Am Montag den 24.6 findet im AZ die Buchvorstellung “NSU-VS-Komplex” mit dem Autor Wolf Wetzel statt. Inhaltlich wird es bei dieser Veranstaltung insbesondere um die Rolle des Staates in Zusammenhang mit dem NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) gehen.
Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund – wo hört der Staat auf?
“13 Jahre blieb der Nationalsozialistische Untergrund/NSU unentdeckt. Neun Morde wurden begangen, neun Mal verschoben die Behörden verschiedener Bundesländer die Mordhintergründe ins ›ausländische Milieu‹. Neun Mal will man keine ›heiße Spur‹ gehabt haben. Dennoch legte man alle neun Morde in die Blutspur des ›organisierten Verbrechens‹.
Nachdem die Existenz der NSU nicht mehr zu leugnen war, reihte sich eine Panne an die andere. Dass in allen Behörden Beweise verschwinden, Akten verheimlicht, Falschaussagen gemacht, ganze Aktenberge geschreddert werden, beweist, dass weder ›Behördenwirrwar‹ noch ›Kommunikationschaos‹ herrsch(t)en, sondern der gemeinsame Wille, unter allen Umständen zu verhindern, dass etwas ans Licht kommt, was den bisherigen Erklärungen widersprechen würde.
Ab wie vielen Pannen muss man von einem System sprechen? Wenn über zwei Dutzend V-Männer hervorragende Kontakte zur neonazistischen Organisation ›Thüringer Heimatschutz‹ und zu den späteren Mitgliedern des NSU hatten, waren staatliche Stellen nicht etwa auf dem ›rechten Auge blind‹, sondern ließen sehenden Auges zu, dass über sieben Jahre hinweg neun Morde begangen werden konnten.
Wir, das Team der Supersonderedition der E-Taste aka 'Nerdkneipe im
Rahmen der Donnerstagskneipe' müssen uns ausdrücklich bedanken bei
Edward Snowden. Nicht nur hat er bekannt gemacht, was wir doch
eigentlich eh schon längst hätten wissen können, bzw müssen, nein, er
hat es uns auch noch abgenommen, die Notwendigkeit dieser seit langem
geplanten Veranstaltung begründen zu müssen.
An diesem Sonntagnachmittag soll es im AZ-Keller also darum gehen, es
der NSA, dem BND, dem Mossad, dem FSB ... kurz: es jedem, den es nun
wirklich nichts angeht, was wir wem mitzuteilen habe, so schwierig wie
möglich zu machen eben dies herauszubekommen.
Stichworte: Email- und Datenverschlüsselung, sicher und anonym surfen und chatten,
VPN, Linux, ... und wie ist das eigentlich mit diesen Smartphones
überhaupt? Und was ist eigentlich genau dieses Backup?
Wem das alles noch nichts sagt ist herzlich willkommen,
den eigenen Computer mitzubringen, und uns mit allen nur denkbaren
Fragen zu belästigen und sich Hilfe zu holen.
Wem das alles schon etwas sagt und jetzt schon gelangweilt ist,
da können wir auch helfen: Stoß einfach zu uns und helfe den
anderen!
Kommt einfach vorbei und nutzt unsere tolle Werkstatt um an euern Rädern zu schrauben oder auch einfach nur andere Leute zu unterstützen und dabei alles zu lernen was es über Fahrräder zu wissen gibt.
Gerade erst gelernt ohne Stützräder zu fahren oder aber selbst schon mal einen eigenen Rahmen zusammengebrutzelt? Egal wie viel ihr wisst oder könnt – die AZ Werkstatt ist der ideale Ort um zusammen mit anderen Fahrradbegeisterten zu basteln und zu experimentieren! Nebenbei wird über die Vorteile von Stahlrädern diskutiert, Radreisen geplant oder die monatliche Fahrraddemo >>>http://www.critical-mass-cologne.de/<<< vorbereitet.
Werkzeug und eine immer größer werdende Auswahl an Ersatzteilen sind vorhanden. Alles was ihr wirklich braucht, ist die Bereitschaft euch selbst die Hände schmutzig zu machen. Wir packen gern mit an und unterstützen euch bei Problemen. Fahrrad abgeben, Kaffee trinken gehen und repariert wieder abholen gibts hier aber nicht!
