipliniert verhalten und miteinander solidarisch und respektvoll umgehen. Die Lose werden zu einer bestimmten Uhrzeit gezogen, wenn alle da sind. Es kann passieren, dass das zu erst gezogene Los eine hohe Zahl enthält, was einen Platz hinten in der Schlange bedeutet. Wer zu spät kommt, bekommt kein Los mehr und muss grundsätzlich hinten anstehen. Menschen, die Hunger haben, sind ungeduldig. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dafür zu sorgen, dass hierdurch keine Benachteiligungen für andere Menschen entstehen oder Neid und Missgunst befördert werden. Wir sind stolz auf unser gelungenes Konzept, das unsere Freiwilligen entwickelt haben und wonach Lose nach dem Zufallsprinzip ausgeteilt werden, so dass niemand benachteiligt oder bevorzugt wird,“ sagt Ulli Rothfuß vom Autonomen Zentrum Köln.

Die Ausgabe findet jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 20 Uhr statt.

Pressemitteilung
Köln, 27.02.2018

Zum Teilen via Facebook: https://www.facebook.com/Autonomes.Zentrum.Koeln/posts/1733944353331675

PM: Vorwurf „Lenkradspiel“ – Unlauteres „Spiel“ der Polizei Köln gegen Demonstration

Die Polizei Köln versucht das Autonome Zentrum und seine Unterstützenden zu schröpfen. Am 16. Februar steht die Halterin eines Musiktransporters vor Gericht, der auf der Tanzdemonstration „Das Problem heißt Verdrängung“ (17.06.2017) eingesetzt werden sollte. Der Vorwurf lautet Fahrlässigkeit, ein vermeintlich nicht fahrtüchtiges Fahrzeug verliehen zu haben. Gegen den Fahrer wurde bereits wegen „Lenkradspiels“ ermittelt und auf einen Verstoß in der Straßenverkehrsordnung abgezielt.

„Das Fahrzeug ist nie im Straßenverkehr gewesen und der ganze Vorgang wirkt konstruiert. Die Polizei zwang zunächst den Fahrer dazu, das Fahrzeug vom Privatgelände auf die bereits gesperrte Demonstrationsstrecke zwecks technischer Abnahme zu rollen, um dann Vorwürfe daraus zu stricken,“ kommentiert Uli Rothfuß vom Autonomen Zentrum. „Was fahrlässig daran gewesen sein soll, das Fahrzeug zur Kontrolle vorzufahren, weiß wohl nur die Polizei Köln.“

„Die Demonstration sollte laut, bunt und tanzbar sein und auf das Problem einer tatenlosen Stadtpolitik gegen Gentrifizierung und Verdrängung aufmerksam machen. Die Repression durch die Polizei ist ein Angriff auf unsere Demonstration und ihr Erscheinungsbild gewesen. Das Fahrzeug wurde ohne stichhaltige Begründung für nicht-verkehrstauglich erklärt.“

Der Musiktransporter wurde vom Pangea Kollektiv gestellt, die in Köln elektronische Parties machen und dadurch Spenden für Menschenrechtsarbeit in Köln sammeln.


Claudia Breuer vom Pangea Kollektiv erklärt: „Wir rufen alle dazu auf, die betroffene Person zu unterstützen und auch ein Zeichen gegen die Kölner Polizeiwillkür zu setzen und am 16. Februar zum Amtsgericht Köln zu kommen. Wir rufen auf zur Solidarität mit den von Verdrängung betroffenen Menschen und Projekten in unserer Stadt. Das Thema geht uns alle an! Ob das Autonome Zentrum, der Bauwagenplatz ‚Wem gehört die Welt‘ oder das Allerweltshaus, eine tatenlose Stadtpolitik lässt Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste und steigende Mieten zu. Gleichzeitig ist es eine bittere Notwendigkeit, den Kampf gegen Rassismus, Illegalisierung und Stigmatisierung von Menschen in der Stadtöffentlichkeit sichtbar zu machen. Ein vielfältiges Stadtbild muss erhalten bleiben und auch Menschen mit kleinem Geldbeutel haben ein Recht auf ihre Stadt.“

Der Gerichtstermin findet am Freitag (16.02., 09.30 Uhr) im Amtsgericht Köln, Luxemburger Straße 101, Saal 21.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
14.02.2018

PM: Autonome cornern am Zülpicher Platz

Sympathisant_innen des Autonomen Zentrums machen den Zülpicher Platz zu ihrer Partylocation.
 
Samstagabend um 20 Uhr versammelten sich mehr als 200 Unterstützer_innen des Autonomen Zentrums (AZ) spontan am Zülpicher Platz, um gemeinsam auf den gefährdeten Bestand des AZ an der Luxemburger Straße aufmerksam zu machen. Die mitgebrachten Sitzgelegenheiten, mobilen Soundsysteme, Transparente und Getränke verwandelten den Zülpicher Platz in eine lebhafte Party Location. Im Anschluss zogen etwa 150 Personen in Form einer Spontandemonstration lautstark über die Zülpicher Straße in Richtung AZ.
 
