Autonomes Seminar zu den Aufständen

Wann: Back to Calendar 15. September 2011 @ 20:00 - 22:00
Excluding: 14. April 2012, 28. April 2012, 22. März 2012, 8. März 2012, 1. März 2012, 4. Mai 2012, 18. Mai 2012, 1. Juni 2012
Kategorien:
Politik

Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat (und manchmal auch häufiger): das Aufstandsseminar

Wie Lichter glühen Revolten auf der globalen Landkarte auf –scheinbarohne ursächlichen Zusammenhang und doch verbunden durch einen kohärenten Impuls: die Selbstorganisation völlig neuer sozialer Zusammenhänge in der Krise und gegen die Macht der Finanzmärkte. Dies ist spezifisch für einen bestimmten historischen Moment, wenn der Schock einer kapitalistischen Innovationsoffensive erlahmt, die auf die Zerstörung der tradierten Verwertungs- und Lebensverhältnisse zielte. Dann entfesseln sich die kreativen Kräfte der Selbstorganisation zur Gegenmacht von unten in Aufständen, Revolten, Initiativen auf der Suche nach einem globalen Zusammenhang. Sie können gewinnen. Denn das Kapital kann Gesellschaftlichkeit nur zerstören, aber nicht herstellen. Und sie können die Erinnerung an die Geschichte(n) vergangener Revolten zu ihrer Unterstützung aufrufen und zugleich ihren historischen Sinn erfüllen: derjenigen der „Hydra“ im 17. Jahrhundert, des Vormärz, der sich vor dem ersten Weltkrieg von Russland bis Mexiko globalisierenden Aufstände.

Dies ist soweit das Programm, Änderungen vorbehalten:

 

10. Mai: Alltagskämpfe oder Kampagnenpolitik – welche linke Praxis passt zu welchem Ziel?

Anschauliche Beispiele: M31, NoBorder Camp, Bloccupy Frankfurt, Anti-Gentrifizierungskämpfe, NFH, AZ, Occupy und all die Aufstände des letzten Jahres.
Inwiefern sind symbolhafte Großaktionen sinnvoll und wo sind sie doch nur Beschäftigungstherapie für linke Aktivist_innen? Was ist eine erfolgreiche Kampagne? Welche Perspektive hat das Anknüpfen an Alltagskämpfe und wie geht das überhaupt?                                                             
VorbereitendeLektüre:                                                                                                       
Der Protest muss im Alltag ansetzen: http://jungle-world.com/artikel/2012/15/45247.html       
Linker Krisenprotest und die spanische Bewegung des 15. Mai: http://jungle-world.com/artikel/2012/16/45285.html        
Symbolischer Protest ist sinnlos: http://jungle-world.com/artikel/2012/14/45201.html
Es wird eine offene Diskussion ohne großen Input geben. Steile Thesen sind willkommen!

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15. Mai, 20 Uhr (Achtung: findet in der Alten Feuerwache statt!):

Aktivist_innen aus Tunesien berichten

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24. Mai: Aufstandsseminar goes King Georg

Mark Fischer liest ab 21 Uhr im King Georg aus seinem Buch “Strategies against Capitalist Realism” vor.

http://www.kinggeorg.de/programm/mark-fisher-strategies-against-capitalist-realism