Wir nehmen auch sehr gerne Spendenräder oder (vermeintlichen) Fahrradschrott entgegen! Es gibt kein Wrack, von dem wir nicht noch wenigstens eine Schraube gebrauchen können, aus den Rohren Lastenräder schweißen oder… oder… oder…
Bei Fragen und allem was ihr sonst noch so an uns loswerden wollt könnte ihr uns über: bikekitchencologne ät riseup.net erreichen.
Am 10. und 11 August wird wieder ein grandioser Lindy Hop-Einstiegs-Workshop stattfinden. Nach den tollen Erfahrungen des Kurses aus dem Januar gibt es nun die 2te Chance für alle die schon immer die wichtigsten Basics für´s Swing-Tanzen lernen wollten. Alle sind unabhängig von den Vorkenntnissen herzlich Willkommen! Leider ist die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt. Wer Lust hat und mitmachen möchte, sollte sich deshalb unter der Adresse nihilindy.hopster@gmx.de anmelden.
Hier eine kurze Selbstbeschreibung der Veranstalter*innen:
“…wir tanzen beide seit ca. 3 Jahren Lindy Hop und lachen uns dabei immer noch kaputt! Da wir keine Profis sind, sind wir möglicherweise auch keine perfekten Lehrer*innen. Unser Hauptanliegen ist egoistisch: wir wollen durch´s Unterrichten unser Tanzen verbessern. Und natürlich wollen wir auch andere an dem Spaß teilhaben lassen, den wir ständig haben mit unserer Hopperei. Außerdem sind wir auf der Suche nach einem Thrill, wir sind jetzt schon total aufgeregt.”
Weitere Einzelheiten:
Geplanter Termin: Samstag, 10.08. und Sonntag, 11.08.2013, jeweils von ca. 12:00 bis ca. 17:00 Uhr
Kosten: keine; teilnehmen sollten nicht mehr als ca. 12 Paare, bzw. 24 Menschlein,
d.h. das Verhältnis zwischen Leads und Follows sollte ausgeglichen sein
Besser mitbringen: viel Flüssigkeit, Verpflegung, Wechsel T-Shirts, Handtuch o.ä. zum Schweiß-tupfen…
Wer Geschmack an der ganzen Sache findet, hat auch die Möglichkeit, regelmäßig weiter zu tanzen, da wir weisen natürlich auf die bestehenden Möglichkeiten in Köln hin.
Ach ja, damit alle, die das hier lesen, wissen, wie der Scheiß überhaupt aussieht, hier ein schönes Beispiel:
“Lindy Hop ist in Harlem in New York Ende der 1920er entstanden und feiert seit den 1980ern ein eigentümliches, aber sehr berechtigtes Revival.”
NI OUBLI! NI PARDON! | Kein Vergeben! Kein Vergessen!
Spontandemonstration: 7. Juni 2013, Köln HBF Vorplatz, 21:00 Uhr (Es geht pünktlich los)
Am Mittwoch den 05.06. wurde der 18-Jährige Antifaschist Clément Méric in Paris von Faschist_innen ermordet. Auf einer viel belebten Fußgängerzone lauerten die Nazis ihm auf, um ihn anschließend so zu traktieren, dass er wenige Stunden später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Klar ist: Solche Taten sind keine Ausrutscher von einzelnen, etwas übereifrigen Nazis. Vielmehr ist Mord seit jeher zugleich Mittel und Zweck des Faschismus. In Frankreich geschieht dies vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen Klimas, welches geprägt ist von seit Monaten andauernden homophoben Mobilisierungen, bei denen auch gewalttätige Übergriffe an der Tagesordnung sind. So konnten sich die Faschist_innen durch diese Formierung der Reaktion gestärkt fühlen und neues Selbstbewusstsein schöpfen.
Wir werden unseren antifaschistischen Kampf solange fortsetzen, bis sowohl der Faschismus als auch seine Wurzeln endgültig überwunden sind – dies sind wir nicht zuletzt seinen Opfern schuldig!
Klar ist zudem auch: In unserem Kampf gegen den Faschismus können wir uns nicht auf den Staat verlassen. Wie jeder von den Bullen durchgeprügelte Naziaufmarsch und nicht zuletzt die rassistischen Mordserie des NSU gezeigt hat, unterstützt dieser indirekt – wenn nicht sogar direkt – solche Taten.
