| Wann: | Back to Calendar 11. Juli 2012 @ 20:00 - 21:00 |
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| Kategorien: | Politik | |
Es hat nicht lange gedauert, bis das Ägyptische Militär nach dem Sturz Mubaraks klar demonstriert hat, dass es nicht gewillt ist, Demokratisierungsprozesse im Land zuzulassen und seine Vormachtstellung aufzugeben. Seit Februar 2011 wurden bis zum heutigen Tage mehr als 12.500 Zivilisten vor Militärgerichten abgeurteilt. Meist wurden diese Menschen im Rahmen von Protesten gegen die Militärregierung wahllos verhaftet und in Massenprozessen ohne Anhörung oder juristischen Beistand zu hohen Haftstrafen verurteilt. Die Situation in den Gefängnissen ist desolat — sie sind überfüllt und immer wieder wird über Folter berichtet.
Dagegen kämpft die Kampagne »No Military Trials For Civilians« aus Kairo.
Die Kampagne arbeitet eng mit den Familien der Inhaftierten zusammen und schafft darüber hinaus die Möglichkeit der Vernetzung der Betroffenen. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit besteht darin die Namen der Inhaftierten zu recherchieren, zu sammeln und zu veröffentlichen — denn meist wissen die Angehörigen nichts über das Schicksal der Inhaftierten. Die Kampagne versucht in Koordination mit Anwälten Rechtshilfe zu geben und die Missstände in den Gefängnissen anzugehen. Darüber hinaus stellt die Öffentlichkeitsarbeit, mit dem Ziel eine gesellschaftliche Sensibilisierung für dieses Problem und eine Basis für praktische Solidarität zu schaffen eine zentrale Säule für das Wirken der Kampagne dar.
Wir, das autonome Aufstandsseminar, möchten uns solidarisch zeigen. Zu diesem Zwecke kapern wir am Mittwoch den 11.7. ab 19 Uhr das Café la solidarité im Autonomen Zentrum. Bei Kaffee und Kuchen werden wir Filme des Medienkollektivs mosireen zu den laufenden Auseinandersetzungen in Ägypten zeigen.
Die Erlöse des Abends gehen an die »No Military Trials For Civilians« Kampagne
Infos unter: en.nomiltrials.com
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