Repression für alle?! Awareness, Critical Whiteness und die autoritäre Formierung linker Bewegungen

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Wann:
13. April 2015 um 19:00 – 21:00 Europe/Berlin Zeitzone
2015-04-13T19:00:00+02:00
2015-04-13T21:00:00+02:00
Wo:
Alte Feuerwache
Melchiorstraße 3
50670 Köln
Deutschland

„Einen Klassenkampf, der die ausgebeuteten und unterdrückten Klassen auf niedriger Flamme grillt, weil sie schwach sind und die Herrschenden stark, erkennt man daran, daß die Unterdrückten a) diskutieren statt handeln, b) verwirrt sind statt einig und c) moralisieren statt analysieren. Diese Lage haben wir am Hals.“ (Dietmar Dath, Klassenkampf im Dunkeln)

Repression für alle?! Awareness, Critical Whiteness und die autoritäre Formierung linker Bewegungen.

Was haben die autoritären Ordnungsrufe im Namen scheinbar ohnmächtig Unterdrückter der letzten Jahre gemeinsam? Was sind die Mechanismen die hinter diesen Ansätzen in den Bereichen von Antisexismus, Antirassismus oder Postkolonialismus zum Tragen kommen? Und wie kommen wir aus dieser zelebrierten Selbstzerfleischung wieder in ein gesellschaftliches Handeln?

Mit diesen Fragen und dem Versuch einiger Thesen diskutieren in dieser Veranstaltung Massimo Perinelli und Rehzi Malzahn über absurde Eskapaden der Sprachpolitik, Entkontextualisierung von Begriffen und Handlungen, religiöse Aufladung von Politik, Verführung zur Macht, fehlende Streitkultur, Verunsicherung als politisches Machtinstrument und fehlende Perspektiven für einen auf Veränderung basierenden Kampf. Dabei gehen sie davon aus, dass allein das angstfreie Führen einer Debatte und die produktive Organisierung lebendiger Widersprüche die gemeinsame Sache der Emanzipation weiterbringt. Schließlich ist „der Konflikt die Basis der freien und offenen Gesellschaft“ (Saul Alinsky) und nicht der verordnete Konsens und die Harmonie der Starre.

Wir laden alle ein, sich mit offenem Visier mit uns zu streiten.