Der Mord an Clément reiht sich ein in eine lange Liste von Morden an AntifaschistInnen in ganz Europa. So erinnern wir heute auch an die Morde an Stanislav Markelov, Anastasia Baburova, Timur Kacharava, Feodor Filatov, David Cesare (Dax), Renato Biagetti, Carlos Palomino, Jan Kucera, Thomas Schulz, Silvio Meier und vielen weiteren.
On est ensemble, on n’oubliera pas – Wir stehen zusammen, niemand wird vergessen!
Im Anschluss an die Critical Mass um 17:30 am Rudolfplatz veranstaltet die Bike Kitchen Cologne eine Fahrradkneipe im AZ ab ca. 20:30 Uhr . Also schwingt euch auf eure Fahrräder, holt euch die Strasse zurück, und entspannt danach bei einem kühlen Getränk und Gesprächen mit anderen Fahrradfreund_innen im AZ.
Die Mieten steigen, die Einkommen sinken. Wir haben genug davon, 40 oder sogar 50% unseres Einkommens für Miete und Nebenkosten zu zahlen. Bei jeder Neuvermietung werden Wohnungen teurer. In den innenstadtnahen Veedeln findet ein Verdrängungsprozess statt. Menschen mit geringem oder durchschnittlichem Einkommen können sich die Mieten dort nicht mehr leisten.
Alternativen gibt es kaum: Der öffentliche geförderte Bau von Sozialwohnungen ist faktisch zum Erliegen gekommen. Die Zahl der Sozialwohnungen ist in den letzten 20 Jahren von 100.000 auf knapp 40.000 gesunken, obwohl fast die Hälfte der Bevölkerung den Anspruch hätte, eine Sozialwohnung zu beziehen.
Große Wohnungsbestände sind privatisiert worden. Immobilienkonzerne wie die Deutsche Annington in Kalk, Talos in Finkenberg oder BGP in Chorweiler sind lediglich an schneller Rendite interessiert. Es gibt immer mehr Beispiel von Mieterhöhungen bei gleichzeitiger Vernachlässigung von Häusern und Wohnungen.
Durch die niedrigen Zinsen und die zunehmende Immobilienspekulation ist der Sozialwohnungsbau nicht profitabel genug für die Investoren. Mit dem Bau von hochpreisigen Wohnungen und Büros sind höhere Profite zu erzielen.
Die hohen Energiekosten führen dazu, dass immer mehr Menschen von der Strom- oder Gasversorgung abgeschnitten werden. Mietschulden nehmen zu, Menschen sind von Zwangsräumungen bedroht.
„Der Markt“ wird es nicht richten. Grund und Boden und die Häuser, die darauf stehen, sind für ihre Besitzer Kapitalanlagen, die Profit abwerfen sollen. Für uns ist bezahlbares und gutes Wohnen aber keine Ware sondern ein Recht. Allerdings ein Recht, dass uns nicht geschenkt wird, sondern wir uns erkämpfen müssen.
Wir Mieterinnen und Mieter können nicht auf die regierenden Parteien hoffen. Diese haben die Privatisierungen erst ermöglicht und Mieterrechte geschleift. Wir müssen uns selber zusammenschließen, auf die Straße gehen und Druck machen.
Damit haben wir begonnen. Die Initiative „Recht auf Stadt“ hat sich gebildet, um den Widerstand gegen Mietsteigerung, Wohnungsprivatisierung, Zwangsräumungen und Vermieterwillkür zu stärken und zu vernetzen.
Wir kämpfen für einen Stopp der Mieterhöhungen. Gegen die Privatisierung von Boden und Wohnraum. Gegen jede Zwangsräumung. Gegen den Bau von Luxuswohnungen und für die Schaffung von guten bezahlbaren Wohnungen für Alle. Für die Umwandlung von leerstehenden Büro, Gewerberäumen und Wohnungen in günstigen Wohnraum.
Im Rahmen der bundesweiten Aktionstage vom 22. bis zum 29. Juni rufen wir zur Demonstration in Köln auf.
Bei einer Räumung und in der Zeit danach passiert sehr vieles für die Aktivist*innen, auf unterschiedlichen Ebenen, das die alltäglichen und zwischenmenschlichen Grenzen sprengt. Diese Ebenen sind oft nicht bewusst erlebbar, sie werden nicht als wichtig wahrgenommen oder nicht bedacht.
Hier ein Reflektionsversuch, einige Umgangsvorschläge und eigene Erfahrungen aus dem AZ Köln.