Dies sollte deutlich machen: „Wenn die Stadt uns unsere Räume nimmt, nehmen wir uns die Plätze und Räume der Stadt.“, wie beteiligte Personen erklärten. Auch die stetige Erhöhung der Polizeipräsenz hielt die ausgelassenen AZ-Supporter_innen nicht davon ab, genau dies zu tun und zu zeigen, dass sich das AZ nicht einfach wegplanen lässt.
 
Im Dezember 2018 läuft der Nutzungsvertrag für das als AZ genutzte Gebäude an der Luxemburger Straße aus. Auf dem Gelände soll die Verlängerung des Grüngürtels fortgeführt werden. Während das neue Stadtarchiv, das Parkhaus des Justizzentrums und das Tierheim Zollstock in die Planungen zur „Parkstadt Süd“ aufgenommen wurden, soll das AZ erneut Grünanlagen weichen.
 
Der Samstagabend hat auf jeden Fall gezeigt: So einfach werden wir uns nicht vertreiben lassen.
 
Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!
 
Autonomes Zentrum
Pressemitteilung
14.01.2018

PM: „Henriette Reker“ benennt KVB-Haltestelle in „Autonomes Zentrum“ um

„Eine starke, autonome Subkultur. Dafür stehe ich mit meinem Namen,“

sagt ‚Henriette Reker‘ im Rahmen der feierlichen Zeremonie zur Umbenennung
der Haltestelle „Eifelwall“.

Neben der Universität, dem Amtsgericht und dem neuen Stadtarchiv
befindet sich auch das Autonome Zentrum seit einem Jahr in der Nähe der
Haltestelle. Als Teil der Neustrukturierung des Stadtteils, die im
Rahmen des Konzepts „Parkstadt Süd“ stattfindet, wurde die Bahnstation
umbenannt, um den festen Standort des AZ deutlich zu machen.

‚Gerd Bachner‘ (Dompropst) konnte als Pate gewonnen werden und fügt
hinzu:

Den herbeigeschriebenen Konflikt mit der katholischen Kirche wird es nie geben. Wir stellen den Dom gerne zur Verfügung, falls sich die Pappnasen von der Stadt tatsächlich dazu entscheiden, das Gelände hier räumen zu lassen.

Seit 2010 existiert in Köln das Autonome Zentrum als unkommerzieller und
selbstverwalteter Raum. Noch vor einigen Jahren wurde die ehemalige KHD
Kantine in Kalk genutzt, 2014 jedoch für Schulcontainer abgerissen. So
musste das AZ erst für ein Jahr in den Eifelwall umziehen und zuletzt in
das Gebäude in der Luxemburger Straße 93.

Nach Jahren voller Ungewissheit hat Henriette Reker, die parteilose
Bürgermeisterin der Stadt Köln, im Einvernehmen mit den Verantwortlichen
der KVB beschlossen, das Autonome Zentrum an diesem Standpunkt zu
belassen und dies durch die Haltestellenumbenennung zu manifestieren.
Zusammen mit dem Dompropst und der Kölner Prominenz wurden bei Sekt und
netten Gesprächen die Schilder der Haltestelle aktualisiert.

Autonomes Zentrum Köln
Pressemitteilung
Köln, 28.11.2017

PM: Stadt lügt gegen das AZ – Weiterer Videobeweis

Pressemitteilung

Mit einem weiteren Video untermauert das Autonome Zentrum Köln (AZ) seine scharfe Kritik an der Stadtverwaltung Köln vom 10. November. Diese hat gegenüber zwei Hauptausschüssen im Stadtrat [siehe Anlage 1 + 2] behauptet, den Bürger_innen der Beteiligungsveranstaltung keinen Planungsstopp versprochen zu haben. Das Autonome Zentrum Köln veröffentlicht einen Videobeweis: https://www.facebook.com/Autonomes.Zentrum.Koeln/videos/1634241573301954 ergänzend zu der von der Stadt veröffentlichen Resolution.

„Dahinter steckt der Versuch, das Gebäude des Autonomen Zentrums um jeden Preis zu verdrängen,“ erklärt Uli Rothfuß, Pressesprecher des AZ.
„„Die Stadt und ihre Verwaltung verbreiten bewusst Unwahrheiten, um das AZ loszuwerden. Ziel ist es, das AZ zugunsten des Stadtentwicklungsprojekt „Parkstadt Süd“ abzureißen. Die Belange von uns und weiteren Betroffenen werden dafür übergangen.“

 

Köln, 19.11.2017

Anlagen:

[1] Hauptausschuss Juli 2017 (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0040.asp?__ksinr=16719)
[2] Hauptausschuss Oktober 2017 (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0040.asp?__ksinr=16721)
[3]Unsere Pressemitteilung vom 10. November:

PM: Stadt Köln geht mit Lügen gegen AZ vor – Video widerlegt Behauptungen


[4]
Hintergrundinfos: https://www.facebook.com/pg/Autonomes.Zentrum.Koeln/notes/